Spannungsregler - Wie funktioniert das?

  • Hi alle,


    Ich habe wohl am Moped einen defekten Spannungsregler, die Birnen glühen nur so Orange.


    Jetzt möchte ich mal wissen, wie so ein Teil eigentlich funktioniert.




    Das ganze ist ein Wechselspannungskreis mit einer Generatorwicklung und Permanent-Polrad.
    Der Spannungsregler ist parallel zur Wicklung nur mit zwei Drähten angeklemmt.


    Also, wer weiss, was in dieser vergossenen Büchse drinnen ist ?


    Müssen diese Dinger eigentlich nicht mit guten Wärmeableitung montiert werden?


    Grüße, Andi

  • Ich hab keine Ahnung was dort wirklich drin ist,aber ich würde dort eine Z-Diode (Zehnerdiode) einbauen. Zur Erklärung: nach einer bestimmten Durchschlagspannung bleibt bei veränderlichem Stromfluß die Ausgangsspannung relativ konnstant. Wenn du diese also parallel zur Spannungsqelle schaltest,bleibt die Ausgangsspannung also immer so groß wie die Z Spannung. (also der Wert der Z-Diode) Selbstverständlich MUß ein Vorwiederstand vor die Diode. Da die Eingangsspannung ja höher als die Ausgangsspannung sein muß. Du mußt ja damit rechnen das die die Eingangsspannung auch sinken kann. Jetzt könnte man noch einen Transistor mit in die Schaltung einbauen um die hohen Ströme im Kraftfahrzeug zu berücksichtigen aber....blablabla das führt zu weit. Ich hoffe ich konnte dir helfen. Und lasse mir auch was erklären. Achso zur Kühlung nimmt man dann gleich das Gehäuse.


  • hi


    also, ich versteh nicht ganz was du willst, aber ich nehme an, dass du so ein teil selber bauen willst, oder?


    Wenn du mir sagst, was am Eingang IST, und was am Ausgang sein SOLL, dann zeichne ich dir ein Schema für das dazwischen und du bist wieder glücklich. OK?


    bis dann


    greetz mk


    edit: bevor du jetzt aber lostippst, geh doch nochmal zum mopped und überprüf, ob alle kontakte i o sind, denn zu grosse übergangswiderstände machen auch oranges licht ;)

  • Hi,
    das ist kein Spannungsregler sondern ein Spannungsbegrenzer. Der macht bei zu hoher Spannung einfach einen Kurzschluss :O um die Spannung zu begrenzen. Das wird mit Hilfe von Zener-Dioden und Thyristoren realisiert. Ganz einfach. :biggrin:
    Wenn die Lichter nur noch müde glimmen, kann das schon an einem defekten Begrenzer liegen. Klemm' den einfach mal ab und lass den Motor laufen. Dann sollte das Licht wieder hell werden. Aber Vorsicht: Nicht zu viel Gas geben, sonst brennen Dir die Birnen wegen des fehlenden Begrenzers durch.

  • Zitat

    combuster:
    Ausserdem ist eine Gleichrichterschaltung drinn, da vom Generator her ja Drehstrom kommt. -> 4 Dioden in Brückenschaltung.


    Äääähm, nicht ganz. In diesem Fall:

    Zitat

    Andi73:
    Das ganze ist ein Wechselspannungskreis mit einer Generatorwicklung und Permanent-Polrad.
    Der Spannungsregler ist parallel zur Wicklung nur mit zwei Drähten angeklemmt.


    Ausserdem braucht's um Drehstrom gleichzurichten sechs Dioden.

  • @ Zweitaktfahrer Auch wenn jetzt alle schreien :ja der will wieder Recht haben,aber das stimmt nicht. Die Spule induziert Wechselspannung. Für eine Gleichrichtung würde eine Diode reichen. Diese Schaltung (in Reihe zur Eingangsspannung geschaltet) heißt M1 U. Diese hat aber einen Wirkungsgrad (Verluste) von 28%. Deshalb nimmt man in der Regel die Schaltung B2 U. Diese wird mit 4 Dioden gleichgerichtet. Wirkungsgrad 80%. Um es richtig wild zu machen könnte man auch 6 Dioden benutzen. Ist für den Einsatzzweck aber sinnlos. Es kommt ja nicht auf 0.0005V an.

  • Also, ich habe mich jetzt selber nochmal schlau gemacht.


    Beim Generator ist der Rotor, wie bei fast allen Enduros, einpermanentmagnet, das Polrad eben.


    Jetzt erzeugt das Ding Spannung, wenn es sich dreht und zwar umso mehr, je schneller es sich dreht. Ich glaube, es ist so, dass die Leerlaufspannung direkt der Drehzahl entspricht.


