Balkan 2013

  • Balkan Urlaub 2013



    Vorbereitung Moped:
    Das die Ruckdämpfergummi der schlacht 43er ausgeschlagen sind ist fast normal


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    Ein bisschen Schlauchgummi hilft da weiter.


    Das Felgenbett schützt man am besten mit etwas Grundierung vor Gammeln, denn gerade die DID Felgen wissen was eine galvanische Spannungsreihe ist.


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    Panzertape als Felgenband


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    Reifenhalter und Dichtgeel sollten vor dummen Strassengraben Aktionen schützen



    Der 130er Scout montiert sich gut, will sich aber nicht setzen,



    ich musst ihm ziemlich ins Kreuz treten.




    Der fuck Sattel der 41er hinten zieht schon wieder schief.
    Wer dumm macht kommt ins Heim sprich in die Veterama Kiste.



    dank Baukasten tut es jetzt ein 43er Sattel samt Bremsankerplatte



    Ferroto Sinter Beläge waren noch im Regal
    Die Bremskolben zu putzen war auch notwendig.



    da mein Lacksatz noch recht gut ist
    und ein stadtbekannter Münchner Schlächter für Nachschub sorgt 
    gibts halt noch zwei Tankhälften und nen Schnabel in RAL 3003






    beim Schnabel wechseln denk ich mir so wie schauts eigentlich am Zündschloss aus
    jetzt kommste gut dran und da war doch schon mal eine Litze ab
    siehe da, der Instinkt hatte recht, der Rote hing noch am seidenen Faden



    Aus lauter Begeisterung hab ich mir direkt nen versteckten Schalter eingebaut ums Zündschloss zu überbrücken. Das sollte sich dann auch als notwendig zeigen. Später es einen neunen Kabelstrang mit Zugentlasungg. Das Navi, die Bordsteckdose usw braucht nun mal Strom und da ich was gegen fliegende Sicherungen habe ....



    Dann hab ich noch einen Pisser am Benzinschlauch und diverse andere Kleinigkeiten weg gemacht, fertig montiert und die gleich Probefahrt dran gehängt.


    Was rasselt denn da? Na super, der 5* Stürzbügel ist abvibriert. Langsam geht mir die Karre auf den Sack.



    Entweder gibt`s nächsten Winter eine Generalkur oder eine neue Mopete.




    Dann den Bus leer räumen.




    Dicke Mopets macht man mit dicken Gurten fest und da braucht es reichlich Anschlagpunkte.



  • Anreise 08. – 09.05.13
    Morgens das Schlachtfeld der Geburtagsfete beseitigen um danach das Moped einladen samt Ausrüstung zusammen packen. Nachmittags die Anreise zu Roland. Erster Zwischenfall: eine Einnietmutter reisst es dem Bus ausm PSA Coladosenblech und die Big fällt um.
    Na Super: den ersten Sturz ohne einen Meter gefahren zu sein. Den demolierten Kochtopf und den gebrochenen Plastikteller in der TaRuSa Seitentasche sollte ich erst drei Tage später bemerken. Bei Roland angekommen gilt es die Mopeden und die Ausrüstung verladen. Es passt wirklich saugen denn die Hecktür geht nicht ganz zu. Egal es muss gehen.



    Es folgt eine problemlose Nachtfahrt bis Ancona. Bei einen Wohnmobil Händler findet der Bus einen sicheren Stellplatz. Dann per Achse runter zum Hafen und um die Tickets abholen. Ein wichtiger Programm Punkt ist die Überlebens wichtige Grundnahrungsmittel für die lang Fährfahrt per Deckspassage einzukaufen.



