Beta 200 oder 250 2T - oder doch lieber ne 4T

  • Moin Moin!


    Nachdem ich vor zwei Jahre mit ner Beta RR 400 das Enduro fahren angefangen habe bin ich gerade dabei auf ne 500er umzusteigen.
    Zum rumblödeln soll jetzt aber noch ne Trial bis max. 4000€ von Beta her, hatte aber vorher noch nie was mit Trial am Hut... Will damit nicht in Wald oder zum wandern, dafür hab ich die Enduro. Aber dann halt zum daheim Paletten oder andere Hindernisse üben oder so ein bisschen rum trixen und blödeln...


    Quäle mich gerade noch mit der Frage ob ne 2T als 200er oder 250er, wobei ich glaube ich eher zu der 250er tendieren würde, ohne eine probe gefahren zu sein. Oder vielleicht auch doch ne 4T... Die 4T wäre leiser, das ist aber gerade auch der einzige Vorteil den ich sehe. Merkt man das Mehrgewicht der 4T überhaupt?


    Was meint ihr so? Wie verhalten sich die unterschiedlchen Modelle im Bereich Wendigkeit? Das wäre ein Punkt der mir ziemlich wichtig ist.


    Längere Strecken, Extratank und solche Späße sind für mich eher uninteressant.

  • Als absoluter Anfänger brauchst Du sicherlich keinen grossen 2Takter. Die 4T gehen deutlich sanfter zu Werke. Der Gewichtsunterschied ist bei weitem nicht so gross.


    Du kannst bei uns auf der Motorradwelt Bodensee auf der Aktionsbühne beides mal Probe fahren.

    Gruss
    Choice
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  • Nein! Die Übersetzungen sind dem Drehmomentverlauf angepasst.

    Gruss
    Choice
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  • ...du schaltest eh in der Sektion nicht. In der Regel fährst du die Sektion im gleichen Gang durch.
    Nur vor bestimmten Hindernissen kann es nötig werden, den Gang zu wechseln, z.B. vor der 1,80m Stufe. Dann bist du aber schon weit über die Anfänge hinaus.
    Und "Schalten" beim Trialer heißt, den Fuß von der Raste nehmen, Schalten, Fuß wieder auf die Raste. Die Schalthebel sind so angeordnet, dass du nicht aus Versehen in der Sektion rankommst...


    Vielleicht nochmal was Grundsätzliches zum Trial Umstieg/Einstieg:
    Praktisch alle Enduristen die ich kenne, die sich einen Trialer zugelegt haben, haben die selben Fehler gemacht:
    1. Trialer mit zu hoher Leistung gekauft (viele sogar 280er - nach dem Motto: Leistung braucht man immer)
    2. Endurofahrtechnik 1:1 auf dem Trailer weitergefahren


    Mit dem "Erfolg", dass sie keinen Fortschritt mit dem Trialer erreicht haben.


    Kernpunkt beim Trail ist die Fahrtechnik.
    Wo der Endurist mit (möglichst) kontrolliertem Schwung rauf- und drüberfährt, arbeitet der Trailer mit Technik.
    Dabei zählt nicht die Leistung. 20 PS eines 250 Trialers gezielt einzusetzen ist schon eine Herausforderung, weshalb im du z.B. die 280er beim Trail eigentlich nur in den Händen der wirklichen Spezialisten findest - oder in den Händen der Angeber...;)
    Ein Trialer ist KEINE kleine, leichte Enduro. Das ist ein anderes Fahrzeugkonzept und will auch anders gefahren werden.


    Von daher reicht für den Einstieg eine 200er allemal, ne 250er geht auch noch. Größer würde ich nicht nehmen.
    Ob es eine 4T sein soll, hängt vom persönlichen Geschmack ab. Die "Gedenksekunde" beim Gas aufziehen ist jetzt nicht so mein Ding. Dafür stehst du weniger in deiner eigenen 2T Ölwolke rum.
    Und leiser sind die 4T auch mit Serienauspuff nicht unbedingt. Die Tonlage ist halt ne andere als beim 2T.
    Die 4T Trailer werden übrigens ziemlich teuer gehandelt. Für 4000 € eine gute 4T zu bekommen halte ich für schwierig.


    Viel wichtiger als die ganzen Überlegungen zur Fahrzeugtechnik finde ich, sich einen Verein oder Leute zu suchen, bei denen du die Fahrtechnik richtig lernst. Dann bringt das Trialfahren auch wirklich was fürs Endurieren.


