Frag mich langsam ob bei GasGas nicht irgendwas im Busch ist...

  • Man sollte dann fairerweise aber mal noch die Verkaufszahlen anschauen und in Relation zur Händlerdichte setzen.


    Davon abgesehen kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass beim Verkauf ner GS1250 im Regelfall nur 500-800,- beim Händler hängen bleiben.


    Ob du es dir vorstellen kannst oder nicht, sein tut es trotzdem so. Hier und da ist mal ein Ausreißer nach oben, aber die Regel eben nicht. Die Läden leben eigentlich von der Vertragswerkstatt, der Mopedverkauf ist halt nötig um die Kunden in die Werkstatt zu bekommen.
    Speziell seit es die Gewährleistungsverlängerung auf bis zu 5 Jahre gibt (und BMW ersetzt wirklich unglaubliche Sachen auch nach 4,5 Jahren) steht und fällt so ein Laden mit der Werkstatt.

  • Bei uns hat sich gezeigt, das auch die Kunden gerne mit wechseln. Im Trialbereich wird man das sogar ganz extrem merken. Wenn die Händler keine Pierer-GASGAS mehr verkaufen wollen, dann kauft der Kunde dort eben TRS, Sherco oder Beta.


    Wenn ich mit meinem Händler zufrieden bin dann wechsle ich auch die Marke mit dem Händler! Schlechte Motorräder gibt es sowieso keine mehr und wenn es einmal Probleme gibt dann ich mir ein Händler, der mir schnell und unbürokratisch hilft lieber wie diese Kundenverarscher aus Mattighofen.

  • Blödsinn, den kleinen Offroadmarkt mit BMW zu vergleichen. Das KTM sich zu höherem berufen fühlt, ist uns allen ja klar.Fakt: Als reiner Offroad-Händler ist es einfach kaufmännisch klüger, nicht mit einem Unternehmen vom Pierer zu arbeiten. Da hat man bessere Chancen auf betrieblichen Erfolg mit Marken wie Sherco oder Beta... oder bald dann Rieju.



    Na die heulerei grenzt jetzt dann schon an Neid. Kann es wirklich sein, dass all die KTM und Husky Händler nicht rechnen können und seit Jahren drauf zahlen? Sicher wird es so sein! Oh Gott oh Gott. Man dann Verkauf doch Fahrräder oder Roller und höre mit dem blöden gequatsche auf.

  • ...........
    aber ganz ehrlich 80k sind jetzt nicht wirklich viel - finde ich zumindestens - da müssen andere mal schnell 160k 500k, 800k Oder mehr investieren um starten zu können.........


    Mag sein aber ich gebe auch zu Bedenken daß du dafür praktisch die "Drittmarke" eines Konzern kriegst und daß es das zu 95% gleiche Motorrad nochmal in Orange und Weiss gibt.

  • Vielleicht braucht auch so mancher Händler einen Gewissen Druck vom Hersteller, um nicht zu verspielt an das Thema ran zu gehen.
    Manch einer denkt sich "Ich mache mich mal selbständig und verkaufe mal so ein bisschen was".
    Wenn man aber als Händler erfolgreich sein will, dann muss man da halt Professionell ran gehen.


    Aber ich verstehe es schon das es für einen reinen Offroad Händler wenig Sinn macht sich Motorräder vom KTM Konzern hinzustellen. Die Verkaufs Zahlen nur mit Crossern und Enduros hinzubekommen ist sicherlich nicht leicht.

  • Als KTM damals noch rein im Offroadmarkt unterwgs war. was die Lage genauso wie es sich heute mit den Offroadhändlern der kleinen Marken verhält.
    Keine Vorgaben. keine Glaspaläste.
    KTM Hat sich mit der Lancierung der Strassenmotorräder weiterentwickelt und richtig Stückzahlen gemacht.
    Und jetzt glaubt der Herr Pierer, dass das bei den keinen Gas Gas Händlern auch so weitergeht.
    Kennt einer von euch einen ehemaligen Gas Gas Händler, der jetzt mit Pierer Gas gas weitermacht?
    Ich nicht!


  • Also bei nem mittleren BMW Motorrad Händler stehen 1,5 Mio€ an Neufahrzeugen, etwa 800.000€ Gebrauchtfahrzeuge, 50000 € Gewand/Zubehör und etwa 30000€ Ersatzteile für die Werkstatt.


    Und die Münchner machen GANZ anders Druck als die Mattighofener, da ist der, auf den Händler ausgeübte Druck von KTM/Husky ne Farce dazu. Und mehr bleibt dem Händler im Schnitt bei ner 1250er GS auch nicht als bei ner 350er EXC-F.


