Bandscheiben(vorfall)-vorwöblung

  • Moin Leute,


    ich habe vor ca. einem Jahr während einer Trainingsession im Hoopepark, starke Rückenscherzen im Bereich der Lendenwirbel gespürt und bin dann quasie "auf allen vieren" zurück ins Fahrerlager gekrochen.


    DIAGNOSE: Bandscheibenvorwölbung !


    Demnach hat mir mein Arzt geraten, dass MX-fahren ersteinmal einzustellen u. meine freie Zeit zum Muskel(rücken)aufbau zu nutzen. Das habe ich auch konsequent in den vergangenen 11 Monaten durchgezogen. Ich trainiere z.Z. ca. jeden zweiten Tag für ca. 30 min gezielt meinen unteren Rücken sowie die Bauchmuskulatur. Das Resultat ist, dass ich im Alltag absolut schmerzfrei bin (hin u. wieder ein leichtes zwicken).


    Frage: Gibt es Leidengenossen, welche vl. einen ähnlichen Krankheitsverlauf haben/hatten, und wieder aufs Moped gestiegen sind?




    Über Feedback würde ich mich sehr freuen.




    Gruß

  • Das laesst sich vermutlich schwer verallgemeinern, aber ich kann dir von meiner persoenlichen Erfahrung berichten. Vor acht, neun Jahren hatte ich mir - mit vermutlich auch etwas Vorschaedigung aufgrund meines damals neuen Buerojobs mit viel Sitzen - ebenfalls einen (doppelten) Bandscheibenvorfall beim Mopedfahren zugezogen. Nach anfaenglichem Muskelaufbau und KG habe ich mir fuer drei Jahre lang eine groessere Baustelle daheim geleistet, das war das beste Fitnesstraining. Nach einem halben Jahr konnte ich wieder Moped fahren, nach einem Jahr waren die Kreuzprobleme grundsaetzlich weg. Ob ich heute Schmerzen habe bzw. ein Zwicken verspuehre haengt allein von meinem Trainingszustand (bzw. der Ausgewogenheit von Bauch- und Rueckenmuskulatur) und den Aussentemperaturen ab (bei Kaelte neigt meine Muskulatur eher zum Verkrampfen). Mir hilft deswegen generell Waerme, die Sitzheizung im Auto ist daher auch im Sommer oefter mal an und im Winter auf Dauerbetrieb. Vom Mopedfahren hat mich das jedenfalls nur kurzfristig abhalten koennen.


    Andi

    • Offizieller Beitrag

    ...........
    Frage: Gibt es Leidengenossen, welche vl. einen ähnlichen Krankheitsverlauf haben/hatten, und wieder aufs Moped gestiegen sind?.........


    Ja die gibts, meinem Rücken gehts wenn ich fahre deutlich besser als z.B. im Winter.


    Gerade bei Bandscheibengeschichten kann man aber nix verallgemeinern, das muss jeder für sich rausfinden.

    • Offizieller Beitrag

    :dito:


    Beim Endurofahren hat sich mein Rücken damals nach dem Bandscheibenvorfall (natürlich nachdem die schlimmsten Syptome auskuriert waren) immer am besten angefühlt. Wurde mir auch von anderen Fahrern bestätigt, daß es ihrem Rücken beim Endurieren am besten geht.


    Wie es beim MX bei Sprüngen aussieht, kann ich nicht sagen, aber zumindest bei mir hatte auch das keine Auswirkungen.


    Ausprobieren und langsam rantasten.

  • auch ich kann hier was in punkto "leidensgenosse" beitragen.


    bei einer reiflich unüberlegten "aufhebeaktion" auf lehmigen, nassen
    untergrund mit trainingszustand "null" hat eine bandscheibe am lendenwirbel
    vor wenigen jahren aufgegeben.


    wenn ich regelmässig fahren gehe, dann ist der rücken recht stabil.
    langer winter, kein anderes training: ganz schlechte idee....


    aus meiner erfahrung ganz wichtig: bei anhaltenden schmerzen KEIN training,
    erst wenn sich das gewebe wieder beruhigt hat.

