bike ohne Probefahrt verkaufen

  • Ein Kollege hat sein motorrad zum verkauf im Internet inseriert. Vor ein paar tagen hat einer geschrieben das er es gerne oaufen würde und hat den preis etwas gedrückt aber er würde es nehmen ohne nachverhandeln und ohne Probefahrt usw. So jetzt ist die frage. .... kann er ohne eine Probefahrt hinterher irgendwelche ansprüchend geltend machen?


    Wir würden natürlich auf den kaufvertrag einfügen das der Käufer auf eigenen wunsch auf eine Probefahrt verzichtet. Sollte man da vielleicht noch andere sachen mit einfügen einfach um auszuschließen das er hinterher ankommt und irgendwelche sachen geltend machen will?

  • Er soll ja auch nicht gezwungen werden. Es geht darum das er durch due ausbleibende Probefahrt vielleicht irgendwelche Mängel nicht feststellt und hinterher mit dek Anwalt droht und irgendwue kohle raus drücken will

  • Es heisst "gekauft wie gesehen", nicht "gekauft wie probegefahren". Wenn der Käufer das machen will soll er, SOWEIT ICH WEISS öffnet das keine Möglichkeiten fuer Anspruche.


    ABER: Es ist unueblich, und es kommt ja inzwischen mehr und mehr die Masche auf nach einigen Tagen zu behaupten "das Getriebe ist hochgegangen" und Geld zu verlangen, wo die Nummer dann erstunken und erlogen ist und das Moped dann kurze Zeit später mit Gewinn weiterverkauft wird.
    Also Augen auf, Kaufvertrag richtig formulieren und bei solchen Sachen nicht in Panik kommen.

  • Ja genau wegen solchen betrügerischen dingen frag ich nach. Welche formulierung ist denn die richtige? Wahrscheinlich wegen gewährleistung und Garantie. Das sind ja immer so die knackpunkte wie viel wirbel drun gemacht wird im Nachhinein

  • Nimm einen normalen ADAC oder mobile Kaufvertrag, da bist du als Verkäufer auf der sicheren Seite. Streiche nix aus dem Vertrag und nimm dir die Zeit den Vertrag komplett auszufüllen und zu unterschreiben. Natürlich in zweifacher Ausfertigung. Als Privatperson kann man dir nur was, wenn du Mängel bewusst vertuscht hast.


    Gruß

  • Ich schreib in nen Kaufvertrag bei meinen Mopeds prinzipiell:


    Keine Gewährleistung, Rückgabe, Sachmängelhaftung bzw Garantie, da Privatverkauf. Fahrzeug gekauft wie besichtigt. Spätere Reklamationen ausgeschlossen.



    Edit: Tippfehler korrigiert, Grund siehe unten!

    Einmal editiert, zuletzt von DanyMC ()

  • Achtung!


    Wer den ADAC Vertrag als Verkäufer nimmt, kann ganz schön aufs Maul fallen, da dieser m.M. nach extrem Käufer - freundlich ist!


    Da steht :


    "
    Das Kraftfahrzeug wird unter Ausschluss der Sachmängelhaftung verkauft. Dieser Ausschluss gilt nicht für Schadensersatzansprüche aus
    Sachmängelhaftung, die auf einer grob fahrlässigen oder vorsätz
    lichen Verletzung von Pflichten des Verkäufers oder seines Erfüllungs*
    gehilfen beruhen sowie bei der Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit.
    Ggf. noch bestehende Ansprüche gegenüber Dritten aus Sachmängelhaftung werden an den Käufer abgetreten


    "




    Das heißt keine Sachmängelhaftung, wenn nichts passiert; wenns den Käufer oder jemand anderen damit wirft und er sich das Knie aufhaut, bist du als Verkäufer für alles, was am Mopped kaputt geht, in der Gewährleistung!:rolling:

    Gruß engl


    Ich und Du, Müllers Kuh, Müllers Esel...


  • Das ist Blödsinn!



    Das steht da drin, weil genau diese Dinge gesetzlich nicht ausgeschlossen werden können und ein allgemeiner Gewährleistungsausschluß im Grunde immer (und zwar dann vollständig) unwirksam ist, wenn diese einschränkenden Punkte fehlen.



    Wenn der Käufer durch einen Mangel, von dem du gewußt haben MUSST im Rollstuhl landet, bist du am Ar***. Von der Pflicht, den Käufer über gefährliche Mängel zu informieren, kannst du dich nicht freischreiben.

  • Ich schreib in nen Kaufvertrag bei meinen Mopeds prinzipiell:
    Keine Gewährleistung, Rückgabe, Sachmängelhaftung bzw Garantie, da Privatverkauf. Fahrzeug gekauft wie besichtigt. Spätere Reklamationen ausgenommen.



    Na bravo. Schreib nächstes mal besser "ausgeschlossen".

  • Das ist Blödsinn!