    Nur um mal so bisschen Licht ins KTM Bashing zu bringen


    Sorry alter Freund, aber das ist so leider nicht richtig. Mag sein das du bei HQV gearbeitet hast aber dann war es eine kleine Firma oder man hat dir nicht wirklich gesagt was Sache ist. Mein guter Freund Fred war 25 Jahre lang der größte Händler Österreichs, und ich glaube nicht das irgendwer hier in der Zwergenrepublik and die 6500 Stück verkauften Motorräder (Standort Wien und Stadtgrenze Wien) heran kommt.
    Und ich glaube nicht, dass der mir was verschwiegen hat, dazu waren wir einfach viel zu gut miteinander. mag sein, dass BMW besonder bescheuert ist, aber er hat auch Honda verkauft. Und Honda, das weiß jeder ist bei den Vorgaben enorm streng. Gegen KTM sagte mein guter Händlerfreund sind sie aber in Summe alle Gegebenheiten bestenfalls Lehrlinge.
    Niemand, und das schwört er, ist eine härtere und forderndere Nuß als KTM (jetzt Pierer Mobility). Und der ist mit dem Pierer seit 15 Jahren per du. Dem glaube ich einfach mehr als dir und jedem anderen. Keiner hat mehr KTM's verkauft, jedenfalls nicht in Österreich. Und ich weiß auch wie ein anderer KTM Händler (den ich auch sehr gut kenne, Freund seit Jahren) über KTM denkt und sagt, besonders zu den Zahlungszielen und zwangsbeglückenden Stückzahlen. Kann ich hier aber nicht schreiben weil das würde ihm nicht gut tun. gerne wenn wir das nächste mal zamm auf a Pizzn gehen.
    Und du kennst wahrscheinlich den Hanson vom SM fahren, der jetzt einen neuen, noch moderneren, größeren KTM Laden hat. Frag den mal.


    So viel zum KTM bashing.


    en.
    Davon abgesehen kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass beim Verkauf ner GS1250 im Regelfall nur 500-800,- beim Händler hängen bleiben.


    Ich glaube dir, dass das schwer vorstellbar ist. Aber du irrst dich leider. Weil es nämlich so ist. Und bei anderen Premiummarken wie Ducati ist es ganz genauso.
    Ich durfte einmal in die Finanzen eines Vespa-Händlers schauen nachdem ich gesagt habe er soll sich nicht anscheißen wenn er einem guten Kunden (mir) mal 200 Euro mehr nachlässt als den anderen. Hatte damals geschätzt was er bei so einer 300er um ca. 6k Neupreis verdient. Ich dachte 250.- müssen da drinnen sein. Ha, weit gefehlt zwischen 80 und 120 Euro. Lass das mal sickern.

  • Vielleicht braucht auch so mancher Händler einen Gewissen Druck vom Hersteller, um nicht zu verspielt an das Thema ran zu gehen.
    Manch einer denkt sich "Ich mache mich mal selbständig und verkaufe mal so ein bisschen was".


    Bzw, KTM will einen gewissen Mindeststandard für seine Vertragshändler und somit erste Kundenanlaufstelle haben.


    Dany hat es schon erleben müssen, wenn der meint, er spart beim Werkzeug, bzw. dem aktuellen Programmer und dem Kunden (in diesem Fall Dany) ein notwendiges Update nicht aufspielen will/kann, damit die Karre vernünftig anspringt.


    Wem diese Hürde zu groß ist, ist halt nicht als GG Händler geeignet.


    Btw: Selbst bei den etwas besseren Fahrradmarken muss man wesentlich größere VorOrders abgeben wenn man die Marke überhaupt und mit vernünftigen Konditionen bekommen möchte.

  • Sachen gibt's... hätte ich nicht für möglich gehalten.
    Ich weiß ja z.B. was ich für meine Guzzi bezahlt hab und was andere für Ihre Guzzi bezahlt haben, da scheinen die Mopeds aus Mandello echte Margenwunder zu sein.


    Nichtsdestotrotz hinkt der Vergleich zu BMW dennoch aufgund der Verkaufszahlen in Relation zur Händlerdichte.



  • Was genau meinst du wo ich mich irre? Kann ich ned rauslesen.


    Doch, hatte Einblick in alle Kosten, da ich unter anderem auch für die Einrichtung und Aufbau/Umbau vom Shop verantwortlich war und alle Rechnungen kontrollieren musste bevor sie zur Buchhaltung gingen.



