Ausbildung in Mattighofen

  • Servus ,


    kurz zu meiner Person :
    Ich werde dieses Jahr mein Fachabitur mit vorraussichtlich ~2.7 abschließen.
    Da ich aber angst habe 1 Jahr zu studieren und zu merken , dass mir das genau so
    wenig Spaß macht wie Schule , würde ich lieber eine Ausbildung machen.
    Gestern kam ich auf die Idee die Berwerbungsfrist für das BMW Werk in München
    nachzugucken und stellte fest , dass diese bereits vor 3 Tage endete =)


    Ich möchte eine möglichst gute(Möchte nicht in einem kleinen Betrieb 3 Jahre lang Service Arbeiten an Motorrädern machen) Ausbildung bekommen und bevorzuge deswegen eine bekannte Firma/Werk. Als nächstes hab ich an KTM gedacht und hab mich ein wenig informiert und bin auf diesen Artikel gestoßen :


    http://www.kununu.com/at/ooe/m…portmotorcycle/a/SUdpUVt0


    Ist das , was er schreibt , wirklich nur auf eine feste Anstellung zu übertragen oder auch auf einen Auszubildenen ? Ist das einfach nur ein verärgerter Arbeiter oder entspricht das den Tatsachen ?


    Ich würde ungern in ein anderes Land ziehen um dann festzustellen , das ich für 300€ kein Spaß an der Arbeit habe.(Ein Praktikum gestaltet sich im moment eher schwierig , da ich noch bis Sommer zur Schule gehe)


    Um auf den Punkt zu kommen :
    Hat jemand von euch in Mattighofen eine Ausbildung gemacht oder weiß wie es da wirklich abläuft ? Explizit geht es um die Ausbildung KFZ-Technik(Motorradtechnik)


    Würde mich über eine Antwort freuen
    Gruß
    Thomas

  • Ich bezweifle, dass du hier eine objektive Meinung zu jenem Betrieb bekommen wirst. Meiner Meinung nach gibt es an jedem Betrieb Kritikpunkte, daher ist das vorab etwas schwierig.


    Ich möchte jedoch einige kritische Fragen stellen, die du vielleicht auch nicht hören willst:


    - Wenn du im Sommer fertig wirst und hoch hinaus willst ("großer Betrieb"), warum kümmerst du dich erst jetzt um einen Ausbildungsplatz?
    - Wenn du nicht studieren willst, warum dann das Fachabitur?
    - Welchen Beruf willst du denn erlernen? "Ausbildung KFZ-Technik(Motorradtechnik)" gibt es so nicht.
    - Welches Studienfach wäre es denn geworden?
    - Hast du handwerkliche Fähigkeiten, liegt dir das Schrauben? Bist du ein Schrauber?

  • Servus


    "- Wenn du im Sommer fertig wirst und hoch hinaus willst ("großer Betrieb"), warum kümmerst du dich erst jetzt um einen Ausbildungsplatz?"


    Mit meinem Wunsch nach einem großen Betrieb wollte ich in keinster Weise andeuten , dass ich Karriere machen möchte , sondern eine fundierte und breite Ausbildung bekommen will. Ich hab Freunde die KFZ-Mechatroniker lernen und meiner Meinung nach "ausgenommen" werden. Dies ist meiner Meinung nach ( Vielleicht lieg ich auch falsch?) eher in kleinen Betrieben der Fall. Das möchte ich vermeiden.
    Ich hab mir schon vorher Gedanken gemacht und viel umherüberlegt.
    Ursprünglich bin ich in Niedersachsen aufs Gymnasium gegangen und besuche nun die FOS in
    München. Ich hatte eigentlich immer den Wunsch Maschinenbau zu studieren , da ich mir erhofft hatte dort Praxis und Theorie verbinden zu können. Leider ist das nur bedingt der Fall , außer bei einem dualen Studium , wofür mein Durschnitt aber nicht reichen wird.


    Außerdem hab ich mir das Berufsleben als studierter Maschinenbauer sehr Praxisnah vorgestellt d.h. in der Forschung und Entwicklung Testfahrten zu machen , im Team Probleme zu behandeln und Lösungen zu entwickeln. Motordaten auswerten und auch mal "Hand anlegen".


