Hobbyprojekt einarmige Gabel

  • Nicht ganz. Tiefes Eintauchen ist eines, aber es war ein Verspringen an einer Stelle


    OK, ich wollte dein Problem auch nicht kleinreden, nur betonen, dass du schön öfter konstruktive (*LOL) Kritik an der Gabel geäussert hast
    ich find es gut, dass ihr etwas zur Verbesserung unternehmt und ich finde es noch besser, dass es hier veröffentlicht wird


    ich bin mit der Gabel auch schon ein paar mal gefahren und fand sie recht schlecht (mit richtigen Federn)

  • Die Shim-listen teile ich auch gerne.
    Momentan noch unter Vorbehalt. Wuddy hat andere Versionen als ich jetzt und es ist noch in der Entwicklung.
    Mein Fahrversuch fehlt, Wuddys Variante war zuletzt noch nicht da, wo wir es haben wollen.
    Probefahrten sind derzeit aus aktuellem Anlass zumindest bei mir leider zurückgestellt.


    Für das BV wird es 2 shimlisten geben. Eine für das Standard Ventil und eine für den Basevalve-Emulator.


    VG Erhard

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  • Es gibt endlich mal wieder Neuigkeiten. Nachdem mein Moped nun endlich wieder lief, kam ich auch wieder zum Testen. Habe jetzt ein Setting gefunden womit ich sehr zufrieden bin. Weitere Testfahrten müssen natürlich folgen, aber ich war von der Performance sehr positiv überrascht.
    Testbedingungen: Single-Trail Wald, viele Wurzeln, Werksboden, da es endlich bei uns mal ein paar Tropfen geregnet hat. 8°C Aussentemperatur.

    Druckstufe 13 Klicks, Zugstufe 17 Klicks offen. 7.5W Öl. Luftkammer 100mm. Federn 4.6 N/mm, keine extra Vorspannung

    Die Gabel hat wirklich tadellos funktiert. Feinfühlig, sehr präzise, sehr gutes Feedback, super Traktion auch in Kurven mit Wurzeln, keine harten Schläge über Kanten. Balance zwischen Druckstufe und Zugstufe passt, kein Packing, kein Versetzen des Vorderrades. Ich war wirkich überrascht wie gut es funktionierte. Bei den Bedingungen hätte meine CC-Gabel (welche tadellos fürs Enduro funktioniert) nicht besser gearbeitet.


    Bin gespannt wie die nächsten Testfahrten verlaufen..


    Gruß

  • Neuigkeiten auch von mir :-)


    Mein Shim Setup sieht im Restackor Diagramm ähnlich aus, wie das von Wuddy. Ich erreiche das aber ein klein wenig anders, das sollte aber egal sein. Details muss ich mir noch genauer ansehen.
    Also auch Dämpfung nur rechts, Einstellbares Basevalve mit speziellen Ports im Basevalve mit 3x2 Löchern ("Basevalve Emulator") https://www.offroadforen.de/in…7-4-20200131-083419s-jpg/
    Und ein Midvalve ohne float, also Shims sind geklemmt. Öl ist original (4W).
    Federn: 4,2N/mm und 4,8N/mm also effektiv 4,5er Federhärte. Federvorspannung ca 5mm.
    "Super-Senior" Fahrer ca 95kg fahrbereit.


    Als Dämpfer dient eine Neuerwerbung WP mit N10z und Enduroabstimmung von N10z. Feder Standard 48N/mm. vorab: Das N10z Federbein ist richtig gut, baut viel Grip auf und ist unauffällig. Hatte trotz der weichen Feder nie annähernd das Gefühl von fehlenden Reserven, geschweide denn durchschlagen. Respekt!




    Strecke Augsburg, trocken, beginnende Staubbildung.


    Fahrbericht:
    Start mit 8Klicks Zugstufe und 8 Klicks Druckstufe erweist sich als unkomfortabel. Grobe Brocken werden allerdings trotzdem richtig gut geschluckt. Ich wünsch mir allerdings etwas besseres Einfedern in Federwegmitte.
    Ich öffne Druck auf 12klicks und Zug auf 12, 16, 18, Klicks. Ab 18 Klicks wird das Fahrniveau spürbar höher. Es wird immer komfortabler ohne lose zu wirken.
    Am Schluss habe ich beide Klicks völlig offen und die Gabel fahrt sich einfach gut. Immer sehr zielgenau mit schön Grip in den Kurven. 2 mal hab ich fast übertrieben und die Front beginnt einzuklappen, was sich jeweils aber retten lässt.
    So hatte ich das noch nie, dass der Klickbereich nicht genügt, um wieder deutlich schlechtere Fahreigenschaften zu bemerken.


