Der neue mit Suzuki SP370

  • OK,

    das wäre dann mit Deinen Daten (47W; 27da; draht3.6)

    2,84N/mm.

    Ganz schön weich!

    Sind denn Windungen mitgezählt, die gar nicht federn? Also die Enden, wo kein Abstand der Windungen ist.

    45 Windungen: 2,97N/mm


    Wie genau ist die Drahtstärke gemessen, die hat extrem Einfluss, sollte also möglichst genau stimmen?

    0,1mm mehr(3,7mm), 45 Windungen: 3,35N/mm


    Wie genau ist das Aussenmaß, (der Einfluss ist ebenfalls sehr hoch)?

    26,5mm statt 27mm, 3,7 und 45 Windungen:

    3,58N/mm


    Federlänge wäre noch erforderlich, ich hab mal mit 450mm gerechnet.

    Die Länge beeinflusst zwar nicht die Federhärte, aber den möglichen Federweg. Der wäre aktuell ca 255mm. mit 450mm.


    Eine Feder mit 4,4N/mm könnte so aussehen:

    4mm Draht, Aussen 27mm, 49 federnde Windungen, Länge 480mm.


    Also pragmatische Empfehlungen: härteste verfügbare Feder einbauen.



    VG Erhard


    P.S.: Luftkammer ist quasi der Füllstand vom Öl, gemessen an der zusammengeschobenen Gabel ohne Feder und von der Oberkante.

    Ölmenge hat den Nachteil, wenn noch Restöl in der Gabel war (nach Ölwechsel ohne Zerlegen), stimmts nachher nicht.

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    Einmal editiert, zuletzt von erhard ()

  • Wow, danke für die prompte Berechnung!

    Ich werde nochmals alles ganz genau messen.

    Was mich als Laien jetzt so langsam verwirrt ist die Messung des Federwegs.

    Ich hab nämlich Wirth angeschrieben auf der Suche nach einer möglichst harten Feder.

    Wirth fragt " welchen Federweg soll die Feder denn machen?"

    Das wäre ja nach meinem Verständnis die Differenz zwischen Feder entspannt und Feder maximal komprimiert und nicht unbedingt der Weg den die Gabelbeine ineinander fahren.

    Oder ist dieser Wert identisch mit dem Federweg? ( Die Bezeichnung Federweg lässt das ja vermuten)

    Den Federweg habe ich ja mit ca. 240mm ( laienhaft) ermittelt- du schreibts jetzt von 255mm.

  • Die Feder ist ja schon eingespannt montiert. Z.B 10mm. weiche Federn auch mehr.

    Dazu kommt der maximale Gabelweg 240mm.

    Somit muss die Feder 10mm + 240mm aushalten können.

    Federweg am Fahrwerk meint immer nur den maximalen Weg von Gabel oder Federbein. Die Vorspannung der Feder kommt dann jeweils hinzu. Das merkt aber keiner, weil man ja normal einfach passende Federn kauft, wo der Hersteller an sowas vorher denkt😉

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  • Ok, verstanden- danke!

    So würde ich das Innenleben jetzt zusammenbauen:

    unten ( rechts im Bild) das Ventil ( ein Ventil a la Gold Valve bzw. ein Emulator wie das hier genannt wurde ) , dann die RM Feder, dazwischen eine Beilagscheibe mit Rand, dann die abgeschnittene Feder statt der Hülse, dann nochmal ein Kunststoff- Spacer und der obere Stopfen. Der Kunststoff- Spacer dient nur dazu dass zwischen oberem Gabelstopfen und Feder kein Direktkontakt herrscht und das ganze leichter montierbar ist. Kam mir halt vernünftig vor, da was reinzubauen.

    Unten liegend sieht man noch die alte Hülse, die ich durch die Feder ersetzen will.

    Ich versuch das jetzt mal, auch wenn der Hinweis natürlich richtig ist, dass die Federung durch die kurze Feder statt der Hülse weicher wird.

  • Versuch macht kluch, also leg los!


    -bin gespannt auf Deinen Eindruck, berichte mal.

    -mit welcher Vorspannung willst du die Feder verbauen? (empfehle 30-60mm, sonst hängt die Weiche Federung weit durch)

    - Hinweis.das "Gold Valve" alleine bewirkt keine Verbesserung bei schnellen Einfederbewegungen (beim Fahren gegen Kanten, Baumstämme,tiefe Schlaglöcher etc.), wenn man nicht auch die Löcher in der Cartridge vergrößert oder weitere Löcher bohrt. Vor dem Bohren vielleicht lieber erst mal testen, ob man die Löcher aufbohren sollte.


    VG Erhard




    pasted-from-clipboard.png


    Emulators-How They Work

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  • Nochmal ganz genau gemessen:

    Aussenmass Feder; 27,25mm

    Drahtdicke zwischen 3,41 und 3,54 mm

    Federnde Wicklungen : 46


    Ich hab die Gabel jetzt mit Emulatoren zusammengebaut, vermute aber dass sie ohne Luftunterstützung dennoch zu weich ist.

    Mal sehen was Wirth anbieten kann.

  • Mit diesen Daten wird die Federrate rund 2,5N/mm was weit weg von dem 4,6N/mm Vorschlag wäre.

    Das mit Wirth wäre also gut.


    Wenn Du eh eine Luftunterstützung nimmst/nehmen musst, dann würde ich die Stahlfeder möglichst wenig vorspannen (4-5mm, aber nicht weniger).