    Punktgenau zum Ladebeginn sind wir auf die Fähre gerollt und haben nen guten Platz auf dem Achterdeck gesichert. Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert. Wie verbringt man die 16 Std Laufzeit einer Fähre? Na am besten mit Saufen und Schlafen. :D:D




    10.05.13 Ankunft Fähre /1. Fahrtag


    Morgens geht es zeitig von der Fähre herunter und an der ersten Tankstelle muss ich feststellen, dass ich meine Crossbrille verschlampt habe. Die muss noch auf dem Autodeck der Fähre liegen. Zu meinem Dummenglück hat Roland eine Ersatzbrille dabei. Endlich rollen die Mopeds und es geht über Landstrasse Richtung albanischer Grenze. Die griechischen Grenzer sehen alles recht locker, aber die albanischen haben es mir der Datenerfassung. Der Reisepass wird eingescannt und alle Daten in die entsprechenden Datenfelder eingerückt. Fehlt nur noch der Fingerabdruck.
    Bei einer Pause am Strand durften wir uns die elegante Abfallbeseitigung eines PE Halbzeug Verarbeiters betrachten. Die müssen es wirklich noch lernen.
    Weiter geht die Reise über albanische Landstrassen durch eine geniale Landschaft, dazu wenig Verkehr und bestes Wetter. Dass hier die Uhren etwas langsamer gehen merkt man auch an den Geldautomaten denn da dauert das Geld abheben schon mal 10 Minuten: "Please wait". Das Mittagessen gab es an einer kleinen Kneipe im Nichts. Statt Speisekarte gibt es einen Wink: „ab n die Küche und in die Töpfe gucken“.
    Die Landschaft ist nicht nur geil anzuschauen sie bietet auch Besonderheiten. Zum Beispiel das blaue Auge, einer Karstquelle die ca. 6 m³ die Sekunde ausspuckt. Sollte man mal gesehen haben. http://de.wikipedia.org/wiki/Syri_i_Kalt%C3%ABr



    Als die Asphalt Fahrerei langsam lästig wird geht es endlich raus auf den Schotter. Eine schöne 30km Passstrasse durch einen Nationalpark. Wahrscheinlich eine alte Römerstrasse, denn die alte Kopfsteinpflasterung kommt immer mal wieder durch. Weil es so schön ist gleich weiter über kleine Kreisstrassen mit Lehmboden.



    An einsamen Gehöften vorbei und durch teilweise unbewohnte bzw. zerfallene Dörfer.



    Die Piste wird immer anspruchsvoller und unser Kuhtreiber muss ganz schön ackern. Die 1150er GS macht es im nicht gerade leichter. Er musste ja unbedingt mit der BSE (Blei Schwere Enduro) antreten, dabei hat er zu Hause ne DRZ stehen.




    Die Piste schlängelt sich genial durch die Berge, doch der mittlerweile grauschwarze Himmel lässt böses erahnen.



    Die ersten paar Tropfen läuten ein Gewitter ein das sich gewaschen hat. Die Lehmpiste wird zu einem Breibad und setzt die Reifen zu. Rumeiern macht es auch nicht besser denn da wirft sich das Profil nicht frei, also Arsch hoch und Knie an den Tank. Mittlerweile komplett durchnässt kommen wir an eine Fuhrt wo ein eigentlich harmloses Rinnsal zum Sturzbach wurde und den Fahrweg ausspülte.



    Da gibt es kein Durchkommen. Was nun ? Mittlerweile ist es 18:00 durch und es schifft immer noch wie eine Sau. Also zurück zum letzten Gehöft und fragen ob sie uns in der Scheune schlafen lassen. Nur das Thomas die BSE nicht mehr durch die tief verspurte Lehmbreipampe die Steigungen rauf bekommt. Die Kupplung der Kuh stinkt meilenweit gegen den Wind und der Fahrer ist am Ende von Kraft und Nerven. Dabei steht doch zu Hause ne DRZ...
    Es hilft nichts wir müssen warten. Das Einwerfen von Nutraxx, Müsliriegel und Traubenzucker hält einen aufrecht. Irgendwann lässt der Gewitterschutt nach und die Fuhrt wird wieder machbar.


