Amis und Kanadier streiten ums Maico-Logo

  • Die Rechte sind sehr unübersichtlich - Markenname und das Logo sind in unterschiedlichen Händen zudem auch noch in je nach Region wieder verteilt. Falls also jemand von der MAico-Auferstehung träumt braucht es einen kapitalkräftigen Fan mit langem Atem.

  • das funktioniert genauso, wie sich pharma und lebensmittelkonzerne patente auf pflanzengene erteilen lassen, obwohl diese gene natürliche bestandteile sind. da langt man sich auch ans hirn, wie das patenrecht sowas zulassen kann, weil es doch letztlich nur dazu dient, lebensmittel und saatgut unnötig zu verteuern.

  • Nennt mich naiv aber ich kapier nicht daß sich ein Kanadier ein Logo schützen lassen kann daß irgendwann in den 60ern in Pfäffingen designed wurde ?(


    Ist halt wie mit allem - man kann es kaufen und verkaufen und wenns jemand wegschmeißt und man findet es, darf man es auch behalten.


    Markenrechte laufen AFAIK nicht ab, so wie z.B. Musikrechte oder Autorenrechte an Büchern. Wobei ich mein, dass sie bei Nichtnutzung ablaufen.

  • Ich finde, dass eine "Wiederbelebung" einer alten Marke durch einen neuen Besitzer den wahren Fan doch wirklich kalt lassen muss oder sogar eher abschreckt. Das gilt nicht nur für Maico, sondern auch für alle anderen Marken (Zündapp, MZ, Horex etc.). Das ist immer der Versuch von Marketingstrategen, ein völlig neues Produkt mit einem alten Mythos aufzupolieren.


    Ob das ganze klappt, muss man ohnehin bezweifeln. Es wurde schon vielfach versucht und eigentlich ging es immer in die Hose. Aktuell wird z.B. auch versucht, die Marke Morini mit neuem Leben zu versehen. Oder z.B. die Marke Aspes, die jetzt mit Elektro-Scootern auf den Markt gekommen ist.


    Für den Maico-Fan dürfte mit dem Ende der Produktion im Schwäbischen doch wohl alles für immer vorbei gewesen sein. Soweit ich weiß, rümpft die Mehrheit ja auch über die späteren holländischen Maicos die Nase, obwohl die (zunächst?) ja noch "echte" Maico-Motoren hatten.


    Was für die "alten" Marken-Fans wichtiger ist, ist dass die Ersatzteilversorgung gesichert ist, was ja praktisch bedeutet, dass Fremdhersteller heute Neuteile nach alten technischen Vorgaben fertigen und vertreiben. Da sehe ich gerade hinsichtlich Marken- und Patentrechten das viel größere Problem. Ich finde es auch völlig widersinnig, dass sich die Marken- und Patentrechtsinhaber darum gar nicht kümmern oder sogar gegen diesen Markt vorgehen, obwohl doch gerade aus dem Mythos der alten "echten" Fahrzeuge der Wert der Marke folgt. Das gilt für den Automobilbereich gleichermaßen.


    Da fahren die Markenrechtsinhaber teilweise sehr unterschiedliche Strategien.


    Gruß
    Johannes

  • So Leute !!


    Was ich jetzt bei der Sache nicht verstehe , ist !?!?


    Damals als hier im Forum das Thema " Mannesmann- Maico" durchgekaut wurde , hat hier ein Insider von den Maisch`s geschrieben, dass eine Frau aus dem Maisch-Clan die Namensrecht & Abzeichenrecht usw. hätte. Deshalb ist damals der Mannesmann- Transporter auch wieder sehr schnell verschwunden, & bei dem Zimmermann wurde es auch sehr Ruhig um dieses Thema.

  • Ich kapiere es auch nicht.
    Wie 610er schon geschrieben hat ist das ganze dermassen kompliziert, sogar hier in Deutschland behaupten ja verschiedene Leute daß sie die Markenrechte haben, mich würde mal interessieren wie es da wirklich ausieht.

  • Man kann beim deutschen Patentamt recherchieren:


    https://register.dpma.de/DPMAregister/marke/einsteiger


    Die Logos in Farbe und S/W gehören der Pacta Holding in Hannover


    Die Wortmarke MAICO ist auf Ingrid di Censo, Lugano registriert, zumindest für Motorräder, für Fahrzeugteile auf die Firma Maico-Ventilatoren


    Bin kein Marken-Experte hab also keine Ahnung auf welches Gebiet sich die Rechte erstrecken, vermutlich aber auf die EU. Von wem der aktuelle Hersteller von neuen Maico-Moppeds seine Lizenz hat, wär in dem Zusammenhang auch interessant


  • Genau hier taucht der Name wieder auf Frau di Censo, die Habe ich gemeint !!

  • Falls ich mich komplett irre, ist das so: Man geht zum Patentamt und meldet eine Marke auf sich an. Falls niemand das Rechtan dieser Marke besitzt, kann man das ganz legal machen - egal, ob man vorher jemals was damit zu tun hatte. Man kann entscheiden, welche Produktkategorien man für sich sichern will und auch, auf welche Länder sich dieses Recht erstrecken soll. Alles nur eine Geldfrage... Dieses Recht besitzt man dann für ein paar Jahre, ich glaube, es sind 20. Erst dann erlöscht dieses Recht wieder, wenn man es nicht verlängert.


  • Vollkommen richtig! Chinesische Geldgeber und alt ehrwürdige Marken - das kann den Fan nicht überzeugen!! Aber auf der anderen Seite, wer nicht wagt, der nicht gewinnt!?!

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