    Wie gesagt, WIR sind mit Husky deutlich einfacher zurechtgekommen als mit BMW.


    Husky war ein freundliches Gespräch wo man auch so manches mal mehr als beide Augen zugezwickt hat, bei BMW wars so: Vorgabe einhalten oder kein Bonus und Verlust des Händlervertrages bei 3. Ermahnung.


    Die Verkaufsvorgaben waren, bis auf das eine oder andere Bike auch ok. Nicht einfach, aber ok.


    Nur ums klar zu stellen: Es ist mir herzlich egal ob hier im Forum jemand Händler für Mattighofen wird/bleibt oder nicht.
    Ich bekomm ja auch nix dafür wenn ich sie hier gut oder schlecht rede. Kann nur wiedergeben wie es damals war. Und damals ist sooo lange nicht her ;-)

  • Ein entscheidender Faktor ist, dass wohl viele Offroad Händler Ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. Die haben Herzblut aber vielleicht weniger kaufmännisches Verständnis und auch gar nicht das Interesse an dem Wachstum bzw die Umsatzziele des Konzerns mitzugehen (und ja, bringen vielleicht auch nicht die Eigenmittel mit, die man dafür benötigt)
    BMW Händler sind doch alle min. in 3-4. Generation und geführt von Kaufleuten, die vielleicht selber noch nie Motorrad gefahren sind. Ebenso einige größere KTM Händler / Niederlassungen (zB KTM Frankfurt ;-) )


  • Was genau meinst du wo ich mich irre? Kann ich ned rauslesen.


    Nicht du, hufo war gemeint betreffend der Gewinnmargen von BMW.





    Wie gesagt, zu BMW kann ich nichts sagen und auch zu HQV nicht. Ich kann mir aber nur schwer vorstellen, dass es in den Verträgen zwischen HQV und KTM Unterschiede gibt aber das kann ich nach C19 leicht herausfinden, bin wie gesagt mit mehreren KTM Händlern seit Jahren befreundet und einer hat auch HQV. Wie der vertragliche Verkaufsdruck und die Zahlungsziele bei kleinen Händlern aussehen und ob es da Unterschiede zw HQV/KTM gibt weiß ich nicht. Wie es bei einem der größten KTM Händler ausgesehen hat weiß ich aber wohl. Und das ist nicht so ganz ohne. Wie die Reklamationen und Garantieabwicklung laufen dürfte auch bekannt sein und Boni und Stützungen sind auch nicht selten mit Druck verknüpft gewesen. Ist aber auch klar, dass zu deiner Zeit der Verkauf weniger gut lief als im Jahrzehnt zuvor, wo man bei KTM alles andere als "nett" war.


    Mir ist es im Prinzip auch wurscht, ich bin geschäftlich mit keiner Marke verknüpft. Es geht auch nicht wirklich um KTM sondern um GasGas, was ja leider auch wieder KTM ist :whistling: Und wenn ihr die Bedingungen die KTM stellt für gut befindet ist das zwar OK, aber ich vertraue eher darauf was bisherige, langjährige GasGas Händler, Tim Taylor ist ja nur einer von mehreren, sagen. Und da ist der Ton bei denen die ich kenne der gleiche ;-)

  • Boni und Stützungen sind auch nicht selten mit Druck verknüpft gewesen


    Das ist in jeder Branche üblich: Zusätzliche Rabatte, Boni. Ob vorab als Rabatt oder nachträglich als Vergütung bei erreichen bestimmter Ziele.
    Einerseits macht es kaufmännisch Sinn, die Rabatte nach der Abnahmemenge zu staffeln, da die Kosten, pro Artikel beim größeren Kunden geringer sind.
    Dann soll es natürlich ein Motivator sein.
    Zu guter Letzt zieht ein größerer Händler die Konditionsverhandlungen härter an, holt sich noch paar % Punkte raus, welche es nur im Gegenzug zu bestimmten Umsatzzielen gibt.
    D.h. oft geht auch der Händler für bessere Konditionen eine höhere Umsatzverpflichtung ein.


  • Das ist in jeder Branche üblich: Zusätzliche Rabatte, Boni. Ob vorab als Rabatt oder nachträglich als Vergütung bei erreichen bestimmter Ziele.
    Einerseits macht es kaufmännisch Sinn, die Rabatte nach der Abnahmemenge zu staffeln, da die Kosten, pro Artikel beim größeren Kunden geringer sind.
    Dann soll es natürlich ein Motivator sein.
    Zu guter Letzt zieht ein größerer Händler die Konditionsverhandlungen härter an, holt sich noch paar % Punkte raus, welche es nur im Gegenzug zu bestimmten Umsatzzielen gibt.
    D.h. oft geht auch der Händler für bessere Konditionen eine höhere Umsatzverpflichtung ein.