    [youtube] http://youtu.be/x1zHeyVKLJs[/youtube]


    http://youtu.be/x1zHeyVKLJs


    In einer voll gelaufenen Rinne erwische ich einen dicken Stein und es haut mich nach links um. Den Schalthebel biegt es bis an die Raste hinter, aber das gute japanische Gummieisen lässt sich ja wieder zurück biegen. Auch Roland erwischt es. In einer Furt tritt der Stützfuss ins leere und die Atv geht in die Waagerechte. Einzig unser BSE Treiber bleibt sturzfrei. Der Triumph sei ihm gegönnt.


    Einen Murrenabgang müssen wir zum Queren halbwegs räumen, ansonsten ist die Piste wieder fahrbar. Längst ist die Dämmerung da, aber dafür geht der Regen in ein Tröpfeln über.



    Im Stockdunkeln erreichen wir die Asphaltstrasse und es findet sich ein Gasthof mit Bier Essen und Bett – genial !!


    11.05.13 2. Fahrtag
    Nach dem eeetwas anstrengenden Vortag stand Ausschlafen auf dem Plan. Als nach dem Frühstück die Wirtsleute wegfahren nutzen wir die Gelegenheit, um den ganzen Hof mit den nassen Klamotten in der Sonne zu drapieren.


    Der technische Dienst muss auch sein und so ist es 10:00 durch bis wir vom Hof kommen. Iss ja auch Urlaub und keine Rallye O:-). Erst mal ne schöne Verbindungsetappe entlang der griechischen Grenze und zum Tanken einmal kurz rüber. Dann ab auf die Piste. Leider ziehen schon die dicken Gewitterwolken auf und als die ersten dicken Tropfen herunter klatschen kommt gerade eine Kneipe als trockenes Plätzchen recht. Bei leckerem Essen und gutem Kaffee lässt sich auch ein heftiges Hagelgewitter ertragen.



    Irgendwann ging es im Tröpfel Regen weiter der uns den restlichen Tag auch nimmer los lassen wollte. Scheinbar schlägt das Wetter um. :O Nach etwas Suchen fand sich ein Hotel mit kleinen Zimmern im dritten Stock. Wieder mal bestand die Speisekarte aus in die Töpfe gucken.


    4.1 12.05.13 3. Fahrtag
    Beim Wecken zeigt sich blauer Himmel, doch beim Frühstück zieht es sich zu. Beim Aufladen tröpfelt es und bei der Abfahrt im Regenzeug schifft es wie die Sau. Langsam geht mir das Wetter auf den Sack. Richtung der ersten Off Road Etappe hängt alles in schwarzen Wolken und bei den roten Lehmböden hier kann das nur Quälerei werden. Also beschliessen wir eine Streckeänderung mit einer Asphalt Verbindung an den Ohrid See. http://de.wikipedia.org/wiki/Ohridsee gut halb so gross wie der Bodensees. Dort kommt dann wieder der Einstieg in den Track. Auf einer weiteren Verbindung trocknet es ab und das Fahren macht wieder Laune. Übermut tut selten gut und die Grobstollis zeigen mir die Grenzen des Machbaren. Beim bergab Kehren Anbremsen gibt`s ein Bremsdrift über beide Räder, dass es einem warm wird ums Herz. Gegen Mittag ne Brotzeit einkaufen, denn die heutige Mittagspause findet in einem Flussbett statt. Lavaza und Peak1 sei dank auch mit anständige Kaffee :coool:



    Der nächste Pistenabschnitt ist eine breite Schotterautobahn. So richtig was zum Fliegen lassen. :-) Irgendwann zweigt der Track ab und es geht wieder auf eine alte Pflasterstrasse. Die stammen noch aus alten Römerzeiten und sind halt ziemlich zerbombt, macht dafür unglaublich Laune. In einem zerfallenen Dorf findet sich ne Kneipe und drei Expressi für die Stollenreiter. Die Dorfjugend ist begeistert.



