KTM 2020, was hört man so?

  • Bei der saugrohreinspritzung oder äußeren gemischbildung muss man sich dass ganze wie eine pulsierende gassäule vor dem einlassventil vorstellen.
    Je höher die drehzahl desto mehr muss eingespritzt werden um in der gassäule die richtige luft-kraftstoff zusammensetzung zu haben, welche dann in den brennraum tritt wenn dass einlassventil aufgeht.
    Deshalb ist es bei dieser art gemischbildung nicht so wichtig wann eingespritzt wird.


    Edit: für die wortklauber: ersetze einlassventil mit dem wort kurbelwelle beim 2t.


  • Glaube kaum, dass man Drehzahlen erreicht, wo die Düsen daueroffen sein müssen. Was wäre darüber? Da würde dann auch daueroffen zu wenig sein.


    Weiters wäre es nach meiner Meinung beim Saugrohr 4T grober Unfug im Verbrennungsstakt, wo keine Ansaugung im Saugrohr ist einzuspritzen. Damit bespritzte man nur die Brennraumwand, von wo der Sprit nach und nach wieder verdunsten müsste.
    Gibt es für sowas irgendwo einen Beleg? Bzw. woher kommt die Info am 4T in welchem Takt man ist? Sensor an der Nockenwelle? Einmal einlernen?


    Bei Direkteinspritzer würde man ins verbrannte Gemisch= ins Abgas spritzen - komplett unsinnig.


    VG Erhard

  • Wenn man beim 4t bei der Saugrohreinspritzung im Verbrennungstakt einpritzt bespritzt du aber nicht den Brennraum erhard ;)
    Damit wird der Einlasskanal oder das Ventil bespritzt, was oft dazu benutzt wird um selbiges zu kühlen. Weiters wird der Sprit aufgrund längerer zeit im Saugrohr besser verwirbelt.
    Auch wenn im Verbrennungstakt dass Ventil zu ist, drückt die Luftsäule noch nach. Wie gesagt, sollte man wie eine pulsierende Gassäule betrachten.


    Es ist motorabhängig ob nur ein OT Sensor verbaut ist, oder ein NW Sensor. Bei letzteren weiß der motor wann ''Zünd OT '' ist. Bei ersteren nicht.

  • Glaube kaum, dass man Drehzahlen erreicht, wo die Düsen daueroffen sein müssen. Was wäre darüber? Da würde dann auch daueroffen zu wenig sein.


    Dann braucht es eine größere Einspritzdüse.


    Irgendwann auch stärkere Benzinpumpe und dickere Leitungen (nicht so selten beim Tuning aufgeladener Motoren mit hohen Leistungssprüngen).

  • Das stimmt so nicht. Auch bei Ersterem "weiß" die Elektronik wann Zünd OT bzw. der Zündzeitpunkt ist.


    Naaa Doc - tust du gerade Wortklauben?


    mit nur KW Sensor ist doch zumindest unklar, ob gerade ein Verbrennungstakt ist (=Zünd OT, wenn man so will), oder ein Auslasstakt (OT, vielleicht sogar mit Zündfunken, aber ohne Zündung von was Zündfähigem).


    Fragen über Fragen!
    Wenn die Motorsteuerung einmal lernt, welcher OT gerade ist, genügt es. Von da an einfach jedes 2.Mal anhand KW-Signal einspritzen.
    Man könnte das rauskriegen am Motorstart. Raten: zu50% startet der Motor. Falls nicht falsch geraten und 1xändern ;-)
    Kann der Motor sogar selber rauskriegen über den Strom-/Spannungs-verlauf an der Zündkerze. Der ändert sich bereits unter Kompression (höhere Zündspannung nötig), aber auch durch die Verbrennung mit einer Ionisierungsmessung. Würde mich allerdings wundern, wenn unsere Bauernmotoren das drauf hätten ;-)

  • Jetzt hört doch mit den raketenwissenschaften und verschiedenen spannungsverläufen bei zündung auf :D


    Wenn der motor nicht weiß wann der zünd ot ist, feuert der einfach einmal ins leere. Macht doch nix.
    Ältere pkw motoren und manche mopedmotoren machen das.

  • Jetzt hört doch mit den raketenwissenschaften und verschiedenen spannungsverläufen bei zündung auf :D


    Wenn der motor nicht weiß wann der zünd ot ist, feuert der einfach einmal ins leere. Macht doch nix.
    Ältere pkw motoren und manche mopedmotoren machen das.