    Der Verein hat meist auch das eine oder andere Vereinsmotorrad, mit dem du anfangen kannst. Abgesehen davon, dass dich die Vereinskameraden auch gerne mal ihre Moppeds ausprobieren lassen.
    Dann bekommst du eher ein Gefühl dafür, in welche Richtung es gehen soll. So liegt mir z.B. die GasGas Motorcharakteristik mehr als die der Beta...
    Und über die Connections im Verein bekommst du auch ein größeres Angebot an gebrauchten Trailer der verschiedensten Hersteller. Denn nur der Bruchteil der Gebrauchten wird über das Internet oder Händler verkauft.


    So, ich hoffe, ich konnte mit dem Exkurs ein bisschen weiterhelfen...

    "Wir haben das große Glück, dass wir in genau jenem erdgeschichtlich unfassbar kurzem Zeitraum leben, in dem es uns vergönnt ist, Verbrennungskraftmaschinen zu benutzen."
    [M. Perscheid]

    • Offizieller Beitrag

    Nachdem ich (noch) eine Honda 4RT mein eigen nenne, kann ich das mit der Lautstärke bestätigen. Bei Leerlaufdrehzahl und knapp darüber vielleicht minimal leiser als ein 2T, bei höheren Drehzahlen eher lauter.


    Gedenksekunde hat meine Honda definitiv nicht. Ich hab den direkten Vergleich zu meiner Sherco, die vergeben sich im Ansprechverhalten absolut nichts.


    Die Honda geht sehr sanft (2008, frühere Baujahre 05 und 06 waren weitaus agressiver), noch sanfter als die (250) Sherco.


    Und ja, ich habe mir eine 250 zugelegt, weil ich eine 300 probegefahren bin. Die Leistung einer 300 (sei es Sherco oder GG oder was anderes) beeindruckt bei einer Probefahrt nicht allzusehr, in der Trial-Sektion sieht das grundlegend anders aus. Dort ist das für Amateur-/Hobby-/Gelegenheits-Trialer wie mich schlicht kontraproduktiv. Ich bin heilfroh, die 250 geordert zu haben.


    Übrigens hat die Sherco auch nur 5 Gänge. Ob 2 oder 4T, von unten raus vergeben sich meine beiden 250er nichts.


    Mir sagt der 2T noch etwas mehr zu, weswegen der 4T weg kommt. Etliche andere schwören auf die Honda, ist wie üblich nur Geschmackssache.

  • OK danke, hat mir mal einen guten Eindruck gegeben. Denke es wird allein Preislich schon auf ne 2T raus laufen.
    Will auf der Motorradwelt trotzdem mal beides testen...


    Hab eben auf Ebay ne recht günstige 250er 2T entdeckt. Ist halt schon ein recht alter Hobel.
    Weiss nicht ob ich mir damit einen Gefallen tue oder ob´s zum ausprobieren das erste Jahr nicht eher die bessere Wahl ist. Wird ja sicher auch nicht leichter sein als ne neue. Ist der Unterschied groß?


    http://www.ebay.de/itm/Beta-re…A4der&hash=item2326fbaf61

  • Würde ich mir vor dem Kauf auf jeden Fall mal ankucken.
    Rahmen, Umlenkung, Kolben (wird im Hobby-Trailbereich praktisch nicht gewechselt - eher wird das ganze Mopped verkauft).
    Wenn du dich mal mit den Vereinen in deiner Gegend kurzschließt, bekommst du auf jeden Fall bessere Angebote. 2 Jahre alte Moppeds (2T) werden dort für 2500-3000 abgegeben, also rund halber Neupreis.
    Die 1800 für die Beta sind definitiv zuviel, 1300 so an der oberen Grenze, wenn sie technisch in Ordnung ist.


