DLC + Titanventile sowie Lagerschalen beschichten

  • Was für Lagerschalen?
    Falls du die Pleuellagerschalen aus deinem anderen Thema meinst die sind in der Regel aus mehreren speziellen Schichten aufgebaut, da würde ich nix drauf machen.


    Laut dem Kexel ist sein Temperflon ja das geilste überhaupt, der will das sogar auf Nockenwellen machen, mir völlig schleierhaft.


  • Laut dem Kexel ist sein Temperflon ja das geilste überhaupt, der will das sogar auf Nockenwellen machen, mir völlig schleierhaft.


    was ist dir daran schleierhaft ?


    ja meinte pleulschalen und kw-lager-schalen, das temperflon ist doch n super zeug in diesen fälle
    und was haben die speziellen schicht damit zu tun , wenn die erste durch ist dann ist doch auch die lagerschale
    fertig.

  • Für mich hört sich das nach einer Teflonbeschichtung an, und ich kann mir nicht vorstellen daß das an einer Nocke hält.
    Kolben, Gleitager usw. alles ok aber Nocken ???


    Für mich hört sich das an als ob du eine defekte Lagerschale mit dieser Beschichtung sozusagen reparieren willst. Da würd ich dann halt auch diesen Kexel direkt fragen.

  • https://www.kexel.de/beschichtung/


    Ein schon lange gebräuchliches und bewährtes Verfahren. Aber bei Lagerschalen wird dies kaum möglich sein so weit ich weiss.
    Obwohl auf dem Bild von Kexel sind auch Lagerschalen zu sehen. Ein Anruf würde vielleicht Klarheit schaffen?


    Doch, Lagerschalen sind auch aufgeführt.

    Gruss AirfoX
    Zuviel Weihrauch schwärzt den Heiligen. Richard David Precht

    Einmal editiert, zuletzt von AirfoX ()

  • Auf Nocken sind die Flächenpressungen so hoch, dass sogar normale DLC-Schichten abplatzen. (Dafür gibts dann Spezielle, die "elastischer" sind, da werden ein paar Fremdatome in die Diamantschicht mit reingeschossen. Heisst dann z.B. WC:C) Teflonbeschichtungen, also Hartlack mit Gleitwerkstoffen wie er z.B. auch für Kolben benützt wird, halten da erst Recht nicht. Hab Beides schon probiert, also keine Vermutung.
    Für weiche Gleitlagerschalen aus z.B. Alu kann man solche Gleitlacke aber schon verwenden, DLC jedoch nicht.
    Das Foto zeigt meine erste DLC-beschichtete Nocke (16MnCr5, 1,5mm tief auf 60HRC einsatzgehärtet) nach ca.600 Rennkilometern. WC:C hat dann gehalten. Der Untergrund muss auf alle Fälle hart sein, sonst bricht die nur wenige µ dicke Schicht durch.


    Gruß
    Hans

  • So ist das!
    DLC ist eine Bandbreite von Beschichtungswerkstoffen. Dazu gibt es eine VDI Richtlinie, die ich mal gekauft hatte. Man bekommt sie nur gegen Gebühr. Je mehr eingelagerte Wasserstoffatome, desto weicher und zäher wird es (duktiler).


    Hinzu kommen unzählige Beschichtungskombinationen der Spezialhersteller (Balinit etc.):
    https://www.oerlikon.com/ecoma…Components.pdf&download=1


    Wichtig ist immer ein harter Untergrund, sonst ist das DLC wie die Karamelschicht auf einer Creme Brulee, wird leicht geknackt. Nitrieren ist da ziemlich gut.


    Eine anwendungskonforme Beschichtung ohne Beratung ist schwierig. Beratung bekommen aber eher nur gute Kunden. Im Hobbybereich ist das also schwierig.


    Nocken mit Teflon ist vielleicht ganz nett in der Einlaufphase. Die Nocken werden ja nicht umsonst gehärtet um nicht nur die Abrasion, sondern auch die hohen Flächenpressungen auf der Berührungslinie zu tolerieren. Eine Beschichtung muss hier wenigstens die (Oberflächen)Härte des Grundmaterials aufweisen. Das trifft auf Teflon bei weitem nicht zu.
    Lagerschalen haben eine breite flächige Berührung, das ist ganz was anderes.


    VG Erhard

    Don´t ask what you can do for your suspension - ask what your suspension can do for you!

  • DLC geht bei Ventilen nur am Schaft für unten wo es zu heiß wird ungeeignet
    da es die dortigen Temperaturen nicht abkann.


    Ja es gibt zig unterschiedliche Arten von diesem Beschichten (und die wieder mit Unterschiedlichen Namen aber in Grunde das selbe) und Nitrieren etc ... für gefühlt 90% besteht aber keine Möglichkeit
    das zu erhalten für so paar lumpige Moppedteile.


    Bei Lagerschalen dachte ich an Temperflon (PTFE) .... ist das dann Teflonlack ?

  • ein wenig kann ich euch helfen wenn Ihr wollt.
    hab ja jetzt auch etwas mehr Zeit als sonst ;-)
    http://www.btc-chemnitz.de


    Üblicherweise werden hoch beanspruchte Teile vor dem Beschichten Plasmanitriert. Dies ist bei Nockenwellen und co aber normalerweise nicht nötig. Algemein bei "Werkzeugen" die "nur" DLC bekommen.


    Ich hab auch keinen Mindestumsatz ;-)

  • ein wenig kann ich euch helfen wenn Ihr wollt.
    hab ja jetzt auch etwas mehr Zeit als sonst ;-)
    http://www.btc-chemnitz.de


    Das klingt doch mal gut.
    Mit DLC geht da am Ventilsitz nichts das habe ich bereits herausgefunden.
    Mich würde mal Interessieren mit was der Hersteller (wiseco) das Volltitanventil nitriert oder beschichtet hat
    und ob es eine Möglichkeut gibt die blanke Fläche wieder zu schützen & härten mit ner Nitrierung Beschichtung oder was auch immer.




    titanventil

  • Ich weiss keine Details aber die Beschichtung von Titanventilen ist schon was sehr spezielles, das sieht man daran daß das am Anfang Yamaha mit Abstand am besten im Griff hatte während z.B. Hondas und auch die ersten Doppelnocken-Huskys regerecht Ventile gefressen haben.


    @ Jack: Wenn die Ölversorgung stimmt dann ist eine konventionell wärmebehandelte Nockenwelle doch völlig problemlos, warum beschichten ?

  • na um die nockis zu schonen ... noch sind die tip top.
    der motor frißt ja wirklich alles ... da gibts nix was nicht hin ist :S
    nockawella frißt der auch ...
    der komplette motor ist ein einziges verscheißteil - unglaublich.

  • der komplette motor ist ein einziges verscheißteil - unglaublich.

    Tja, nichts ist für die Ewigkeit.


    Im Übrigen hat der Twin hier vollkommen recht,
    wenn der Ventiltrieb sauber konstruiert und die Materialpaarung passt
    dann sind die Nocken kein typisches Verschleißteil.
    Die meisten Kopfschäden, die ich bisher gesehen habe waren ziemlich eindeutig vom wenigen Öl.
    Und selbst da frisst die Well als erstes im Alu der Lagerung.
    Zumindest wenn wir von Moppeds reden nicht älter als 20 Jahre.

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