    Beim Aufsitzen zeigen sich schon weder Gewitterwolken und bald drauf kriegen wir wieder unser Fett weg. Jammern hilft nichts also RegenZeugs drüber und weiter. Die Piste ist durchgängig geschottert und auch im Regen gut fahrbar. Das die Füsse seit drei Tagen im Tech8 Aquarium stecken stört fast nicht mehr denn das sind wir ja vom Rallye fahren gewohnt. Aber der Duft der da Abends immer raus kommt. :-o
    Thomas wirds langsam warm ums Herz weil die Kuh so einen Mick Maus Tank hat, aber pünktlich vorm trocken Fahren findet sich eine Tanke. Wir wollen gerade weiter als ein deutscher MZ Bagiera Fahrer alleine daher kommt. Er ist auf dem Rückweg aus der Türkei. Hat keinen Plan wo er ist. Hat keine Landeswährung, keine Landkarten dabei und sein Navi ist ein nicht wasserdichtes Handy mit kaum vorhandenen Kartenmaterial. Aber gut drauf isser.
    Auf der Verbindung trocknet es ab und im nächst grösseren Ort findet sich ein gutes Hotel mit Garage. Das Marmor Bad heisst noch lange nicht das aus der Duschkopf auch Wasser heraus kommt. Macht nix, mit Bordwerkzeug aufm Zimmer weiss man sich ja zu helfen.

  • 13.05.13 4. Fahrtag
    Der Blick aus dem Hotelzimmer zeigt ein gnadenlos zugemülltes Flussbett. Es tut einem weh wie die Albaner ihre Natur misshandeln. Derartige PET Massen in der Umwelt finden sich leider überall in den Schwellenländern. Das die Scheisse über die Lebensmittelkette irgendwann zum Bummerang wird ist ihnen noch nicht bewusst.




    Thomas musste sich uuunbedingt die "Löwenmähne" schneiden lassen. Also gehen wir noch mal ins Städtchen. Es ist erstaunlich wie viele Leute am Montag hier flanieren gehen bzw. in en Kaffees sitzen. Haben die alle Urlaub ?
    Die Regenschauern haben uns fest im Griff und so fahren wir den ganzen Tag im Regenzeug. Auf den geschotterten Abschnitten kein Problem aber auf den Lehmpisten nervt es dann doch. Gerade Roland mit der LC4 Atv hat mit seinem Probleme. Der T63 Gummi führt nicht sonderlich und die Fuhre schiebt ständig übers Vorderrad. Die Atv will dann Rallye mässig bewegt werden was den Fahrer dann doch fordert.  Da kann ich mich mit dem MT21 vorn auf der Big nicht beschweren. Das Wirth Fahrwerk, die Gewichtsverteilung und die Bereifung passen. Die 41er fährt sich wie ein Böppchen.



    Der Lacher des Tags ist eine im klebrigen Lehmpampenglibber elegant eingeparkte 11er GS. Die Karre steck derart fest das wir ne ganze Weile brauchen um sie da raus zu wuchten. Dabei findet sich ein Faust grosser Stein zwischen Bremssattel und Speichen. Mit der DRZ wäre das nicht passiert.


    Auf einer Verbindung zeigt sich die geballte Kompetenz albanischer Strassenbaukunst wieder. Die recht neue Asphaltdecke zeigt massig Frostaufbrüche. Die ca. 5 cm starke Asphaltdecke ist einfach
    ist einfach zu dünn. Es muss halt gespart werden, egal was es kostet. Dabei stehen da überall Schilder rum die belegen, dass das Strassenprojekt mit EU Mittel gefördert wird. Suuuper Aktion !!


    In einem Pistenabschnitt treffen wir auf ein paar Belgier auf KTMs mit einem albanischen Tourgide. Ich wusste gar nicht, dass es hier geführte Touren gibt.


    Meine HE Bremse ist vorne bis aufs Eisen runter. Der hat der Belag nicht mal 5Tkm gehalten. Scheint so als mögen die HE Bremsen keinen Dreck. Morgen wird sich eine Lösung finden. Überhaupt zeigt das Material erste Ermüdungserscheinungen. An meinem TaRuSa gehen die Nähte auf. Da helfen Spanngurte weiter. Mein ScotOiler hat Dreck die Entlüftung verstopft, so dass er das Ölen einstellt. Die Vorderrad Speichen der Big muss ich auch täglich nachspannen. Die GS verliert ihre Aufpuffschelle. Aber das ist alles mit Bordmittel zu machen.
    Zum Tagesabschluss findet sich ein gutes Hotel und bei einem Schwatz mit ein Paar Mountenbiker lässt sich der Tag ausklingen.