    Aber du hast ganz Recht, für den Anfang braucht man nicht das neueste Material. Bj. 2002 geht noch, älter würde ich aber nicht nehmen. Es hat sich so viel getan, dass sich die älteren Modelle wirklich anfühlen wie Eisenhaufen. Und ein bisschen Spaß soll es ja auch machen... ;)

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    [M. Perscheid]

  • Hey, ich bin auch endurofahrer und Trial anfänger und habe mir diesen Beitrag und viele andere durchgelesen, weil ich vor ähnlichen Fragen stand.
    Ich habe eine Trial gesucht, mit der ich in den sport einsteigen kann, mit der aber fahrtechnisch im rahmen eines ambitionierten Hobbyfahrers alles machbar ist, was mit einer brand neuen maschine auch zu machen ist.
    ich wollte also keine gurke haben, bei der ich mir vorstellen würde, dass ein besseres Motorrad mir ermöglicht hätte etwas zu machen oder zu schaffen, was mit meiner karre einfach nicht geht. Kennt ihr alle den gedanken.
    Mein Budget war kleiner, maximal 2500€
    Ich habe mit dann letztes Wochenende für 2200€ eine Trial gekauft. Eine Beta rev 3 270 Bj 2000, mit Neuer Tank sitzbank kombination (keine ahnung kann ich vielleicht mal gebrauchen)


    Ob das jetzt ein guter Kauf war...
    Fest steht, wer eine alte gebrauchte karre kauft muss wissen, dass viel Arbeit vor einem steht. Aufsteigen und losfahren geht auch. aber dann ist über kurz oder lang die fuhre breit.
    sie läuft nicht gut und funktioniert nicht gut.
    Ich habe folgendes gemacht: Auspuff neu gestopft, lenkkopf und schwingenlager gereihnigt und gefettet, hinten neue Radlager, schalt-, bremshebel und lenker gerichtet. und
    vergaser muss ich noch reihnigen, evtel umbedüsen, n neues luftfilterlelement bekommt sie noch und evtel. auch noch nen neuen mittelschalldämpfer, wenn der motorlauf immer noch nicht perfekt hin zu bekommen ist.
    heißt. viel arbeit und viel zeit. wer die nicht hat sollte definitiv eine neuere karre kaufen, oder ein motorrad, von dem er genau weiß dass es in optimalem pflegezustand ist. und zwar vor allem was die technik angeht. denn anständig sah meine Beta auch von außen aus.
    zu dem motorrad und wie es sich fahren lässt:
    gestern (samstag) war die Jungfernfahrt auf dem Trialgelände vom MC Fürstenwalde


    Es war genial! obwohl der motor in höheren drehzahlen noch nicht sauber läuft. Das Fahrwerk funktioniert gut, die geometrie ist den neusten motorrädern recht ähnlich, der motor hat druck und lässt sich hervorragend kontorllieren, die kupplung ist absolut präzise und optimal dosierbar. ich habe genau wie alle anderen fahrer trialfahrtechnick lernen und üben können, stoppie-umsetzen, alle bewegungen auf dem hinterrad usw usw und konnte schließlich eine 1m betongröhre geschmeidig hochspringen (quote ca. 2 von 10 versuchen:biggrin:).
    ein neueres fahrzeug braucht man dafür nicht.
    oft wird anfängern eine 125er oder 200er geraten.
    wegen der leistung, die zu viel sein soll... meine beta schiebt nicht übers vorderrad und macht auch sonst traktionstechnisch keine probleme.
    kleinere motoren sind noch leichter, leiser und bestimmt braucht man die motorleistung für richtig harte sprünge erst nach geraumer zeit training, aber die größeren motoren haben keine fahrerischen nachteile und haben einen geringeren wartungsaufwand. eine 125er oder 200er würde ich genau so kaufen wie eine 250er oder 264er. haupsache man krigt eine fuhre die läuft! hauptsache man probiert überhaupt trialfahren mal aus. Aber das wichtigste ist eine tolle gruppe netter motivierter fahrer, mit denen viel austausch möglich ist, die einen als anfänger richtig anspornen, fahrtechnik gut erklären können und das geduldig auch immer wider tun :D

    nicht weil es schwer ist wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen ist es schwer!

  • Hallo,


    ich hab mir im Dezember auch eine Rev 270 gekauft obwohl ich bei Enduros auch eher auf weniger ccm stehe, ich wollte erstmal testen ob Trial was für mich ist. Trial gefällt mir echt gut (nicht Endurofahren mit Trial).
    Die Beta (2001) lauft einwandfrei, ist mir aber definitiv zu stark.
    In Bilstain bin ich kurz 2 250er/2012 auf Regenmapping gefahren, war schon wesentlich besser.


    Meine eigentlichen Fragen:
    Warum werden kaum 200er angeboten?
    Wäre mein Favoriet, hab aber noch keine gesehen.
    Reicht eine 125er für einen Erwachsenen 74kg?
    Sind 125er nach einem Jahr Wettbewerb fertig oder kann man sie noch kaufen?
    Ich mochte nicht nur rollen, sondern auch Wettbewerbe fahren.


