Auswirkung ölmenge beim 2t auf kurbeltrieb

  • Mh...650/600? Ich kenne das gar nicht, mein Händler hätte neben dem 800 noch das (angeblich ausgezeichnete) 710 und auf Bestellung das 510.


    Oder wars 710 ? Ich werde auch älter ;) Meine auf jeden Fall das Motul,das es für "Normalstraßenfahrer" bei Hein Gericke gibt.

  • ich lieg krank im bett und hab mal aus Langeweile die Flammpunkte der anderen Motul Öle nachgeschaut. Die sind alle viel höher. Also 110°C und aufwärts ausser das 710, das liegt bei 88°C

    Life is suffering.

  • Das 710 hab ich selber schon mehrere Liter in meiner damaligen 300er verbrannt und das hat sehr gut funktioniert! Keine Ausfälle und defekte! Erst seit ich die 144er fahre, fahre ich wieder das motul 800 bzw. putoline mx9, aber die drehe ich auch ganz anders.

    Ich bin halt eine Diva, lebt damit oder ignoriert mich.....

  • Ich möchte meine Erfahrungen mit Motul 800 auch mit einfließen lassen.
    Fahre 1:50 in der 200. Vergaser serienmäßig Bis auf die HD das ist ne 160er.
    Mit Motul hat die kiste rausgesuppt was nur ging. Als ich dann den langen PP Endschalldämpfer verbaut hab bin ich auf Motorex Crosspower 2 gewechselt. Vergaser hab ich so gelassen. Bin damit ~30h schon unterwegs und es läuft kein Siff hintenraus nur minimal bissl schwarz an der Endkappe.


    Motul 800 ist eigentlich auch nicht für Wasserkocher geeignet sondern für die Luftgekühlten Motoren, deswegen auch der höhere Flammpunkt ;)

  • Das Motul 800 ist sehr wohl für wassergekühlte Mopeds geeignet.
    Wie die Vorredner jedoch bereits schrieben verbrennt es bei niedrigen Brennraumtemperaturen nicht/ schlecht und ist damit für Leute die rechts nie mehr als auf halb stellen eher ungeeignet.
    Fahre es selbst schon seit fast 15 Jahren und kann mich an meine Anfangszeit erinnern, da hat es auch vermehrt aus dem Auspuff gesabbert, ist aber mit den Jahren irgendwann verschwunden.
    man muss halt die Gänge auch mal ausfahren und rechts auf laut stellen.
    Selbst beim extremen klein klein gefahre sabbert bei mir nicht aus dem Auspuff. Bin vom Gelände her inzwischen an dem Punkt das es mehr aus dem Kühlerüberlauf tropft :D . Da hat der Motor auf jedenfall genug Temperatur um alles abzubrennen. Hätte dabei auch kein Vertrauen in ein Öl mit 70° Flammpunkt.
    Und wenns offener wird ist es nicht verkehrt die Gänge einfach auszudrehen. Ist ja auch nen Sportgerät und kein Rollator.
    Der Krümmer kann im Flanschbereich ruhig violette bis blaue Anlauffarben zeigen. Auch beim 2t.
    Moped ist derzeit eine EXC250 und auch davor bei der 200er und der Hufo war es auch schon nicht viel anders mit der Auspuffsabberei.
    Gemischt wird 1:60. Das reicht mit so einem Öl auf jedenfall aus.
    Öle mit niedrigem Flammpunkt enthalten übrigens mehr Anteile von z.B. Kerosin um eben das frühere Verbrennen zu ermöglichen.
    Das heißt im Klartext in einem Liter Öl mit niedrigem Flammpunkt ist weniger Öl und mehr Zusatzstoffe als z.B. in einem Öl wie dem Motul 800.
    Öle mit niedrigem Flammpunkt sind meist auch extra auf Getrenntschmierung ausgelegt und deswegen meist sogar noch zusätzlich verdünnt.
    Vergaserbedüsung ist übrigens meist nach Tabelle bzw. einen Kasten magerer da die KTM Abstimmungen immer eher auf der fetten Seite sind.
    Hat sich die letzten Jahre aber ein wenig verbessert finde ich.


  • Wenn du die "Leistungsgründe weglässt" stimmt die Aussage. Entgegen allen anderslautenden Aussagen ist es tatsächlich so, dass magerere Abstimmung mehr Leistung generiert als fette. Und das weiß man schon seit den 1930iger Jahren. Allerdings geht das wenn Grenzen überschritten werden genau in die von dir beschriebene Richtung von Überhitzung und zahlreichen anderen Problemen. Ich wollte es nur erwähnt haben :D *klug_shice_mode_off*


    Schönes Thema! Und eine Frage, der Perspektive. Es wird Motoren geben, die leicht mager am meisten Leistung haben.
    Andererseits kann man leicht fett mehr Leistung holen, weil der Motor nicht überhitzt, nicht unbedingt weil er da am besten geht.