    14.05.13


    Heute Morgen zeigt sich mal wieder ein blauer Himmel und so sollte es auch erst mal bleiben. Macht ja auch mehr Spass.


    Nach dem Frühstück bin ich mit dem recht gut deutsch sprechenden Koch losgezogen um die Brems Beläge vorn zu sanieren. In den gängigen Läden fanden sich nur dicke Autobremsbeläge



    Aber in einer Schrauberhöhle wurden wir an den Senjor verwiesen. Den alten Chefe mussten wir erst mal gegenüber aus der Kneipe loseisen was nicht unter einem Bier machbar war. Der zog einen gebrauchten Kupplungsbelag aus seinem wohlgeordnetem Warenbestand. Mit den Ludolfs wäre er bestimmt bald ein guter Freund geworden. Im Gegensatz zu den speckigen Brüdern wusste er aber sehr genau wie man so was macht und so wurde binnen einer Stunde mit Flex Sekundenkleber Feilspänen und Hohlnieten die Backen neu belegt.



    Das er ständig mit zwei Füssen auf seinem ausgebreiteten Werkzeug herum trampelt ist wohl seine spezielle Methode.



    Scheissegal, denn das Ergebniss zählt und das konnte sich wirklich sehen lassen. Beim Pinkeln hinter der Halle zeigt sich, dass das Altöl Management nach der Albanien ISO 9001 problemlos funktioniert.



    Beim Backen einbauen fanden sich noch ein paar lose Speichen im Vorderrad. Auch kein Problem.


    Endlich konnte es dann auch los gehen. Das Team schart ja auch schon mit den Hufen.
    Als erstes geht es in ein Hochtal in dem wir beim Rallye fahren schon mal waren. Absolut schön da oben. Das Tomy mit seiner BSE in den Flusskiesel keinen Spass hatte war halt sein Schicksal. Aber zu Hause steht ja ne DR….Schnabeltasse :shock: :shock: :shock: :shock: :lol::lol::lol:



    In dem, aus der Albanienrallye 2011 bekannten Imbiss, gab es ne gute Forelle und weiter geht die Reise.
    Die Verbindung bringt eine 80km Supermotostrecke durch die Berge. Alter Falter war das geil. Das hört gar nicht mehr auf....



    Das nächste Quartier war ne üble Absteige. Man kann nicht immer gewinnen. Dafür wars Essen gegen über gut.


    7.1 15.05.13
    Der schlaflose Tomy schmeisst uns zeitig mit einem Kaffee ans Bett und so kommen wir früh los zum Suermoto die Zweite.



    Dann ein kleines Bergtal rauf wo es bald zur Piste über geht. Geile 60 km Schotter fordern Mann und Material.



    Der LC4 Vibrator wirft schon mal mit dem Schalthebel um sich. Gegen Abend haut sich Tomy beim Anhalten auf die Waffel und Roland will mit dem Alukoffer die Felsen bei Seite räumen. Was die Teuertech Kiste dauerhaft undicht ummodelliert und Kleinteile wie Blinker usw aussortiert. Die Karre sah eh uncool neuwertig aus. ;-)



    Merke: Wirklich gute Freunde fotografieren zuerst und helfen dann.


