Sherco Trial die 3. Pleuellager prüfen in eingebautem Zustand?

  • Hallo
    ich bins nochmal mit der Sherco 250 Bj 2000.
    Ich habe im Rahmen einer anderen Reparatur den Zylinder runtergemacht und dabei entdeckt, dass Kolben und Zylinder nicht mehr frisch aussehen.
    Da ich gerade dabei bin, frage ich mich, ob ich das Spiel des Pleuellagers irgendwie in eingebautem Zustand testen kann.
    Ich habe natürlich gewackelt, gezogen etc und den Eindruck, dass das Pleuel kein Spiel hat, allerdings höre ich, wenn ich das Pleuel seitlich belaste, ein Geräusch. Es als Poltern zu bezeichnen, wäre zuviel das Guten geht aber in die Richtung. Ein Spiel spüre ich dabei aber nicht. Ich weiß, das ist extrem schwammig.
    Gibt es eine Methode, das besser zu prüfen oder ist es so, dass man gar nix wahrnehmen darf weder ein Geräusch noch ein gefühltes Spiel? Mit fehlt da einfach die Erfahrung, ich habe das zum letzten Mal 1996 bei meiner dt 80 gemacht, da war ich aber deutlich schmerzfreier. Wahrscheinlich ist das für jemanden, der Erfahrung hat, ein Witz...


    Beste Grüße

  • Moing,
    man kanns ja nur auf Radialspiel prüfen, was im zusammengebauten Zustand mit dem Kolben knapp vor dem oberen Totpunkt funktioniert, wenn man selbigen durch den Auslassschlitz festhält bzw. gegen die Zylinderwand drückt. Allerdings erfährt man dadurch nicht, ob der Hubzapfen schon Ausbrüche hat, dazu müsste man sie auseinanderpressen.
    Seitliches Spiel des Pleuels zwischen den Hubscheiben ist nicht nur normal, sondern nötig.


    Gruß
    Hans

  • Ich kenne noch eine andere Methode. Das die fachlich korrekt ist wage ich nicht zu behaupten.
    Nimmst das Pleuel in die Hand und ziehst es nach oben. Mit einem kleinen Hammer (wirklich klein: 150g) schlägst oben auf das Pleuelauge vorsichtig, ohne viel Kraft aber gezielt, drauf. Das entstandene Gräusch kann Aufschluss geben. Ist es ein helles hochtöniges "Ding", ist Spiel im Lager. Hörst du ein dumpfes "Dong", ist meistens alles in Ordnung.

    • Offizieller Beitrag

    Ich kenne noch eine andere Methode. Das die fachlich korrekt ist wage ich nicht zu behaupten.
    Nimmst das Pleuel in die Hand und ziehst es nach oben. Mit einem kleinen Hammer (wirklich klein: 150g) schlägst oben auf das Pleuelauge vorsichtig, ohne viel Kraft aber gezielt, drauf. Das entstandene Gräusch kann Aufschluss geben. Ist es ein helles hochtöniges "Ding", ist Spiel im Lager. Hörst du ein dumpfes "Dong", ist meistens alles in Ordnung.


    Die Methode ist durchaus aussagekräftig, allerding eher wenn man die Kurbelwelle allein hat.
    Wenn der ganze Motor noch dranhängt wirds schwieriger.

  • Das machst Du selber. Werkzeug, Bastelbuch, Mutterns Backofen, dann lässt sich so ein Motor ganz prima und einfach zerlegen. ;)
    Oder in einer günstigerweise auf Geländemopeds spezialisierten Zweiradwerkstatt fragen.


    Nachtrag: Der Kolben und Zylinder sind doch schnell wieder provisorisch für o.g. Prüfung montiert, Bolzenclip kannst für den Zweck ja weglassen.
    Alternative:en Kolbenbolzen durchs Pleuelauge zu stecken, zwei parallelunterlagen (geschliffene , gleich hohe Leisten) auf das Kurbelgehäuse aufzulegen, den Kolbenbolzen auf den Leisten aufzulegen, und an der Kurbelwelle zu nackeln. Kurz vor dem oberen Totpunkt verschleißt der Hubzapfen- wenn er überhaupt verschlissen ist- meist als Erstes, ausserdem kommt der Kniehebeleffekt dazu, der aus einem kleinen Radialspiel im Lager, viele Winkelgrade am Zündmagneten machen. Eine geeignete Höhe der Leisten ist darum vorteilhaft.
    Gruß
    Hans

  • Gibts da keins? Wenn man sich schon ein bisserl mit Motoren auskennt, gehts natürlich auch ohne. Man muss dann halt vorher drauf achten, was man zerlegt, und wie es beinander war...
    Hab vorhin noch was hintendran dazu geschrieben. Musst vielleicht die Seite nochmal laden.


    Gruß
    Hans

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