    Ich kann nicht sagen ob es sich beim 2T anders darstellt. Beim 4T wird die meiste Leistung soweit ich weis bei leicht fett geholt.
    Ideal wäre theoretisch vollständige Verbrennung mit Lambda 1 also weder fett noch mager. Das würde voraussetzen, dass das gesamte Gemisch vollständig abbrennt.
    Es kommt darauf an, dass der in Ansaugluft vorhandene Sauerstoff vollständig genutzt wird. Falls auch nur ein wenig Benzin bei Lamda 1 nicht verbrennt, wird auch nicht der ganze Sauerstoff genutzt. (z.B. wegen schlechter Vergasung mit teilweise großen Tröpfchen)
    Daher etwas Benzinüberschuss und aller Sauerstoff wird verbrannt.
    Soweit die Theorie.
    Zumindest bei Diesel konnte man das an Renntrucks gut beobachten. Vollast=Rußausstoß = Kraftstoffüberschuss.


    Da beim 2T auch der Ladungswechsel eine große Rolle spielt bin ich mir aber da nicht sicher, leicht mager bringt vermutlich etwas mehr Abgastemperatur, das wird sicher den Ladungswechsel beeinflussen.


    Ich denke mal es ist von Fall zu Fall aufgrund der vielen Einflussfaktoren unterschiedlich.


    VG Erhard


    P.S.: Etwas Rauch gönne ich wohl weiterhin den Hintermännern, habe noch 5l Motul800 <X Aber erst wenn ich mal wieder die GasGAs aus dem Köcher ziehe. Im Moment ist mir die 350er EXC das Lieblingsfahrzeug.

    Don´t ask what you can do for your suspension - ask what your suspension can do for you!

  • wie hoch ist eigentlich der flammpunkt von 15w40? als ich früher jung und arm war hab ich das im notfall in mein simsonmoped gemischt

  • Bei der Abstimmung ob fett u mager kommt es u.a. auch auf die Gewicht,Kühlwirkung u Sauerstoffgehalts des Benzins an,meine Benzine werden zw 8,5KG Luft auf 1KG Benzin und 17KG Luft auf 1KG Benzin abgestimmt,je nach Sorte.


    Ob 1:25 oder 1:100 macht bei der Leistung keinen Unterschieed,Du hast bei 1:25 zwar weniger Benzin im Gemisch,dafür aber eine etwas höhere OZ,weniger Reibung,bessere Abdichtung.bei 1:100 anderstrum


    Blei ist immer noch besser für alle Motoren,egal ob 2 o 4 Takt.


    sag mal zu nem alten Motorentuner (einer,der keine Homepage braucht,nicht nur aus onlinekatalogen bestellt u bunte Teile dran baut,so ein richtiger Tuner mit Fräsen und so) das Du guten Bleisprit fährst...er wird dich heiraten wollen ;)

  • würde dann so ein Bleiersatz für Oldtimer nicht dem Motor helfen?
    Gerade der 2T ist ja nicht gerade filigran. ;)

    Ich bin halt eine Diva, lebt damit oder ignoriert mich.....

  • Dann sollte ja am besten je nach einsatzzweck verschiedenes Öl verwendet werden . Auf glatten Wurzeln im Wald zieht man ja nicht so am Kabel wie beim stoppelcross

  • genau, und deswegen gibt es ja auch verschieden Öle und die verschiedenen Motorräder mit verschiedenen Mischungsverhältnissen.

    Ich bin halt eine Diva, lebt damit oder ignoriert mich.....

  • würde dann so ein Bleiersatz für Oldtimer nicht dem Motor helfen?
    Gerade der 2T ist ja nicht gerade filigran. <img src="http://www.offroadforen.de/wcf/images/smilies/zwinker.gif" alt=";-)" />


    Stimmt, wär mal interessant ob das was bringt.

    Dann sollte ja am besten je nach einsatzzweck verschiedenes Öl verwendet werden . Auf glatten Wurzeln im Wald zieht man ja nicht so am Kabel wie beim stoppelcross


    Alle normalen Öle sind IMHO auch für Vollastfahrten geeignet. Motul 800 ist halt speziell für diesen Bereich ausgelegt. Damals hieß es noch Castrol TTS, ist aber vermutlich das gleiche wie Power1 und im Rennbetrieb auf der Rundstrecke hat es super funktioniert. Allerdings bin 8ch da auch immer 30:1 gefahren.