    Am Schluss habe ich dann doch Zug und Druck auf je 20 Klicks und viel Freude, weil man sehr sicher fährt und einfach "draufhalten" kann.
    Es ist aber empfehlenswert, die Arme locker etwas mitarbeiten zu lassen. Die 2T wirkt vorne leicht und stellt dem Einfedern der Gabel wenig Masse entgegen.


    Eventuell stimme ich noch etwas weicher ab, Reserven waren genug heute.


    Also für einen ersten Fahrtag nach Corona nicht schlecht! Muss nun noch Meilen sammeln um vielleicht noch Optimierungen vorzunehmen. Aber im Grunde ist es was ich mir erhofft hatte und völlig ausreichend für meine Zwecke.
    - "einarmige Gabel" - funzt!
    - "Basevalve Emulator" - funzt!
    - floatfreies Midvalve - funzt!


    VG Erhard - der jetzt 3 Tage nix mehr macht, gescheit anstrengend wars! (3h lang fahren - verschnaufen - fahren - verschnaufen - fahren...)

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  • Jetzt noch die ersten verkaufs-kits konfektionieren und los geht's! :)

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  • Nach einer Fahrt lässt sich natürlich kein qualifiziertes Urteil ableiten. Aber für Enduro, wo weniger Dämpfung erforderlich ist im Vergleich zu MX, würde ich sagen ist das Ergebnis nicht schlechter zur klassischen OC. Hätte ich so auch nicht gedacht. Habe immer Bedenken zwecks Verwindungen im Fahrgestell bei einseitiger Dämpfung. Dem scheint aber in der Praxis nicht so relevant zu sein. Auch das Midvalve ohne Float ist eine sehr positive Erfahrung. Weil vom ersten Moment Dämpfung vorhanden ist, was im Bezug zur Zugstufe einen entscheidenden Vorteil bildet. Dadurch kann die Zugstufe im Lowspeed schon relativ straff gestaltet werden, was einem sicheren Fahrgefühl zu gute kommt. Packing wird aber unterbunden, da dieses ja das Druck-/ Zugstufenverhältnis abbildet.

  • Alle Achtung!


    Finde ich sehr interessant.


    Zwei Frage hätte ich noch:


    1. Wie habt ihr die nicht dämpfende Seite ausgelegt? Ohne Kolbenstange oder mit Kolben ohne shims?


    2. Ist es besser, Druck- und Zugdämpfung im gleichen Zylinder zu erzeugen oder sie auf zwei verschiedenen Seite aufzuteilen (wie Marzocchi Magnum)?


    jeanjean


  • zu1:
    Ich habe das Basevalve (Kolben+Shims) komplett weggelassen und oben Cone mit Feder und Halteplatte entfernt. Das Gehäuse vom Cone ist noch dran, als Führung und damit der Holm nicht auseinanderfliegt.
    Für den Druckbolzen vom Einsteller oben hab ich irgendwas gebastelt, damit er nicht lose ist. (Schubstange und Druckbolzen sind noch drin)
    Luftkammer ist Standard.


    zu2:
    Ich glaube das ist egal, es kommt nur darauf an, dass es gut gemacht ist. Beides in einem Holm hat den Vorteil, dass für Setup-Änderungen nur der rechte Holm ausgebaut wird, wo keine Bremse dranhängt. Also minimaler Aufwand.


    VG Erhard

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    2 Mal editiert, zuletzt von erhard ()

  • Jetzt noch die ersten verkaufs-kits konfektionieren und los geht's! :)


    Es sind ausser Basevalve Emulator alles KTM Original Teile und Shims. Für die Basevalve Platte könnte man eine kleine Serie auflegen, wenn Bedarf ist.


    Das Interessante ist, dass bereits der Austausch des rechten Basevalve gegen ein einstellbares mit hartem linearem Shimstack viel bringt. Mein Testfahrer No.2 bedankt sich regelmässig dafür. Die Gabel ist damit für ihn 100% kontrollliert geworden, der Grund-Charakter und Einstellbarkeit links der X-plor bleibt.


    Ein aufstrebender junger wilder Testfahrer No.3 (vorderes Mittelfeld Plätze in der German Hard Enduro Serie) baut auch gerade um (nur Basevalve), mal sehen was da an Feedback kommt.


    Für mich wäre interessant, ob man den Basevalve Emulator benötigt. Laut Restackor kann ein harter Shimstack+einstellbar die gleiche Kennlinie bringen. Der Emulator bringt halt nach meiner Theorie eine verbesserte Funktion in der Praxis, aber das wurde noch nie sauber bewiesen.


