2017 Gabel WP XPlor 48

  • Du verwechselst Float und Bleed. (Was in dem Falle egal ist, denn deine linker Gabelholm hat ja keine Zugstufenwirkung)


    Nein, das möchte ich insofern nicht stehen lassen als es mir wichtig war die Ähnlichkeit der Funktionalität zwischen den beiden Setups darzustellen. Und da, wie du schon sagst, im linken Holm des XPlor Split-Designs die Zugstufendämpfung nicht relevant ist gibt es dort auch keine auf die erzeugte Dämpfung bezogene funktionale Unterscheidung zwischen Float und Bleed - ich nehme mir also die Freiheit heraus es mir auszusuchen 8)


    Float muss nicht zwingend eine mechanisch unterstützte Schließung beinhalten - es gibt durchaus auch Shim-Setups wo entweder nur das oberste Shim oder sogar der ganze Stack ohne Federunterstützung schließen. Denn, die Schließfeder wirkt ja auch dem Öffnen entgegen, erzeugt ihren eigenen Anteil an Dämpfung und das ist halt nicht immer gewünscht oder konstruktiv mit Feder schwieriger zu realisieren. In den 2000er Jahren gab es sogar einmal ein Update für die WP OC-Gabel weil die MV Federn einfach zu hart waren. Ein Shim (oder ConeValve) ohne zusätzliche wirkende schließende Federkraft "knallt" dabei ja nicht härter auf den Sitz (sogar weniger stark als mit Feder!) weil sich das ja alles im Medium Öl abspielt - sozusagen die Dämpfung im Dämpfer! Klappern oder Schwingen tut da nix und wenn würde es durch eine schwingende Ölsäule entstehen gegen die die leicht dimensionierte Schließfeder auch keine Wirkung hätte. Ich hab in der Hinsicht auch noch keine Abnützungen am ConeValve gesehen - Preload, du?


    Das mit der unterschiedlichen Federrate am Begin des Federweges ist natürlich ein stichhaltiges Argument wenn man denn eine konstante Federrate über den gesamte Weg haben möchte - könnte man aber nicht auch argumentieren, daß gerade eine ansteigende Federrate nach dem Übergang vom Float (der ja eben keine bis sehr wenig Dämpfung generiert) wünschenswert wäre?


    Michael

  • Bisher war eine 4.8 drin, jetzt -> keine Ahnung aber eben härter
    Gewicht: 85 kg nackig


    Na Bumstinazl (hab mir bisher nix bei dem Ausdruck gedacht, hab's jetzt aber einmal gegoogelt: https://www.falter.at/zeitung/20060222/bumstinazl/1836370060 - nix ist heute mehr unschuldig ...)


    4.8 find ich jetzt schon eher heftig, selbst mit wenig Vorspannung. Ist schon länger her daß ich so harte Gabelfedern in der Hand hatte. Obwohl, bei den Japanern war das nicht unüblich wobei das dort die schweren 400+ 4-Takter im GNCC/MX Einsatz betroffen hat (also in der Fahrer-Gewichtsklasse). Weißt du was hinten für eine Feder verbaut ist?


    Oder meinst du eh hinten? 4.8 könnte jetzt ja N/mm für Gabelfedern oder 4.8 kg/mm fürs Federbein sein?


    Michael

  • Nein, das möchte ich insofern nicht stehen lassen als es mir wichtig war die Ähnlichkeit der Funktionalität zwischen den beiden Setups darzustellen. Und da, wie du schon sagst, im linken Holm des XPlor Split-Designs die Zugstufendämpfung nicht relevant ist gibt es dort auch keine auf die erzeugte Dämpfung bezogene funktionale Unterscheidung zwischen Float und Bleed - ich nehme mir also die Freiheit heraus es mir auszusuchen 8) ....
    Michael


    Du bist völlig frei, wie du formulierst und was du dir dazu gerne als analoge Vorstellung aufbaust.
    Ein Float jedoch kann schließen und schwimmt nur im Betätigungsfall oben auf (floaten heißt schwimmen/schweben). Deine Konstruktion "schwebt" nicht, sondern liegt mit einem Abstand fest auf.
    Oder kann deine Konstruktion den Öl-Rückweg schließen?
    Das Analoge zu dem was du machst gibt es auch bei Shims-ventilen. Der als Abstand verbaute Shim wird Bleedshim genannt und nicht Floatshim.