    Oben im Tal fand sich ein Gästehaus mit Bier, Essen und Bett. Das Beste war jedoch die Gesellschaft von zwei Schweden, drei Engländer, dazu wir drei Deutschen. Alle auf Reiseenduros und jeder hatte was zu erzählen. Ein ungeplantes Enduro Treffen am Arsch der Welt. Wie genial kann das Leben sein. :-D





    16.05.13 Do
    Der geplante Track ist leider nicht machbar, da die Passhöhe noch Meter hoch mit Altschnee bedeckt ist. So müssen wir das Tal wieder runter. Dafür hat der Wettergott ein Einsehen und es bleibt halbwegs trocken. Heute schnapp ich mir Rolands LC 4 Atventure. Dämpfung und Lenker mal vernünftig Einstellen und holla die Waldfee. Die Fuhre ist nichts zum daherrollen, die will gefahren werden. Das erinnert mich stark an meine EXC. Leider sind die 60 km Piste viel zu schnell vorbei, denn das war die letzte Piste. Die BIG sorgt irgendwann für Kurzweil weil der Schalldämpfer herum baumelt. Die Haltelaschen des Devil hat es zerrissen. Weiss der Bauer keinen Rat nimmt er Draht, nimmt er Draht.



    Zur Mittags Brotzeit findet sich eine von der Abrissbirne angenagte Bauernbude als Regen Dach und die 11erGS dient als mobiles Frühstücksbrettchen. Auch die mitgeschleppte Espressomaschine wird wieder mal mittels Benzinkocher aktiviert.



    Der Rest vom Tag geht es über Asphalt bis zu der Bucht von Kotor. Dort beschliesst sich der Tag in einer Pizzeria am Hafen.

  • 17.05.13
    Der Himmel weint weil sich der Urlaub zu Ende neigt. Den dicksten Regen sitzen wir im Frühstücksraum aus und schwatzen mit ein paar Engländern über Merkel und die Welt. Irgendwann gehts dann los und wir umrunden die Bucht im Nieselregen. Bald darauf sind wir in Dubrovnic und finden ein Quartier fussläufig zur Altstadt. Die ist wirklich Sehens wert, aber auch ein übeler Touristen Nepp. Scheiss egal, dass ein Stubbi 5,- kostet. Die Muscheln und die Fischplatte waren trotzdem lecker.



    Es wird ein langer Abend in der Altstadt mit guter Live Musik, tanzenden Leuten auf der Strasse und einem affengeilen Blick übern Hafen. O:-)




    18.05.13
    Heute gehts erstaunlicher Weise mal im Sonnenschein los. So war das eigentlich für die ganze Tour geplant. Die dalmatische Küstenstrasse rauf ist was fürs Auge, für die Nase und die Reifenflanken bekommen auch was zu tun. Irgendwo zwischendrin gibt es ein spätes Frühstück mit Blick auf ein Rudel Delphine.



    Das Ausrollen auf Split verlockt zum Träumen was sich speziell vor Baustellenampeln nicht so gut macht. Als von hinten dieses eklige Kratzen ertönt reagieren Thomas und ich instinktiv richtig und ergreifen die Flucht nach vorne. Was muss der Roland als "Hans guck in die Luft" sich auch mit einer Panikbremsung aufs Maul legen und dabei die Ampel wie einen Kegel auf's Korn nehmen. Die Schäden halten sich in Grenzen derweil der Teuertech Alukoffer eh schon ramponiert war und Kleinteile wie Spiegel und Blinker unter Verschleiss Material fällt. Einzig die durch geschliffene Unterhose zeugt von fehlenden Hüftprotektoren. Zur Strafe hat er jetzt den Arsch offen. Kodan und Betaisodona hat man eh im Rucksack, also weiter im Text... :D



    In einem Vorort von Split fand sich zur Abwechslung mal ein nobeles Hotel mit Aufzug und richtiger Duschkabiene. Nach nem Bad im Meer und einem guten Steak klingt der Tag bei einem Feuerwerk überm Hafen aus.



    11.1 19.05.13
    Der Tag ist was zum Faulenzen. Zu erst ein bisschen am Meer herumliegen. Danach geht es zum Bummeln rüber in die Altstadt von Split um sich die Besichtigen von alten Häusern und kurzen Röcken zu gönnen.



    Die leider unumgängliche Gammelzeit auf der Fähre ist mit flüssig Brot und sonstigen Grundnahrungsmittel am besten zu ertragen. Von der Fähre gibt’s nicht viel zu berichten, ausser dass das Essen mal wieder teuer und schlecht war. Zum Schlafen gab es statt der Folter in den Pullmann Sitze ein ruhiges Fleckchen zum lang machen im Andachtsraum.