    Es geht um die Einschibiritzung!

  • Das es keine Direkteinspritzung ist, ist das auch nebensächlich.


    Anderes Thema: 250F:
    Gestern lies mich @DanyMC mit seiner FE250 in Porec fahren:
    Das Gerät geht erstaunlich vorwärts. Selbst bei dem offeren Gelände konnte ich nur kurz die komplette Leistung nutzen. Mir war es recht schnell zu schnell. Bei der längsten Geraden, glaub einer Pipeline entlang, etwas untertouriger im 6. Gang durchziehen lassen. Selbst das ist ganz OK.
    Tieferboden, lange Hänge mal ausgenommen (hatten wir nicht), ist die Leistung mehr als ausreichend. Vorher, als Dany etwas flotter voraus fuhr, musste ich mit meiner 250er 2T ebenfalls die Gänge schön ausnutzen und öfters mal in die Kupplung.


    Da die 250F nicht so anreißt bei mittleren Drehzahlen, ist fährt man eher einen Gang tiefer, so dass man eher den richten Gang für den Kupplungseinsatz eingelegt hat. + die hohen Drehzahlreseven find ich gar nicht, dass man viel häufiger schaltet muss.
    Hatte recht schnell den Dreh raus, welcher Gang passend ist.


    Mit der 350er bin ich nie richtig warm geworden. Entweder einen Gang tiefer mit mehr Drehzahl gefahren, dann war sie mir in engen Ecken schon wieder zu stark und ruppig. Einen Gang höher, mit weniger Drehzahl ist die Karre leicht ausgeploppt (gestern meinte Jemand, die 2017er sei, entgegen den Pressemeldungen generell gerne ausgeploppt, die 2020er 350er soll dagegen kaum noch ausploppen).
    Das sollte bei der 250er kein Thema sein, da man sowieso nicht so untertourig fahren muss.
    Taugt mir sehr gut. Wird wahrscheinlich mein nächstes Moped werden.

  • Es geht um die Einschibiritzung!


    ich habe jetzt die Teilekataloge gewälzt, finde aber keinen (ausgewiesenen) 4-Takt-Arbeits-OT Geber (den KW Geber gibt es nur mit dem Stator zusammen X/ )


    ich könnte jetzt noch an den Haaren herbeiziehen, dass der KW-Geber die Ausgleichswelle "sehen" kann, bzw, dass in dem Gehäuse der KW-Geber und der NockenwellenAGW-Geber zusammen drin sind.


    geändert:
    *OT Geber = 4-Takt-Arbeits-OT Geber, nicht als Bauteil, sondern als logische Einheit

  • Woher?


    Vom OT Sensor :rolleyes:


    Naaa Doc - tust du gerade Wortklauben?


    Keineswegs. Du sagtest doch, dass du gerne schaust ob die Herrschaften aufpassen :D



    mit nur KW Sensor ist doch zumindest unklar, ob gerade ein Verbrennungstakt ist (=Zünd OT, wenn man so will), oder ein Auslasstakt (OT, vielleicht sogar mit Zündfunken, aber ohne Zündung von was Zündfähigem).


    Das ist möglicherweise dir unklar oder mir, dem Steuergerät nicht. Das weiß nämlich genau wann der erste Zylinder (bei Mehrzylindern) in OT ist und das reicht für die gesamte Zündfolge und sogar für die Einspritzung. Sonst würden z.B. ältere Motoren mit nur einem OT Sensor und ohne NW-Sensor ja nicht funktionieren können. Wer's nicht glaubt, einfach mal Google befragen zur Funktion von OT-Sensor auch KW-Sensor genannt.

  • In der von Dir zitierten Zeile schreibt Jacky:

    Es ist motorabhängig ob nur ein OT Sensor verbaut ist, oder ein NW Sensor. Bei letzteren weiß der motor wann ''Zünd OT '' ist.


    Aus dem Kontext ist doch eindeutig, dass damit nicht der Zeitpunkt des OT gemeint ist, sondern wann beim 4T im Arbeitstakt der OT erreicht wird.


    Warum sollten die alten PKW Motoren, nur mit KW Sensor, nicht auch ins Leere zünden, beim Auslass-Takt? Wurde hier doch auch schon angesprochen.