    VG Erhard


  • Hinten ist eine 63er Feder verbaut

  • Hinten ist eine 63er Feder verbaut


    Bist du dir da sicher - 63 N/mm? Wir reden doch von der 2020 FE 250? Die 2020er FEs kommen mit der MX-Umlenkung der letzten Jahre, welche normalerweise eine 42 N/mm verwenden, bzw. 45 N/mm auf der 450SX. Bin mir gar nicht sicher ob WP da überhaupt eine 63 N/mm anbietet. Könnte eine Nachbau-Feder sein bei der "63" nicht die Rate sondern eine individuelle Bezeichnung darstellt. Ahh, sehe gerade S-Tech hat eine Federserie für die Husky Namens "63-260-XX". Das XX ist dann die Rate.


    Michael

  • wie hart ist eigentlich die Feder (ungefähr), die du für den Konus benutzt?
    Ich stelle mir vor, dass Dein Konus bereits bei relativ geringen Einfedergeschwindigkeiten den vollen Hub macht.


    Das ist schwierig da für die Kegelfeder leider keine Federkennlinie angegeben wird (nicht linear) sondern nur ein Durchschnittswert in einen Bereich. In dem Fall wie unter dem Link oben zu sehen C~5N/mm. Auch bei den Multiwellenfedern ist das nur eine Näherung in einem Punkt, dort von 15-40N/mm. Ich messe das einfach mit Gewichten und einer Messuhr in einem Aufbau der die Messung im verbauten Zustand (oben Durchgangsloch) erlaubt und eine Art Kalibrierung für die Losbrechkraft je nach Vorspannung. So kann ich je nach Wunsch recht einfach unterschiedliche Kennlinien in einem von mir gewünschten Bereich realisieren.


    Die Wirksamkeit ist ebenso einfach zu testen - der Einsteller (Clicks) bestimmt ja nach wie vor den Endanschlag. Je nachdem wie weit ich den aufmachen kann ohne daß die Dämpfung zu weich wird, weiß ich bis zu welchem Geschwindigkeitsbereich die Feder aktiv ist.


    Michael

  • Das ist schwierig da für die Kegelfeder leider keine Federkennlinie angegeben wird (nicht linear) sondern nur ein Durchschnittswert in einen Bereich. In dem Fall wie unter dem Link oben zu sehen C~5N/mm. Auch bei den Multiwellenfedern ist das nur eine Näherung in einem Punkt, dort von 15-40N/mm. Ich messe das einfach mit Gewichten und einer Messuhr in einem Aufbau der die Messung im verbauten Zustand (oben Durchgangsloch) erlaubt und eine Art Kalibrierung für die Losbrechkraft je nach Vorspannung. So kann ich je nach Wunsch recht einfach unterschiedliche Kennlinien in einem von mir gewünschten Bereich realisieren.


    Die Wirksamkeit ist ebenso einfach zu testen - der Einsteller (Clicks) bestimmt ja nach wie vor den Endanschlag. Je nachdem wie weit ich den aufmachen kann ohne daß die Dämpfung zu weich wird, weiß ich bis zu welchem Geschwindigkeitsbereich die Feder aktiv ist.


    Michael


    OK,
    nehmen wir mal 20N/mm als Mittelwert.


    Die Dämpfung, die hier realisiert wird entspricht dem Druck, der am Ventil staut.


    10N an dem 15mm konus sind etwa 0,5 bar
    Also bei 5 bar spätestens hängt dein Konus im Anschlag
    (das ist früh, wir rechnen mit typischen Drücken von mehreren zehn bis ein paar hundert bar an dem einseitigen Projekt, das halbiert sich bei symmetrischem Design, aber ist noch immer sofort über 10 bis 20 bar bei 1-3 m/s).
    Dann hast du das normale X-plor zurück. Die originale Einstellbarkeit der Konus-end-position hast du ja behalten.


    Demnach ist deine Modifikation eine im low speed Bereich (deutlich unter 3m/s Einfedergeschwindigkeit) und verringert die "Nervosität" des X-plor etwas.


    Macht Sinn.


    VG Erhard


  • Die Dämpfung, die hier realisiert wird entspricht dem Druck, der am Ventil staut.


    Wobei du das BV aber anscheinend nicht in deine Druckgleichung miteinbeziehst. Wie kommst du zu solchen Druckwerten von 100bar und mehr? Sind das Restackor Werte? Nur um das in den Raum zu stellen, die WP ConeValve Feder hat 25 N/mm pro Holm und keinen Anschlag ... und das sind jetzt nicht unbedingt Gabeln die nur im lowspeed Bereich funktionieren.


    Michael

  • Wobei du das BV aber anscheinend nicht in deine Druckgleichung miteinbeziehst. Wie kommst du zu solchen Druckwerten von 100bar und mehr? Sind das Restackor Werte? Nur um das in den Raum zu stellen, die WP ConeValve Feder hat 25 N/mm pro Holm und keinen Anschlag ... und das sind jetzt nicht unbedingt Gabeln die nur im lowspeed Bereich funktionieren.