    Das steht da drin, weil genau diese Dinge gesetzlich nicht ausgeschlossen werden können und ein allgemeiner Gewährleistungsausschluß im Grunde immer (und zwar dann vollständig) unwirksam ist, wenn diese einschränkenden Punkte fehlen.


    Tut mir leid, aber was du schreibst ist Blödsinn. Ein umfassender Haftungsausschluss (ausser für arglistg verschwiegene Mängel) ist möglich. Lies dir einfach den Text aus dem Link durch, dann wird es vielleicht auch dir etwas klarer. Alternativ empfehle ich dir ein Jurastudium, damit du nicht mehr fortlaufend falsche Thesen verbreiten musst.


    Zur Frage selbst: Eine Probefahrt ist nicht verpflichtend. Im Endeffekt kann man das Argument von evtl. "übersehenen" Mängeln auch umdrehen. Bei einer Probefahrt hätte sich der Käufer ein noch genaueres Bild vom Zustand machen können. Unterlässt er diese, erhöht er das Risiko für sich, aber bestimmt nicht für den Verkäufer. Ein wirksam vereinbarter Haftungsausschluss greift also auch in diesem Fall voll.


    Andi

    2 Mal editiert, zuletzt von Idna ()

  • Ruhig Brauner...


    Ich verstehe den Link ebenfalls so wie JanWu. Gewisse Dinge kann man nicht ausschliessen, und das muss ausformuliert sein, wie ich das beim ADAC Mustervertrag erkennen kann.

  • Tut mir leid, aber was du schreibst ist Blödsinn. Ein umfassender Haftungsausschluss (ausser für arglistg verschwiegene Mängel) ist möglich. Lies dir einfach den Text aus dem Link durch, dann wird es vielleicht auch dir etwas klarer. Alternativ empfehle ich dir ein Jurastudium, damit du nicht mehr fortlaufend falsche Thesen verbreiten musst....


    Zitat: "Er war ein guter Jurist und auch sonst von mäßigem Verstande" (Ich glaub von Ludwig Thoma) -SCNR :)


    Was JanWu sagen will ist vermute ich, dass ein umfassender Haftungsausschluss, der NICHT eingeschränkt ist nach hinten losgehen kann, weil es wiederum Juristen gibt, die einem einen Strick draus drehen, sprich den ganzen Ausschluss für unwirksam erklären. Obwohl man das gewöhnlich nur für AGBs annimmt, kann man da durchaus was konstruieren sprich "Formulierung aus dem Internet" entspricht irgendwie "einer Art AGB" weil ja vom Verkäufer vorgeschlagen also volle Gewährleistung trotz fehlender Arglist. So geschehen beim OLG Oldenburg.


    Deshalb vielleicht doch lieber vorher einschränken.

    Wer nichts weiß muss alles glauben

    Einmal editiert, zuletzt von 610er () aus folgendem Grund: typo

  • So: "Unter Ausschluss der Gewährleistung, es sei denn, es geht was kaputt oder der Käufer will den Preis runterhandeln!"
    :biggrin::thumbup:

    Gruß engl


    Ich und Du, Müllers Kuh, Müllers Esel...


  • so also ende vom lied war: der potentielle käufer meldete sich am telefon und er hätte interesse. (das bike stande für 1990 zum verkauf) er meldet sich mit den worten "er nimmt es für 1400€ direkt und ohne nachverhandelt ohne probefahrt und alles. mein kumpel also hin und her überlegt. naja dann dafür entschieden und ihm zugesagt. dann gestern getroffen.


    käufer kommt, guckt, schaut sich alles genau an. is klar würde jeder machen, macht die karre an und hört, und dann gings hier ich fahr mal ein stück. fährt dann also 2,3 mal die straße hoch und runter und kommt wieder und hält an. war ja soweit auch zufrieden damit und hatte weiterhin interesse, und dann gings los hier von wegen was können wir am preis noch machen? und kam dann selber mit dem aberwitzigen angebot von 800€.


    soviel zum thema ohne probefahrt und ohne nachverhandeltn. normalweiße musste das ding bei sowas direkt wieder in bus packen und sagen tschüß. verhandelt wird nich nach ihren angaben. naja mein kumpel brauchte jedoch das geld aus privaten gründen. da ist dann immer schwer zu sagen ne wir beenden die verhandlungen hier und fahren wieder

  • Und für wieviel dann verkauft?


    _____________
    mobil erstellt

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    Wenn Dir einer blöd kommt, dann musst DU dem NOCH blöder kommen


    ...sonst hängste da wie Jesus am Karfreitag
    [B. Stromberg]

  • Ein Klassiker.
    Verhandelt wird an Telefon nicht.


    Hättest ihm am Telefon bereits gesagt, ok, er kann sie sogar um 1.000,- haben, aber er darf sie dann nicht vorher angucken und sie bleibt in schwarze Folie eingepackt bis Zuhause, dann hättest gesehen worauf der hinaus will.

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