    Life is suffering.

  • Blei gehört nicht in den Sprit. Weder bei zwei- noch bei Viertaktern. Wenn es damals(2.WK) ein besseres und billigeres Mittel zum Erhöhen der Oktanzahl gegeben hätte als Tetraethylblei, dann hätte man das auch genommen. Die ominöse Schmierwirkung am "ungehärteten" Ventilsitz (der oftmals härter ist als ein sog. "gehärteter") ist eigentlich mehr die eines Trennmittels. Wenn verbleites Benzin im Zweitakter was bringt, dann liegts an der geringeren Klopfneigung, und wäre mit einem höheroktanigen Bleifreisprit auch zu lösen.


    Gruß
    Hans


  • Schönes Thema! Und eine Frage, der Perspektive. Es wird Motoren geben, die leicht mager am meisten Leistung haben.


    So ist es, das gilt im Übrigen für alle Benzin-Ottomotoren die ich kenne. Wobei das keine Frage der Perspektive sondern Fakt ist ;)



    Andererseits kann man leicht fett mehr Leistung holen, weil der Motor nicht überhitzt, nicht unbedingt weil er da am besten geht.


    Erhard wir reden von Leistung, nicht von Gesamteffizienz oder Haltbarkeit. Maximalleistung wird immer mit magerer AFR geholt. Schau dir dazu mal die Messkurven im 350 Freeridethread an. Da war das auch schon ein Thema. Die Kurven vom Norbert (edefauler) sprechen eine deutliche Sprache und lassen sich auf praktisch jeden Benzin-Ottomotor übertragen.
    Vielleicht hat ja auch der @Rennspritpapst Messprotokolle aus Testmotoren, denn auch da bzw. mit Rennsprit wird die beste Leistung mit magerer AFR geholt.



    Ich kann nicht sagen ob es sich beim 2T anders darstellt. Beim 4T wird die meiste Leistung soweit ich weis bei leicht fett geholt.


    Bitte nicht persönlich nehmen, das ist leider falsch, die meiste Leistung wird leicht mager (lean AFR) geholt, das wird dir jeder Motorentuner (@ edefauler) bestätigen.



    Ideal wäre theoretisch vollständige Verbrennung mit Lambda 1 also weder fett noch mager. Das würde voraussetzen, dass das gesamte Gemisch vollständig abbrennt.
    Es kommt darauf an, dass der in Ansaugluft vorhandene Sauerstoff vollständig genutzt wird. Falls auch nur ein wenig Benzin bei Lamda 1 nicht verbrennt, wird auch nicht der ganze Sauerstoff genutzt. (z.B. wegen schlechter Vergasung mit teilweise großen Tröpfchen)
    Daher etwas Benzinüberschuss und aller Sauerstoff wird verbrannt.
    Soweit die Theorie.


    Die Theorie stimmt nur bis zum Ende der ersten beiden Sätze, der Rest ist leider falsch. Jeder Benzinottomotor erreicht seine Leistungsbestwerte bei Luftüberschuss und zwar bei ungefähr Lambda 0,85. Da hier aber die Gefahr von Motorüberhitzung, speziell bei Hochleistungsmotoren besteht geht man mit dem Lambdawert etwas hinauf um Motorschäden vorzubeugen. Werte zwischem Lambda 0,9 und 0,95 sind da das erklärte Ziel. Die Leistungseinbußen sind aber deutlich messbar, werden aber Zugunsten der Motorlebensdauer akzeptiert.


    Im Normalbetrieb haben PKW idealerweise Lambdawerte um 0,98 da hier die Katalysatorfunktion am besten ist.


    mfg vom Doc

  • Bleiersatz ist besser als nix,aber noch kein richtiges Blei,Lachsersatz ist ja auch kein Lachs ;)


    habe einige Kunden,die kaufen sich Anfang vom Jahr 2-3 19l Fässchen VP X16 114MOZ und mischen es ca 10-15% bei,ist besser als jeder
    Bleiersatz,denn das Benzin hat u.a. kühlende Additive.


    normale Öle halten natürlich ne Volllastfahrt aus,aber für Dauervolllast sind natürlich extra dafür gebaute Öle wichtig,z.B. Castrol A747.


    Generell sind MX Öle u Benzine am schwierigsten zu bauen,sie müssen niedrige Drehzahlen,Lastwechsel,hohe Drehzahlen.

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