    Der Charakter der Luftfeder ist, dass sie am Anfang vom Federweg eher wie eine weiche Feder mit viel Vorspannung wirkt, als wie eine härtere Feder. Im weiteren Einfeder-Verlauf verhärtet sie dann erst.

    Durch die geringe Stahlfeder Vorspannung erreichst Du von Anfang an mehr Luftfeder-Härte (somit mehr Gesamthärte Luft + Stahl) bei korrektem Durchhang.

    Vielleicht kann die Empfehlung mit der geringen Stahlfeder-Vorspannung jemand mit Praxis-Erfahrung zu luftunterstützten Gabeln bestätigen?


    VG Erhard

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    4 Mal editiert, zuletzt von erhard ()

  • So, mal kurzes Up- Date meines Experimentier- Wagens.

    Der eine oder andere hat mich ja eventuell am letzte WE im Weimarer Land gesehen ( und hoffentlich auch gehört).

    Obwohl ich in der Woche vor dem Start mal wieder auf den letzten Drücker vieles vorbereiten musste und ich wegen fehlender Test- Kilometer sehr skeptisch war lief es hervorragend: der Wagen geht richtig nett, springt locker auf den ersten Kick an und macht was er soll.

    Auf den langen Feldweg- Etappen konnte ich den alten Straßenmotor etwas freifahren und hatte richtig Spaß.

    Bis ich in der ersten Runde wegen Spritmangels liegenblieb. Ursache ist noch unklar, aber nach 1,5 km zurückschieben und nach Kontrolle des Schwimmers lief der Bock wieder- hat halt gesoffen.

    Ich bin dann einfach weiter gefahren weil´s derartig geil zu fahren war. Obwohl ich DK´s verpasst habe wurde ich sogar noch gewertet.

    Ein bisschen zaubern auf der Etappe war natürlich auch dabei, weil halt alles noch nicht so ausgereift ist.

    Lustig war, dass ich wegen zunehmender Vibrationen in voller Fahrt mal kurz nach unten schaute und live gesehen habe wie grad eine Motorhalteschraube rausfliegt 8o

    Ich musste zwar etwas suchen- hab sie aber wiedergefunden.

    Ich habe auch alle Kabelbinder gebraucht die ich dabei hatte um Teile zu befestigen- aber es ging immer weiter.

    Und zum fahren ist so ein Viertakter ja total geil: selbst so ein Hobbynudler wie ich kommt damit problemlos jeden Hang hoch- das Ding hat immer schön Druck und ploppt halt nicht aus.


    Übrigens hab ich die Gabel so gelassen wie oben beschrieben : zweite kurze Feder statt Hülse und wie von Euch geraten mit ca. 1 bar aufgepumpt. Emulator ist auch drin- ich hab aber keinen Vergleichswert vorher / nachher.

    Die Luft hat sogar gehalten. Die Gabel hat nicht mal angefangen zu ölen obwohl ich sie noch gar nicht überholt habe- nur frisches Öl rein.

    Japaner halt.

    Fazit: Testfahrt erfolgreich, hatte extrem viel Spaß und war super zu fahren- und der Sound ist einfach meins.

    Jetzt weiß ich wo ich ansetzen muss- aber das Konzept geht schon mal voll auf.

    Vielen Dank nochmals an alle hier im Forum für Eure Tipps ( und an Suzuki PE für das geniale WE mit " Luigi" ) :thumb:

    pasted-from-clipboard.png

  • Ich kam dann vorm Monat, da ich mich ja um die 3SW gabel der TT 600 kümmern musste, für 56€ an nen YSS emulator für ne 43er Gabel ran, er passte wohl nicht ganz in der DR350S.

    Aber, ich musste ihn nicht verbauen, mach ich evtl noch mal bei ner 36A TT600 Gabel, da der fehler schnell gefunden war, warum da nix dämpft. diese lange kolbenstange war nicht mit dem Obigen Verschlussstopfen verschraubt. somit konnte da eben nix pumpen.

    der DR350S fahrer hat sich emulatoren von den teureren, Racetech?, eingebaut, die wohl besser auf der Kolbenstange sitzen.

    aber, wie löst man das eigentlich mit dem Einstellen? das muss ja nen ziemlich langes inbus werkzeug sein.

  • Ich kam dann vorm Monat, da ich mich ja um die 3SW gabel der TT 600 kümmern musste für 56€ an nen YSS emulator für ne 43er Gabel ran, er passte wohl nicht ganz in der DR350S.

    Aber, ich musste ihn nicht verbauen, mach ich evtl noch mal bei ner 36A TT600 Gabel, da der fehler schnell gefunden war, warum da nix dämpft. diese lange kolbenstange war nicht mit dem Obigen Verschlussstopfen verschraubt. somit konnte da eben nix pumpen.

    der DR350S fahrer hat sich emulatoren von den teureren eingebaut, die wohl besser auf der Kolbenstange sitzen.

    aber, wie löst man das eigentlich mit dem Einstellen? das muss ja nen ziemlich langes inbus werkzeug sein.

    ich denke man muss den Emulator zum Verstellen wieder ausbauen- nix mit an der Strecke die Einstellung mal kurz verändern :thumbdown:


    gibt es das Angebot mit den 56 EUR noch ? - wenn ja wo :)

  • jein, mein Kumpel, der die dinger in ner SR500 gabel drin hat, hat sich nen Werkzeug gebaut, und von oben dann rein. aber, da sitzt ja schon der lenker drüber, bei den Enduros.

    ja, dolle, ist das, klaro, nicht.

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