Meisterpflicht Kleingewerbe?

  • Hallo,


    ich mache schon länger meine Gabeln/Dämpfer etc selber, habe auch das Werkzeug dazu.
    ich habe mir überlegt ob ich eventuell ein Kleingewerbe anmelde, um das halbwegs legal für ein paar Vereinsmitglieder zu machen.
    Ich habe aber starke bedenken das man das nur mit Gesellenbrief+Meisterbrief machen kann, weiß hierzu jemand mehr?
    Manche Fahrwerker haben ja in ihren AGBs stehen das das ganze "nicht für den öffentlichen Verkehr" gedacht ist und keine Garantie blablabla gegeben wird.
    Könnte man das eventuell über so eine Klausel regeln?
    Das ganze wäre wie gesagt nur etwas Service hier und da, kein großes Tuning etc, und auch nur für Fahrwerke wo ich definitiv erfahrung habe und auch das Werkzeug.


    Grüße
    Moritz

  • Ist eine Frage wie Du das Kind nennst.
    Ganz 100% offiziell wird Dir die Handwerkskammer das als KFZ- oder Zweiradrepararturbetrieb auslegen.
    Mit er Folge des Meisterzwangs, bzw. Altgesellenregelung.
    Wenn Du es als reinen "Rennservice" oder so betitelst, könnte es sein, dass die Handwerkskammer keine Fragen stellt.
    Am einfachsten ist immer ein "Handel" z.B. mit Öl und Verschleissteilen und angeschlossenen kleinen Wartungsarbeiten.
    Dann bist Du bei der IHK und die Handwerkskammer kann Dir schnuppe sein.
    Mein Radhändler ist z.B. Krankenpfleger.


    Die AGBs können sich die Leute im Zweifelsfall in die Haare schmieren. Wenn man zu viel zu Ungunsten des Kunden ausschließt sind sie unwirksam.
    Wer keine Garantie geben will soll sie einfach nicht erwähnen.
    Denn die GEWÄHRLEISTUNG kann man ohnehin nicht ausschließen. Sie gilt für alles inkl. einem Reissnagel ;-)

  • halbwegs legal klingt so wie etwas schwanger. die handwerkskammer gibt dir sicherlich gerne auskunft, was in deinem fall u.U. möglich ist.


    nach meiner erfahrung kontrolliert die handwerkskammer das auch nicht weiter. vorsicht ist eher geboten vor verärgerten kunden und mitbewerbern. das ist leider so und hat schon so manch einen böse erwischt. zu viel blablabla in den AGBs kann zu teuren abmahnungen führen. das ist leider z.Zt. noch so.


    kennst du vielleicht einen händler, mit dem du zusammen arbeiten könntest? so als subunternehmer, oder wie auch immer.

  • Es gibt da auch soeine Regelung mit 3 Jahren in führender Position eines Betriebs. Das heisst, wenn du als Geselle 3 Jahre die Arbeiten eines Meisters übernimmst und dir das vom Betrieb bestätigt wird, dann kannst du eine Ausnahmegenehnigung bekommen ohne Meister. Das gleiche wäre es, wenn du ein Gewerbe eröffnest und einen Meister einstellst für die Zeit. Die wollen in erster Linie wissen ob du der Aufgabe auch gewachsen bist. Gleiches gilt für Betriebsübernahmen zwecks Erhalt des Betriebs, da gibt es Ausnahmeregelungen.


    Naja, im Kleingewerbe kommt das aber wohl eher nicht in Frage.


    Wenn du dich auf eine Nische spezialisierst ist das auch noch mal etwas anderes. Gegebenenfalls solltest du ein paar Kurse mitmachen, die speziell in dem Bereich fortbilden. Es geht da letztendlich nur darum, deine Qualifikation nachzuweisen.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!