    You have to have the courage to sustain the situation that frightens you.


    Jedes Verbot ist eine leise Absage an die Idee, der Mensch sei vernunftbegabt.
    Stefan Geiger

    • Offizieller Beitrag

    aus meiner erfahrung ganz wichtig: bei anhaltenden schmerzen KEIN training,
    erst wenn sich das gewebe wieder beruhigt hat.


    Ich weiss nicht, welche Schmerzen andere bei einem Bandscheibenvorfall haben/hatten. Ich konnte es im akuten Zustand grade noch in einer halb liegend/sitzenden Position aushalten und alles was über 5m Laufen (mehr schleichen) hinausging, führte zum heftigen Verlangen, laut loszuschreien.
    Versuche da mal, auch nur irgendwas zu trainieren.......


    "Vorwöblung" klingt übrigens richtig gut, viel besser als Vorwölbung. Da hab ich immer die Vorstellung von einer Bandscheibe, die im Rückgrat rumeiert wie ein Pudding.

  • Hab´s voriges Jahr gehabt, 5 Monate krank...
    Helfen tut (mir) vorallem Rückentraining, gerade im Winter. Bodenturnen, Gummibänder etc...
    Grundsätzlich beim Fahren keine Probleme, schwierig sind nur harte Kanten, wo der Schlag direkt ins Kreuz geht...
    Ansonsten eher blöde Bewegungen im Alltag.
    Aber wichtig ist wirklich das kräftigen der Rückenmuskulatur...


    Steve


  • aus meiner erfahrung ganz wichtig: bei anhaltenden schmerzen KEIN training,
    erst wenn sich das gewebe wieder beruhigt hat.


    damit meine ich die schmerzen, die man vor dem vorfall hat.
    der vorfall kommt meist nicht von jetzt auf gleich sondern wird mit
    "vorschmerzen" begleitet, die allerdings nur eine sehr kleine ahnung
    von dem sind, was man dann beim vorfall ansich an schmerzen hat.
    sowas wünscht man wirklich keinem.

    You have to have the courage to sustain the situation that frightens you.


    Jedes Verbot ist eine leise Absage an die Idee, der Mensch sei vernunftbegabt.
    Stefan Geiger

  • ersteinmal vielen dank für die vielen antworten. es tut gut sich mit leidensgenossen auszutauschen.
    somit versuche ich mich mal wieder am mx fahren - sollte das nicht klappen, kann ich immer noch auf enduro umsteigen.


    ein bisschen respekt habe ich aber immer noch, aufs moped zu steigen. die schmerzen, welche ich vor ca 11 monate hatte, waren schon unvergesslich...rueckenschmerzen sind schon wirklich sehr intensiv!

  • machs einfach nach dem motto:


    wenns dir gut tut, dann mach es, wenn du davon schmerzen
    bekommst, dann lass es.


    viel erfolg.

    You have to have the courage to sustain the situation that frightens you.


    Jedes Verbot ist eine leise Absage an die Idee, der Mensch sei vernunftbegabt.
    Stefan Geiger

    • Offizieller Beitrag

    damit meine ich die schmerzen, die man vor dem vorfall hat.
    der vorfall kommt meist nicht von jetzt auf gleich sondern wird mit
    "vorschmerzen" begleitet, die allerdings nur eine sehr kleine ahnung
    von dem sind, was man dann beim vorfall ansich an schmerzen hat.
    sowas wünscht man wirklich keinem.