    So, deshalb brennen ja die Birnen durch, wenn der Regler kaputt ist!
    Geregelt wird die Spannung bei allen Permanentpol-Limas durch einen Lastregler. Der wird ab einer bestimmten Spannung schlagartig leitend und zieht dann gerade soviel Strom aus der Lichtmaschine, dass die Spannung am Generatorinnenwiderstand auf die Regelspannung zusammenbricht.


    Soweit so gut.
    Das heißt dann ja wohl auch, dass die LiMA immer mehr Leistung produziert, als Sie an Glühbirnen etc. abgibt. Diese Leistung heizt dann wohl die Wicklungen der Lima auf.


    Der Regler wird wohl auch Energie Aufnehmen, so und das hat mich halt interessiert, weil der ist direkt über dem Motor verlegt und wird dort eh schon recht heiß. Vielleicht ist er deshalb kaputt.


    @ Chefsache: Nein ich bin ganz entspannt, und fange nicht sofort an zu tippen!
    Ich wills auch nicht unbedingt nachbauen, das Zeug bekommt man eh geeebraucht billig her.
    Ich wills halt bloß kapieren wie es geht.


    An einem Schaltplan wäre ich schon interessiert. Ich vermute mal, dass wird mit Thyristoren und Phasenanschnitt gemacht. Damit man nicht im Regler die ganze Leistung verbrät. Wer da was weiss, kann ja mal einenn Schaltplan reinstellen.


    Ach ja, hier noch so ein Link, wo das alles noch mal zum nachlesen steht: http://www.wbcnet.de/tips/limas.html


    Sonst danke für die Antworten, ANdi

  • Soso, mit Z_Dioden! Und ich hab gemeint man nimmt Y-Dioden...
    Also, wer noch so nen Schaltplan hat, von wegen Thyristoren und so, und wer was sagen kann zu Phasenanschnitt, also ist es das Prinzip oder nicht, das würde mich noch interessieren!


    Grüße Andi

  • Nen Schaltplan male ich dir jetzt nicht,aber wenn du deinen rückwärtssperrenden Thyristor (Vierschichtdiode) in Reihe zu deiner Last schaltest,kannst du die positive Halbwelle der Wechselspannung über ein Impuls am Gate des Thyristors steuern. So kannst du die Ausgangsspannung vom Höchstwert bis zum Nullpunkt steuern. Du erhälst eine pulsierende Gleichspannung. Für Lichtsteuerung,was du ja wolltest wird man aber einen Triac benutzen. Dies sind zwei Thyristoren in einer Antiparallelschaltung. Damit kannst du jetzt beide Wellen anschneiden. Dieser wird ebebfalls in Reihe zur Last geschaltet. Ist doch ganz einfach oder?:teufelgri Dies ist natürlich ganz einfach erklärt,aber man solls ja nicht übertreiben mit dem Klugscheißen. :aetsch:

  • Also ich hab was gefunden, obwohl ich kein Experte bin, kenn ich so eine Schaltung noch aus einem E-Technik-Labor Praktikum.....


    Sieh dir im linken Teil die 4 Dioden an, oben und unten klemmst du die Wechselspannung drauf, rechts und links wird die Pulsende Gleichspannung abgenommen. Sowas nennt sich Brückengleichrichter, kannst du dir wie in Mathe eine Betragsfunktion vorstellen, die negative Sinus-Halbwelle wird sozusagen "hochgeklappt".


    Den Rest kannst du vergessen, da es sich hier um ein Netzteil handelt.


  • Da der ominöse Regler einfach parallel zur LiMa geschaltet ist, wird er wohl nur aus einer einfachen Zener-Diode (evtl. zwei parallel geschaltete) o.ä. bestehen. Für alles andere braucht man mindestens drei Anschlüsse. Leider eine sehr einfache Konstruktion, bei der die überflüssige Spannung in der LiMa abgefackelt wird. Besonders warm dürfte der Regler deshalb nicht werden.


    Phasenanschnittsteuerung (wie beim Wohnzimmerdimmer) hilft leider auch nicht, da dabei nur bis zu einer bestimmten Höhe (daher Phasen"anschnitt") die Spannung unterdrückt wird und die höheren Spannungen durchgelassen werden. Die Spannungsspitzen, die der Regler ja gerade filtern soll, kommen weiter durch.


    Technisch elegant wäre ein LiMa-Regler, bei der kein Permanent-, sondern ein Elektromagnet in der LiMa verwendet wird, dessen Magnetfeld immer so geregelt wird, dass die produzierte Spannung die Maximalspannung nicht übersteigt.


    AleXR6

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