    20.05.13 Rückreise
    Eigentlich läuft alles am Schnürchen, ja bis vor Mailand. Denn ab hier läuft erst mal nichts mehr. So ein richtig geiler Stau ist schon was Feines. Nur die Zugluft der Gegenspur stört beim Federball spielen. Aber nach gefühlt XX Stunden geht es auch wieder voran, bis sich die Blechlawine vorm Gotthardo wieder knubbelt. Bin ich hier schon mal ohne Stau rein gekommen? Dann drunten im badischen die Teamkollegen ausladen und endepeng. Um 23:00 fängt man keine 300 km Schlussetappe mehr an. Also noch ne Zwischenübernachtung beim Roland und am nächsten Morgen entspannt nach Hause.



    Resüme

    Das übernehmen eines fertigen Track's ist zwar einfach aber es kommt meisst nicht das dabei heraus was man sich wünscht. Ich hätte mehr Offroad und weniger Verbindung geplant. Sollte es eine Neuauflage geben werde ich sie auf Montenegro und Nordalbanien beschränken. Die BIG ist prima geeignet für die gefahrenen Pisten. Richtige Crossstiefel, Helm, Protektoren usw. ist sowieso Pflicht. Die LeathBrake ist auf Dauer lästig weil es immer rein pfeift bzw. regnet. Ein Nackenhörnchen ist die bessere Wahl. BW Goretex Regenzeug und Neopren Socken bzw Müllbeutel in den Stiefeln haben sich bewährt. An Reifen ist der 130er Heidenau Scout erste Wahl. Dicke Schläuche und Reifenmilch sowieso. Wir hatten keine Platten. Satteltaschen sind besser als Aluboxen denn die sind zu gross und man schlepp zu viel Scheiss mit. Ausserdem hauen einem die Kisten böse in die Waden.
    Tanktaschen senken den Schwerpunkt, halten die Knie trocken und schonen den Tank bei Stürzen. Ersatzhebeleien rundum, Gummiblinker und Klappspiegel müssen dabei sein. Schrauben Züge Kabel usw. sowieso. Grundsätzlich gilt: keine Fahrt ohne Draht  Die Klamotten und die Ausrüstung auf das absolute Minimum beschränken. Sandalen, eine Hose, ein Pulli, zwei Satz Unterwäsche und Klimazeug reicht. Man muss halt jeden Tag waschen. Eine Tagesration an Lebensmittel und etwas Wasser muss immer dabei sein. Müsliriegel Traubenzucker und das altbewährte Nutraxx für die Rucksack Trinkblase sind Pflicht. Trotz Hotelübernachtungen hatten wir Schlafsäcke dabei, denn eine ungeplante Übernachtung im Strassengraben kann immer mal vorkommen. Der stark erweiterte Hilfe Satz muss sein, sollte da draussen was passiert kommt niemand denn da ist niemand. Das man sich vorher beibringen lassen muss was im Ernstfall zu tun ist steht eh ausser Frage. Um den Ärger wegen einem verlorenen oder beschädigten Kennzeichen aus dem Weg zu gehen hat es sich bewährt das Kennzeichen ohne Stempel (Urkundenfälschung) zu kopieren und einzulaminieren. Die Kopie wurde überall akzeptiert. Das Original Kennzeichen kommt in die Satteltasche. Grüne Versicherungskarte und Reisepass muss sein, den I Führerschein wollte keiner sehen. Das Team muss passen, unseres war gut. Eine Teamkasse aufmachen und konsequent alle Kosten daraus zu zahlen macht es einfacher. Anreise auf Achse ist zwar möglich, verschlingt aber zusätzliche 2 Tage. Dazu muss man dann vor Ort Reifen wechseln, denn mit den Stollen anzureisen geht halt nicht. Ich würde es wieder so machen.


    Bis dann
    Aynchel aus Meddersheim

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