    Ich weiß nicht warum du es erwähnst, aber das wusste ich vorher auch schon ;-)

  • Hab ich grad mal die letzten Seiten drübergelesen. Vom Kaufmännischen hab ich wenig Ahnung, aber mir scheint schon, so eine kleine Mopedmarke zu vertreiben verlangt viel Enthusiasmus. Wenns stimmt, dass da pro Moped nur ein dreistelliger €uronenbetrag beim Verkauf hängen bleibt, wird der doch schon von der Ladenmiete für den Stellplatz des einen Mopeds aufgefressen. Das bedeutet, dass die Servicearbeiten nicht nur den kompletten Laden ernähren müssen, sondern auch noch den Verkauf teilweise querfinanzieren. Wenn ich dann grad in dieser Sparte sehe, dass sicher viele Kunden gerade mal die Garantie-relevanten Sachen machen lassen und bei dem Rest das Selberschrauben quasi zum Hobby gehört, herzlichen Glückwunsch. Wer ist denn so verrückt und macht das noch???


    Muß man die Mopeds, die man verkaufen will, selber vorher bezahlen oder bekommt man die quasi in Kommission?


    Als reiner Dienstleister sind mir ein paar Größenordnungen ja nicht ganz fremd, die sicher ähnlich sind. Ladenmiete, Personal, Sozialleistungen, Telefon, Arbeitsmittel, Versicherungen, Strom, Heizung undundund sind bei jedem Selbständigen erst mal zu bezahlen, bevor man sich selbst ein Brötchen kauft. Wie muss ich mir einen kleinen Offroadhändler vorstellen? Verkauft vielleicht 20-30 Mopeds pro Jahr, hat einen Mitarbeiter, hat min 1.000 € Ladenmiete, hat vielleicht 100 Kunden, die ab und an zur Inspektion oder Reparatur kommen oder mal Zubehör kaufen. Wie soll das aufgehen???

    Neuerdings halt ohne Signatur .... muß mir erst was neues überlegen.

  • Hab ich grad mal die letzten Seiten drübergelesen. Vom Kaufmännischen hab ich wenig Ahnung, aber mir scheint schon, so eine kleine Mopedmarke zu vertreiben verlangt viel Enthusiasmus. Wenns stimmt, dass da pro Moped nur ein dreistelliger €uronenbetrag beim Verkauf hängen bleibt, wird der doch schon von der Ladenmiete für den Stellplatz des einen Mopeds aufgefressen. Das bedeutet, dass die Servicearbeiten nicht nur den kompletten Laden ernähren müssen, sondern auch noch den Verkauf teilweise querfinanzieren. Wenn ich dann grad in dieser Sparte sehe, dass sicher viele Kunden gerade mal die Garantie-relevanten Sachen machen lassen und bei dem Rest das Selberschrauben quasi zum Hobby gehört, herzlichen Glückwunsch. Wer ist denn so verrückt und macht das noch???


    Muß man die Mopeds, die man verkaufen will, selber vorher bezahlen oder bekommt man die quasi in Kommission?


    Als reiner Dienstleister sind mir ein paar Größenordnungen ja nicht ganz fremd, die sicher ähnlich sind. Ladenmiete, Personal, Sozialleistungen, Telefon, Arbeitsmittel, Versicherungen, Strom, Heizung undundund sind bei jedem Selbständigen erst mal zu bezahlen, bevor man sich selbst ein Brötchen kauft. Wie muss ich mir einen kleinen Offroadhändler vorstellen? Verkauft vielleicht 20-30 Mopeds pro Jahr, hat einen Mitarbeiter, hat min 1.000 € Ladenmiete, hat vielleicht 100 Kunden, die ab und an zur Inspektion oder Reparatur kommen oder mal Zubehör kaufen. Wie soll das aufgehen???


    Also meine großen nahen Händler Griesser Rosenheim und KTM München Nord wirken jetzt nicht direkt verarmt ;-)

  • Ein Argument was noch nicht kam. Mit dem Baukastenprinzip bei KTM kann man mit einem GASGAS-Vertrag zukünftig auch KTM und HVA-Kunden mit Originalteilen bedienen. Das erweitert den Kundenkreis ungemein möchte ich behaupten.

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