    Bei mir wars z.B. so, daß ich vorher noch nie Probleme mit dem Rücken hatte und deshalb die nicht allzu akuten "Vorschmerzen" nicht deuten/zuordnen konnte. Hat sich komischerweise über etliche Wochen hingezogen, in denen ich auch Moped gefahren bin und Sport getrieben habe, bevor es binnen kürzester Zeit richtig übel wurde.
    Obs was geholfen hätte, mit allem aufzuhören und den Körper zu schonen? Keine Ahnung, bei mir war der Vorfall offenbar psychosomatisch bedingt (wer sich mal eingehend mit derartigen Rückenproblemen und ihren Ursachen beschäftigt hat, weiss was ich meine) und wäre wohl so oder so aufgetreten. Habe auch seitdem null Probleme mehr gehabt.


    Obs dann besser ist, sich zu schonen, oder gleich mit entsprechendem Training/Gymnastik o.ä. anzufangen? Die Beantwortung muss ich den entsprechenden Experten/Ärzten überlassen und wird wahrscheinlich eh individuell verschieden sein.

    • Offizieller Beitrag

    Tja, und hier meldet sich nun Fritzens Leibarzt.


    "Fritz, es kann Dir kein noch so guter Arzt helfen, solange Dein Rücken unterm
    Kinn beginnt, sich zwischen Deinen Brüstchen windet, den Bauchnabel umrundet und mit dem beweglichsten Steis der Menschheit endet. Du wirst immmmmmer einen Rücken-VORFALL haben."


    :biggrin:
    Gruß LOU

  • Habe selber zum glück noch keine Bandscheiben probleme. Obwohl die ärzte mir das immer wieder andichten am anfang. rücken ist halt durch ne krankheit krum und druch stürze auch schon etwas kaputt.


    Aber ich habe keine Schmerzen. Mein Vater aber und der hat gemerkt das Cross aus nicht zu kaputten strecken und Enduro so ziemlich das beste training für ihn ist. Würde sagen wenn die schmerzen nicht da sind einfach mal ausprobieren auf ner gepflegten strecke oder auch mal irgendwo enduro fahren und dann sehen was der körper sagt.


    Ärzte raten von so viel ab nur weil sie es nicht kennen.

    • Offizieller Beitrag

    Moin,
    habe leider seit vielen Jahren Rückenprobleme. Aber seit ich regelmäßig Sport mache und auch Enduro und ab und an mal Cross fahre ist es weitgehend gut. Ich merke aktuell immer noch das ich im Winder wenig gefahren bin weil es gerade mal etwas Doller zwickt. Aber ich behaupte ohne den Sport würde es mir wesentlich schlechter gehen. Also einfach probieren und schauen was geht. Wichtig ist halt eine Gute Muskulatur, aber die bekommt man ja auch vom Fahren.
    Sport hilft bei vielen Problemen und da man nur Sport der einem Spaß macht auch regelmäßig und auf Dauer macht, sollte man halt das machen was einem Spaß macht.
    Mir geht es oft nach dem Fahren besser wie vorher.

  • Ihr solltet nichtnur Rücken und Bauchmuskeln trainieren, sondern nach einem Ganzkörpertrainingsplan.
    Da reichen schon 3x~ 1h pro Woche aus.

  • Davon kann auch ich ein Lied singen. Regelmäßig so alle zwei Jahre hatte es mich voll erwischt. Enduro empfinde ich auch als ein sehr gutes Rückentraining. Wenn es manchmal gezwickt hat ging es mir nach dem Sport erstaunlich wieder gut.
    Was ich noch als sehr vorbeugend betrachte, ist eine ordentliche Matratze im Bett. Sind zwar nicht billig aber seitdem geht es mir deutlich besser.
    Vor 3 Jahren hab ich auch noch den Job gewechselt und seitdem keinen Totalausfall mehr.

  • Vielen Dank für die vielen Statements. Es ist ja wirklich erstaunlich, wieviele von euch Probleme mit dem Rücken haben. Ich habe für mich entschlossen, es ganz langsam wieder auszustesten.
    Max Nagl hatte ich den vergangenen Saison die gleichen Problem - wobei bei ihm eine Bandscheibe komplett flöten gegangen ist.


    @All: Absolviert ihr regelmäßig Rückenübungen zum Muskulaturaufbau???

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