    Michael


    Ja Restacktor, ist aber egal, ich rechne zu Fuß das gleiche. BV ist natürlich auf andere Drücke wirksam, da die Kolbenstange (12mm) nur wenig Öl verdrängt, muss man "fest" zuhalten für die erforderliche Wirkung.
    Hab gute Gabeln gebaut, die nur im BV wirken. Da sind mehrere hundert bar an der Tagesordnung, zumindest für die fetten Einschläge.
    Es geht auch um die hydraulische Fläche, welche beim WP CV minimiert ist durch die große Führung in der Mitte, die nicht mitzählt. Und natürlich Konus-Steilheit. Dass der Konus nur eine "dumme" gerade Form und kein Profil hat ist übrigens auch suboptimal. Hier wird viel Potential verschenkt.


    VG Erhard

  • Anbei ein Diagramm der Drücke im DS-Holm. Drei Kurven für Einsteller komplett geschlossen, komplett geöffnet und Mittelposition.
    OEM-Setting KTM 300 EXC 2020, 4W Motorex Gabelöl, Öltemperatur 30°C

  • Ja Restacktor, ist aber egal, ich rechne zu Fuß das gleiche.


    Hab ich mir gleich gedacht! Hast du schon einmal einen MV Shimstack mit der Hand belastet? Mit 100 bar biege ich dir den in die nächste Dimension, da brauch ich nicht viel rechnen. Das Hydraforce arbeitet mit 700 PSI (~50bar) max Druck und 15mm Dellen kommen da auch aus der Birne (!!!) raus. Auch wenn die CV Gabel einen 10mm Schaft hat, bleibt bei 2x 25 N/mm (ohne Vorspannung wie wir vorher schon gehört haben) bei 100bar und darüber einfach nicht genug Dämpfung über - aber wir wissen das die CV Gabeln mehr als ausreichend Reserven haben. Das BV im linken Holm der XPlor hat mit der Verdrängung der Kolbenstange nix mehr zu tun. Mein Konus wirkt ja nur unterstützend zu einem voll funktionsfähigen, herkömmlichen single MV (wenn eben auch etwas unterdämpft). Und und ...


    Selbst wenn die 100Bar nur kurzzeitig auftreten sollten, glaub ich das immer noch nicht - schon gar nicht über einen längeren Zeitraum oder Hub nachdem MV und BV geöffnet und ein Gleichgewicht hergestellt haben. Sorry, aber das ist typisch Restackor - hat mit der Realität nix zu tun!


    Michael

  • Das ist alles richtig. Aber die Dämpfung bei einem herkömmlichem MV kommt nicht allein von den Shims. Bei hohen Ölflussraten spielt die Portgeometrie des Kolbens eine entscheidende Rolle. Bei den WP Kolben wird der Ölfluss in den Port durch die Shims der Zugstufe begrenzt. Selbst ohne MV-Shims wäre bei hohen Einfedergeschwindigkeiten Dämpfung vorhanden. Ist bei der CV-Gabel nicht anders. Die Shims übernehmen hauptsächlich die Dämpfung im Lowspeed. Außerdem herscht in der Reboundkammer keine Drucklosigkeit. Den 100 bar steht je nach Setting ein gewisser Gegendruck gegenüber.

  • Trotzdem Wuddy, wenn auf meinen Konus 100Bar am Anschlag wirken würden (und das wäre laut deiner Tabelle noch lang nicht alles) wäre das bei 15mm Außendurchmesser und 4,5mm Shaft, gebohrt mit 2mm, eine Kraft von ~1500N auf 1,75mm Wandstärke 7075 Alu - da kommen Brösel raus ...


    Rechne das jetzt mit der Fläche eines 24mm Shims, zB das Rebound Checkvalve am BV - trotz 0,4mm Stärke. Von der Wand der Cartridge ganz abgesehen. Ein Hydraulikzylinder für 100Bar hat schon eine robuste Konstruktion. Ich mein jeder der mit Hydraulik schon einmal zu tun gehabt hat, müßte vor 100Bar schon ordentlich Respekt haben, oder?


    Michael

  • Gib's zu, du willst uns nur dein wahres Gewicht nach dem Winter nicht verraten - hätte schon bei den Gabelfedern skeptisch werden müssen :whistling:


    Michael



    So, oder so ähnlich ;-)



    Ne, leider, ist nicht mehr auffindbar. Jedenfalls deutlich härter als Serie bzw. Husky es vorgeben würde für mein Gewicht.

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