Steuerkette Verschleiss messen

  • Hallo zusammen,


    Frage an die Motorengurus:


    Wie messe ich den Verschleiss der Steuerkette?
    Ich finde im Manual keine Anleitung. Und Aussagen wie " ... sah noch gut aus..." oder "...wenn den Spanner nicht weiter reinschrauben kannst..." sind mir zu ungenau.


    Weiss jemand Rat?


    Dank + Gruess
    hitch

  • Verschleißprüfung kenn ich über:
    - Biegen der Kette quer zu den Rollen (bei erheblich mehr Krümmung als beim Neuteil -> Längenmessung)
    - Längenmessung entweder mit Messschieber oder Lehre (ab 2% Längung besser austauschen)


    Herstellerangaben zu Spannerendstellungen können auch stimmen und ein Hinweis auf deutliche Längung sein.


    Die Kette unten ist neu, die Kette oben hat noch keine 1% Längung.

  • aha, kenn ich so nur von grün (Steuerkette klemmt, extrem minderwertige Qualität)

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    Kontrolle ist eine Illusion, man hat genau solange die Kontrolle, bis man sie verliert !


    David Bailey wrote: If you don't have a Honda ... well, you don't have a Honda! :teufelgri


    Wer später bremst, fährt länger schnell !
    Hubraum statt Wohnraum und PS statt Ventile

  • ein kollege hat +400bh auf seiner husaberg 350 2013 und bis auf den üblichen service noch nichts dran gemacht. never change a running system.
    so ne yz250f im renneinsatz ist da wohl ne andere geschichte

  • es gibt schon Fahrstile (BamBam Barcia z.B.) die mächtig auf die Steuerkette gehen. Dennoch sind 6h ein miserabler Wert (und die 25 bei grün ebenfalls)

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  • Zumindest bei jedem Ventilspiel prüfen (alle 3 Ölwechsel,also 9 std) überprüfen,gilt NUR für Japaner,bei KTM/HVA sind sie eigentlich problemlos,kosten allerdings auch knapp das doppelte einer YZf,KXf usw Kette

  • Jetzt übertreibts aber schon.. :D
    Alle 6h die steuerkette erneuern.. Da fahr ich ja meine luftfilter länger.


    Im ernst: einer steuerkette ist es ziemlich egal ob sie nahe am begrenzer unter vollast läuft, oder über leerlauf tuckert. Die muss nur die kraft der ventilfedern aufnehmen.
    Meine fängt jetz bei 230h schön langsam an bissl zu rasseln.
    Beim nächsten kolbentausch bei 300h werd ich die wohl mal mitwechseln.

  • einen funktionierenden Spanner vorausgesetzt, sollte die Belastung der Steuerkette bei höheren Drehzahlen sogar gleichförmiger und weniger stoßbelastend und verschleißfördernd sein.


    Ich kenne keinen Japaner bei dem solche kurzen Wechselintervalle der Steuerkette vorgeschrieben oder nötig sind. Wenn eine Motorüberarbeitung mit neuer Garnitur ansteht kann man mal nachmessen, zu sehr gelängt sind sie dann aber meist immer noch nicht.

  • einen funktionierenden Spanner vorausgesetzt, sollte die Belastung der Steuerkette bei höheren Drehzahlen sogar gleichförmiger und weniger stoßbelastend und verschleißfördernd sein.


    Mit steigender Drehzahl,
    müssen aber die Ventile (Ventilfeder, Federteller, Tassenstößel, Kipp-/Schlepphebel etc.),
    schneller geöffnet / stärker beschleunigt werden.
    Somit steigt die Belastung der Steuerkette mit steigender Drehzahl.

  • hallo
    auch ich kenne keinen Japaner mit Steuerkettenprobleme.Würde eher sagen bei den anderen Marken gibt's die Probleme.Fahre seit 16 Jahren 4-takt "Japaner"und habe noch nie mit einer Kette Probleme gehabt.Allerdings nur auf "Standgas.
    L.G. Heinz

  • Mit steigender Drehzahl,
    müssen aber die Ventile (Ventilfeder, Federteller, Tassenstößel, Kipp-/Schlepphebel etc.),
    schneller geöffnet / stärker beschleunigt werden.
    Somit steigt die Belastung der Steuerkette mit steigender Drehzahl.


    sicher, die Belastung wird mit steigender Drehzahl aber auch gleichförmiger, was sich positiv auf die Haltbarkeit auswirkt.
    Beispiel Sekundärkette an einem leidlich hochverdichteten Einzylinder: je niedriger die Drehzahl unter Last desto mehr neigt die Kette im Zugtrum zum Peitschen. Im letzten Gang bei 3000 U/min unter Volllast ziemlich extrem, bei 6000 U/min kaum mehr. Diese zusätzlichen Lastspitzen meine ich.

  • ja - NEIN


    Die im Einzylinder-Beispiel vorkommende(n) Masse(n) (Getriebe, Kette, Hinterrad, gesammtes Motorrad)
    ist(sind) in einer "gleichförmigen" Bewegung in eine Richtung,
    und haben jeweils für sich gesehen eine relativ hohe Masse.


    Während die Ventile ihren Bewegungszustand ständig ändern
    (oszillierende Masse)
    und das mit steigender Drehzahl immer schneller.


    Wofür dann auch immer größere, ständig wechselnde, Kräfte erforderlich werden.


    Um dies auszugleichen müsste auf der Nockenwelle eine Schwungmasse verbaut werden.
    Eine kleine Einzylinder Nockenwelle ist dafür zu leicht.


    Bei einem Reihen 6-, 8-,..... Zylinder sieht das schon günstiger aus,
    (auch wegen der gleichmäßiger auftretenden Ventil Öffnungs-& Schließ-Vorgänge)
    dürfte aber, nach meiner Einschätzung, noch immer nicht ausgeglichen sein.

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