  • Tja, ich weis es eben nicht und habe keine Lust, mir die Infos zu verschaffen. Meine 4T Eintöpfe mit Einspritzung funktionierten ja alle.
    Es besteht also in der Frage kein Leidensdruck.
    Eine Einspritzung in den falschen Takt mit gleicher Menge erscheint mir weiterhin höchst unplausibel. Schwingende Luftsäule hin oder her, das ist nichts weiter als eine kleine Druckschwingung mit vergleichsweise sehr wenig Massentransport. Noch dazu passt das nur in einem kleinen Drehzahlfenster in die Resonanz und dürfte meistens gar nicht stimmen. Da bräuchte es variable Ansaugrohrlänge usw..


    VG Erhard

  • In der von Dir zitierten Zeile schreibt Jacky:


    Aus dem Kontext ist doch eindeutig, dass damit nicht der Zeitpunkt des OT gemeint ist, sondern wann beim 4T im Arbeitstakt der OT erreicht wird.


    Warum sollten die alten PKW Motoren, nur mit KW Sensor, nicht auch ins Leere zünden, beim Auslass-Takt? Wurde hier doch auch schon angesprochen.


    Die "alten" PKW Motoren hatten den Arbeitstakt-OT Geber als Verteiler, das Ding mit der braunen oder schwarzen Kappe, da war drunter statt dem Unterbrecher ein Hallgeber verbaut, später war dann der Hallgeber an der Nockenwelle verbaut, danach sind die Induktionsgeber gekommen, die gleichen Teile die auch an der Kurbelwelle verbaut sind. Bei den 4-Takt Automotoren wird nur einmal pro Arbeitstakt gezündet. Immer schon.

  • Eine Einspritzung in den falschen Takt mit gleicher Menge erscheint mir weiterhin höchst unplausibel


    Das hat ja keiner behauptet und wie schon geschrieben: Das ist keine DI.
    Bei einer Saugrohreinspritzung reicht es, Menge X innerhalb zwei KW-Umdrehungen einzuspritzen. Ob bißerl früher oder später ist relativ egal.

  • Mir ist durchaus bewusst, dass es sich um Saugrohreinspritzung handelt. Und 1 Zylinder bitteschön. Hier ist ein Enduroforum da gibts auch keinen 4Takt DI.
    Daher kann ich persönlich mir nicht vorstellen, dass "irgendwann" eingespritzt wird. Selbst ein Vergaser "spritzt" vom Luftstrom getaktet ein.
    Lasse mich aber durch eine Quelle der Fachliteratur gerne bekehren.


    VG Erhard

  • In der von Dir zitierten Zeile schreibt Jacky:


    Aus dem Kontext ist doch eindeutig, dass damit nicht der Zeitpunkt des OT gemeint ist, sondern wann beim 4T im Arbeitstakt der OT erreicht wird.


    Warum sollten die alten PKW Motoren, nur mit KW Sensor, nicht auch ins Leere zünden, beim Auslass-Takt? Wurde hier doch auch schon angesprochen.


    Mir ging es in erster Linie darum, dass die Behauptung von Jacky technisch nicht richtig ist. Es ging nicht darum ob sinnlos einfach ein zweites Mal reingezündet wird - was übrigens auch nicht stimmt, denn es wird nur einmal pro Arbeitstakt gezündet - sondern es ging darum, dass er sagte ein Motor mit nur OT-Sensor wüsste nicht wann Zünd-OT ist.
    Daher: der Motor weiß auch dann genau wann Zünd-OT ist wenn kein NW Sensor verbaut ist.

  • Mehrere Jahrzehnte haben Einspritzanlagen sogar kontinuierlich also immer eingespritzt.
    Daher z.B. Bosch "K"-Jetronic - auch wenn das "tronic" nicht ganz richtig ist - so arg vie Elektrinik war da nicht.
    Erst mit der "KE" konnten sie einen Katalysator bedienen, sprich die Spritmenge immer bei Lambda=1 halten.
    Aber auch andere Bauarten, die intermittierend einspritzten "wussten" nicht, wann der Verbrennungs-OT ist.


    Dieses "Wissen" muss schlicht ermittelt werden, das kostet Geld und es kann kaputtgehen.
    Beim Auto hat heute jeder Benziner einen Nockenwellensensor, andere Sensoren sind mir nicht bekannt.

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