Spurrillen in Kurven

  • Hi Leutz,


    Kurvenfahren!! Auf plattem Bodenbelag liebe ich das...Anlieger kann ich seit Goldbach auch schon besser fahren...aber was ich ums verrecken nicht gebacken bekomme sind diese ausgefrästen tiefen Spurrillen die in den Kurven reingezogen sind.
    Was mach ich da nur falsch bzw. wie fährt man da am besten durch? Wohin muss sich der Blick richten? Direkt vors Vorderrad oder schon übers Ende der Rille hinaus?
    Viel/wenig Schräglage? Mehr/weniger Gas?


    Greetz


    Markus

    [SIZE="3"][COLOR="Red"]Und am 7.Tag schuf Gott den 2Takter...und er sah dass es RICHTIG gut war[/COLOR][/SIZE] :love: :teufelgri
    :teufelgri 4 strokes are like tampons.. every pussy has one :teufelgri

  • Ich mache das so:


    Arsch nach vorne auf den Tank, Druck auf die äußere Raste und Schräglage eben je nach Speed. Blick nach vorne aufs Ziel (immer oder!?).
    Immer schön auf Zug fahren.
    Und üben und üben und üben....


    Wenn die Dinger wie auf unserer "Trainingsstrecke" einen 1/2m tief sind, dann im stehen oder Sitzen je nach Belieben, fährt sich dann wie eine Steilwandkurve fast. Einziges problem: man muss aufpassen, daß es einem nicht den Fuß einfädelt am Rand.


    Gruß

  • Zitat

    Immer schön auf Zug fahren.


    Das ist die Kernaussage !!!
    Sobald du vom Gas gehst, fängst du das eiern an und raus biste aus der Rille

    Probleme mit dem Fahrwerk? Fahr' schneller!


    Ich bin Bayer und damit von Haus aus schon mal viel cooler als du.

  • Und immer schon weit nach vorne gucken und nicht nur direkt vors vorderrad. So kannst du dich besser und schneller auf das einstellen was evtl kommen könnt.- und niecht vergessen, die kurvenäussere Fussraste mit gut druck belasten damit du auch immer schön grip am hinterrad hast!!!!


    Viel spass beim üben!!


    Gruss
    Sven #1

  • spike 1911
    ... man muß nur aufpassen,daß es einem nicht den Fuß einfädelt am Rand.`Voriges Jahr hab ich mir bei solcher Aktion das Kreuzband gerissen,seitdem habe ich eine richtige Blockade im Schädel.Mir stellt es kurz vor den Spurrillenrichtig richtig die Haare auf !:grr:

  • Zitat

    Original geschrieben von hellmet
    spike 1911
    ... man muß nur aufpassen,daß es einem nicht den Fuß einfädelt am Rand.`Voriges Jahr hab ich mir bei solcher Aktion das Kreuzband gerissen,seitdem habe ich eine richtige Blockade im Schädel.Mir stellt es kurz vor den Spurrillenrichtig richtig die Haare auf !:grr:


    hellmet
    Ich fahre mit Orthesen - das vermittelt zumindest ein sichereres Gefühl - der Schmerz wandert dann auch ins Hüftgelenk oder in den Knöchel (wenn die Stiefelschnallen zu locker waren!)... :grr:

  • an meine letzte Spurrille muß i scho die ganze Woche denken wenn i den blauen Klumpen von Ellenbogen irgendwo aufstütz...
    :dk:


    DER FREIZEIT ELLENBOGEN LANDER:zunge:

    *** kauf dir mal was Zulassungsfähiges das nicht so stark aus dem Auspuff ölt :whistling:

  • Hi Psycho,


    das Fahren in tiefen Anliegern ist eigentlich nicht so schwer, kostet aber ein wenig Überwindung. Die Rille solltest du dir auf jeden Fall nur so lange anschauen, bis du dein Vorderrad eingefädelt hast, danach auf keinen Fall den Blick kurz vors Vorderrad richten, sonst wirst du mit Sicherheit ins Straucheln kommeln. Richte den Blick weit voraus, wenn möglich am besten schon zum Kurvenausgang. Den Popo würde ich in einer ganz neutralen Position lassen, also nicht nach vorne schieben. Die Räder können nicht wegrutschen, also brauchst du keine Angst zu haben deshalb zu stürzen. Die meisten Fahrer stürzen in tiefen Anliegern, weil sie zu langsam fahren oder sich nicht trauen Gas zu geben. Sie kippen dann nach innen. Du kannst im Prinzip mit voller Power beschleunigen, soweit du dich eben traust, aber auch aufpassen dass dein Vorderrad nicht hochsteigt, falls das droht lehnst du einfach den Oberkörper weiter nach vorne und machst so mehr Druck aufs Vorderrad. Am wichtigsten ist jedenfalls dass du nicht zu langsam bist und nicht genau vor dein Vorderrad schaust. Im Stehen fahren ist in engen Kurven nicht so angesagt, wenn die Rille richtig tief ist, läufst du dann Gefahr mit dem inneren Fuß am Boden aufzusstzen und das gibt mit Sicherheit Trouble. Wenn du im Sitzen fährst schleift eben die Raste, das ist nicht weiter schlimm.