    Wer die Bestellnummern und einen Stackvorschlag für ein einstellbares Basevalve will, darf sich gerne melden. Falls wer einen Basevalve Emulator möchte - bitte PN zur Bedarfsabschätzung ich rede dann mit meinem Fertiger, was wir dafür kalkulieren. (Sollte nicht die Welt kosten)


    VG Erhard

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    2 Mal editiert, zuletzt von erhard ()

  • Hätte ich nicht auf OC umgebaut wäre es sicherlich interessant gewesen :)

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  • Neuer Fahrbericht, Strecke Augsburg diesmal schwerer Boden, schweres Motorrad (Schlammansammlung).


    Diesmal ist etwas mehr Zugstufe ganz OK und die Druckstufe ganz offen ist schon etwas schlechter.


    Start: mit je 20 Klicks vom letzten Mal ganz OK


    Zwischendurch: Druckstufe auf 28 und 24 Klicks, aber je schwerer das Mopped wird, desto mehr überschwingt es auf kurzen Bodenwellen. (Man merkt, das Vorderrad wird hochgeschleudert und federt zu weit ein.)


    Ende: 16 Klicks Zugstufe und 20 Klicks Druckstufe sind recht gut.


    Die Fahrwerksreserven erreiche ich während des gesamten Trainings nie. Egal ob weitläufig schnell oder langsam durchs Unterholz, es ist immer sehr sicher. Ich denke für Cross-Country wäre es nun recht ideal.
    Um vor Baumstämmen das Fahrwerk vorzuspannen (Belasten) und dann effektiv mit Entlasten hochzuspringen wird in der Zugstufe vielleicht etwas eingebremst, Druckstufe passt dazu, aber 20 Klicks offen sind eigentlich etwas viel für eine Standardeinstellung.
    Es kann also noch weicher abgestimmt werden z.B. mit 2,5er Öl (um auf weniger Klicks zu kommen) und ein wenig weichere Zugstufe in deren Midspeed (bis 75% eingefedert). Das geht mehr in Richtung X-plor Original Zugstufe. (Würde da mal die "goldene" Mitte versuchen)


    VG Erhard

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  • So,

    bin nun 2 Versionen weiter. Ausgangspunkt ist die erste Auslegung, die das Restackor Manual empfiehlt. Wie beschrieben sehr fahrstabil und sicher, Klicks musste ich weit aufdrehen. Dennoch muss ein Entlasten des Vorderrades recht aktiv erfolgen, weil die Dämpfung viel vom Impuls wegnimmt.


    Erster neuer Versuch war nun die "goldene" Mitte zum X-Plor original.

    Die original X-plor hat nur ungefähr halb (!) so viel Zugstufe wie meine Gabel und bis zu 30% weniger Zugstufe (ich hab das hier schon mal verglichen)


    Ich habe die Zugstufe also reduziert um 1/3 im lowspeed-bereich und um 1/4 mid und highspeed.

    Die Druckstufe wurde um 15%(low) und 10%(high) reduziert.


    Im Ergebnis brauche ich nun wegen der reduzierten Zugstufe in Augsburg deutlich mehr Druckstufe als zuvor. Die nunmehr reduzierte Druckstufe muss fast komplett zugedreht werden, dann fährt es perfekt.

    Also Klicks nicht mehr weit auf, sondern fast zu!


    Um noch etwas Reserven zu haben, wurde die Druckstufe nun wieder etwas verstärkt. (nur Basevalve, Umbaudauer 15min.)


    Ich denke besser wird es nicht.

    Bei einer Testfahrt auf einer anderen Strecke (X-Leo, Gars) zeigte sich, dass ich die harte Einstellung nur in Augsburg brauche. Beim X-Leo kann ich dagegen die Klicks (Druck und Zug) weit öffnen und habe dann immer noch ein sehr sicheres spurstabiles Fahrverhalten. dennoch kann ich gut mit Be- und Entlasten arbeiten, für Baumstämme und dergleichen.

    Ein kurzer Tausch für eine Runde mit einer 2019 Huski300ti mit Standardgabel zeigte wieder genau die relative Unruhe der original X-plor. Der Tauschpartner bestätigte meinem Setup hohe Laufruhe.


    Also - fertig. Ich ändere wohl erst mal nichts mehr. Einsatzbereich für mich komplett abgedeckt.


    VG Erhard

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    6 Mal editiert, zuletzt von erhard ()

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