    Andreas

  • Hallo u26,


    meine Meinung: 250er. Mehr Hubraum braucht kaum einer. Die 200er werden leider kaum verkauft. Würde aber auch für mich reichen. Evtl. gibts so wenig 200er, weil die Jugend bis 18 Jahren bei Veranstalltungen eine 125er fahren müssen und ab 18 Jahren mindestens eine 250er wollen. Und die meisten sind wie im Enduro auf viel Hubraum aus...
    Betreffend der 125er habe ich zu wenig Erfahrung. Am besten eine Testen...


    Grüße
    Eastwood

  • Moin !
    Ich bin auch Trial Anfänger mit Enduro erfahrung.
    Hab mir im November ne 125er REV3 aus Bj. 08 gekauft und bin damit top zufrieden ! Außer bei sehr langen steilen Auffahrten hätte ich´s mit etwas mehr Leistung vielleicht einfacher. Aber für kniffelige Sektionen mit engen Kehren und Absätzen brauch ich definitiv nicht mehr Dampf. Bei einer gebrauchten wär evtl. gut zu wissen wer der Vorbesitzer war und was damit gefahren wurde.


    mfg


  • Quäle mich gerade noch mit der Frage ob ne 2T als 200er oder 250er, wobei ich glaube ich eher zu der 250er tendieren würde, ohne eine probe gefahren zu sein. Oder vielleicht auch doch ne 4T... Die 4T wäre leiser, das ist aber gerade auch der einzige Vorteil den ich sehe. Merkt man das Mehrgewicht der 4T überhaupt?


    ich hab eine Rev125 MJ07, habe mich ein wenig darauf eingefahren und letztes Wochenende einen Trialkurs gemacht um einen Einstieg zu finden
    eine 200er hätte ich auch als ideal angesehen, aber die ist aus genannten Gründen selten
    aussderdem hat sie keine Möglichkeit zur Zulassung
    ich bin eine 290er auf der zahmen Zündkurve probegefahren (ohne Hindernisse!) und das wär mir zu viel :rolling:
    die Leistung ist aussreichend für meine 90kg (ohne Ausrüstung)
    als im Laufe des Wochenendes die Steine größer wurden, habe ich mir eingebildet dass ein wenig mehr Leistung hier und da hilfreich gewesen währe
    für Techniken die Sprünge aus dem Stand erfordern, reicht die Leistung dann nicht mehr
    aber um auf dieses Niveau zu gelangen, muss ich noch eine Weile mit der Kleinen üben

    vor zwei Jahre mit ner Beta RR 400 das Enduro fahren angefangen habe bin ich gerade dabei auf ne 500er umzusteigen.


    wenn Du mit großen Hubäumen ehr klarkommst und Dich mit der Gashand beherrschen kannst, dann schaden Dir die großen Hubräume evtl gar nicht
    zumal

    Für mich als Ahnungsloser ist das klar: 300er. Die Ratschläge zum kleinen Hubraum hin spiegeln den Technikstand von vor 5 oder 6 Jahren wieder. Wenn Du mich das Gleiche bei REV-3 gefragt hättest, hätt ich absolut zur 250er geraten. Die damalige 270er war zwar kraftvoll, aber auch ein bisschen "hackig", was eine ruhige Gashand und runden Fahrstil erforderte, sonst wurde es zapplig.
    Die 2013er EVO 300 hat Dampf, aber total runde Leistungs- und Drehmomentkurven. Mir kommt da eher die 250er etwas nervöser vor. Mit der 300er kannst Du als normaler, erfahrener Motorradfahrer rund fahren ( 2 Mappings) und hast zum Trialwandern und zur "Aufi"-Attacke Reserven auf WM-Niveau.
    Verkäufe in Deutschland drei 300er auf eine 250er.
    Frank


    eine (ältere) 4RT bin ich auch gefahren
    das Mehrgewicht der 4T merkt man, aber es ist auch hier eine Frage der Vorlieben
    schwerer heißt auch: ruhiger und sanfter


    oft wird anfängern eine 125er oder 200er geraten.
    wegen der leistung, die zu viel sein soll... meine beta schiebt nicht übers vorderrad und macht auch sonst traktionstechnisch keine probleme.


    Du fährst aber nicht erst 2 Jahre :yeah:

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