    Harry

  • Da kann ich auch was zum Besten geben:


    Crosspiste, teilweise ziemlich abgesoffen. Eine richtig schöne tiefe Stelle ca. 5 m lang über die gesamte Breite. Zwei Spurrillen drinnen, alles gerade, keine Kurve. Schon so ca. 5 mal durchgefahren, immer eine Menge zeit liegen lassen. Dann mit Gewalt. Drauf los "mit Zug". Weil schlammig, im Gedächtnis Vorderrad ein wenig entlasten, scheisse - Spur war unter dem zugeschwappten Siff sauhart, ist mir beim langsamen Durchfahren zuvor nicht aufgefallen.
    Vorderrad springt aus der Spur landet danebem im Morast, hab ich gar nicht recht mitbekommen weil weit nach vorne gesehen (!!) - Moped bremst unvermittelt. Leck mich am Arsch hat's mich da hingebeutelt.




    Andy

    KTM - Freude am Schrauben :biggrin:


    Wenn es zum Ingenieur nicht reicht, kannst du immer noch Arzt werden :teufelgri

  • Das Thema Spurrillen fahren wurde hier zwar schon vor knapp 20 Jahren eingestellt, wollte trotzdem kurz meine Erfahrung damit posten vielleicht bringts jemand ja was.


    Es scheint so zu sein dass alles was in der Spurrille die Radlast vorne erhöht (Körperschwerpunkt vorne, bremsen, Gas wegnehmen) sprich alles was aus Unsicherheit gern gemacht wird, die Wahrscheinlichkeit vergrössert dass das Vorderrad sich durch eine der Spurrillenwände durchbohrt und das Gezappel (und damit die Unsicherheit) dann natürlich noch heftiger wird.


    Körperschwerpunkt nach hinten, Bike unter Zug halten und nicht bremsen lässt umgekehrt das Vorderrad besser kontrollierbar in der Rille locker ‚tänzeln‘, man hat so meine Erfahrung dabei etwas das Gefühl wie beim Lenkrad im Auto.


    Vermutlich ist die nächste Stufe dann tatsächlich die dass man als besserer Fahrer die Rillen einfach ziemlich ignoriert und quasi drüberfliegt, so siehts zumindest von weitem aus ;) wird bei mir wohl noch ne Weile dauern

  • Es fallen mir jetzt spontan nur zwei Gründe ein das Vorderrad in einer Kurve zu entlasten. Erstens es ist tiefer Schlamm und zweitens es gibt in der Kurve große lange Wellen. Ansonsten macht Vorderrad entlasten in der Kurve keinen Sinn. Ob Spurrille oder nicht, Grip am Vorderrad erhöht die Kurvengeschwindigkeit. Wenn du das Gefühl hast das dein Vorderrad beim Belasten schneller aus der Spur fährt oder einklappt, dann kontrolliere die Balance zwischen Gabel und Dämpfer. Da du den Eindruck hast das es mit Gewichtsverteilung nach Hinten besser geht, ist entweder deine Federrate zu schwach und das Vorderrad knickt ein. Oder wenn es gerade aus der Rille schiebt die Gabel zu hart und springt bei Unebenheiten aus der Spur. Weil sich dann Traktionsverlust einstellt und dies unkontrolliert abläuft, bekommt man mit der Gewichtsverteilung nach hinten das Gefühl mehr Kontrolle zu haben, da das Vorderrad allgemein weniger Traktion aufbaut und sich ein täuschendes sicheres Gefühl einstellt. Aber das ist definitiv die langsamere Fahrtechnik....

  • Arsch nach vorne auf den Tank, Druck auf die äußere Raste und Schräglage eben je nach Speed. Blick nach vorne aufs Ziel (immer oder!?).

    Immer schön auf Zug fahren.
    Und üben und üben und üben....

    Auch wenn's schon 18 Jahre alt ist, soweit immer noch richtig. Ergänzend noch dazu, dass man außer dem Hintern auch den Oberkörper noch weiter nach vorn nimmt, Kopf möglichst bis über den Lenker.

    Neben dem Druck auf die Raste auch mit dem äußeren Knie das Bike ich die Schräglage drücken und damit verhindern, dass das Vorderrad über den Anlieger wandert.

    Ich fahr die Kurve auch etwas enger als die gewünschte Spur an und lass mich von der Fliehkraft in den Anlieger drücken. Auch dadurch gehts vorn nicht so schnell über die Spur.


    nur zwei Gründe das Vorderrad in einer Kurve zu entlasten. Erstens tiefer Schlamm und zweitens in der Kurve große lange Wellen.

    Jepp, aber auch im tiefen Sand, bei dem sich das Vorderrad bei zu viel Druck gern eingräbt. Da bleib ich eher mittig. Bei langen Wellen versuchen die Kurve im Stehen zu nehmen.


    Ein ''täuschend sicheres Gefühl, durch Gewicht nach hinten gefühlt mehr Kontrolle zu haben, weil das Vorderrad dann weniger Grip aufbaut'' hat sich bei mir übrigens noch nie eingestellt. Dafür aber ein aus der Spur laufendes Vorderrad und dann die Zähne im Dreck. Und DAS ist dann definitiv langsamer. ;)


    Mit das Wichtigste ist aber wirklich, die Spur mit den Augen anzupeilen, und sobald die Richtung stimmt, den Blick Richtung Kurvenausgang zu richten. Dann zieht das Bike praktisch dem Blick hinterher.

    Das Gleiche gilt auch bei Sprüngen, besonders bei Spurrillen in der Auffahrt. Gewünschte Spur anpeilen und dann den Blick über den Sprung richten. Wer da zu lang vor's Vorderrad guckt, verwackelt es gern, und wenn's blöd läuft, erwischen Vorder- und Hinterrad zwei verschiedene Rillen, und das kann Aua enden..

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