    Die Wirklichkeit war dann eher ernüchternt : Als Fh-Absolvent eher konstruktive Aufgaben , den ganzen Tag im Büro (CAD) , sehr Praxisfern..


    Deswegen der recht Späte (Entschluss(?)) zur Ausbildung



    - Wenn du nicht studieren willst, warum dann das Fachabitur?
    War ursprünglich der Plan.


    - Welchen Beruf willst du denn erlernen? "Ausbildung KFZ-Technik(Motorradtechnik)" gibt es so nicht.
    Zweiradmechaniker - "Ausbildung KFZ-Technik(Motorradtechnik)" hatte ich vorher auch noch nicht gehört , wird aber so im KTM "Informationsprospekt" genannt


    "http://company.ktm.com/fileadmin/user_upload/Karriere/KTM_FolderKarriere_KarriereMitLehre_Final_2011.pdf"


    - Welches Studienfach wäre es denn geworden?
    Maschinenbau


    - Hast du handwerkliche Fähigkeiten, liegt dir das Schrauben? Bist du ein Schrauber?
    Ja , ich schraube seit meiner Kindheit und mache es noch heute. Hab auch das nötige Selbstvertrauen und Interesse mich mit tiefer gehenden Problemen am Motorrad zu beschäftigen -> Ich hatte noch nie diesen punkt wo ich gesagt habe "Das schaff ich nicht , ich lass es in der Werkstatt machen"


    Danke für deine Antwort !


    Thomas

    • Offizieller Beitrag

    Das was dir da vorschwebt (neue Teile entwickeln, selber testen, auch testfahren , Probleme lösen) findet praktisch nur in der Versuchsabteilungen und Rennteams der Hersteller statt, dahin kommen die allerwenigsten und meistens auch keien Neulinge. Das normale Brot eines Maschinenbauingenieurs ist heutzutage ja nach Schwerpunkt , reine CAD-Konstruktion, Projektmanagement, Termine, Kosten usw. usw.
    Ich will dir das nicht ausreden , nur etwas zurechtrücken.
    Ob die Ausbildung in einem grossen Laden besser oder schlechter ist kann man so pauschal aich nicht sagen, kommt immer auf den Einzelfall an.
    Vielseitiger wirst du auf jeden Fall in einem kleineren Team sein.

  • ich denk auch eher dass du in einem kleinen laden mehr lernst, da du da am ganzen bike rumschraubst ... denke, wenn du bei ktm arbeitest, wirst du vermutlich 3 jahre lang endschlldämpfer zusammenschrauben oder ähnliches ...
    ... kann mich aber auch täuschen ...

  • Mein Rat: Studiere Maschinenbau Fahrzeugtechnik, evtl an einer FH. Schau, dass du an eine Hochschule kommst, die solche Hochschul-Renner baut, und bring dich da rein.
    Nach dem Studium, schau dass du in ein Rennteam kommst, oder stelle selbst was auf die Beine.
    Parallel, mache privat, was du kannst. Anspruchsvolle Umbau- oder Selbstbauprojekte z.B.


    Das ist dann das was du machen willst, so wie du es beschreibst.


    Dass ein Maschinenbau-Ing. später immer praxisfern arbeitet ist nicht richtig. Es kommt immer drauf an, wo du hin kommst, und das kannst du ja selbst mit steuern.

  • Kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Hab auch Maschinenbau studiert und bin jetzt in der Zweiradbranche tätig, würd ich immer wieder machen.
    Die Möglichkeit des scheiterns im Studium ist ja wohl kein Argument, es gar nicht erst zu versuchen - Homer Simpson ist hier ein schlechtes Vorbild. ;)
    Außerdem ist die Studienzeit an sich auch super, und wie schon erwähnt, kannst du dich auch dort nebenbei praktisch engagieren.
    Wie alt bist du denn, wenn man fragen darf?

  • Ich weiss zwar nicht wirklich wie die KFZ-Ausbildung bei KTM abläuft, wenn du da während einer einer 3 jährigen Ausbildung nur Auspüffe zusammenbaust, liegts vielleicht an dir bzw. dauert die Ausbildung dann vermutlich nicht ganz so lange..


    Generell finde ich eine Ausbildung vorm Studium nicht schlecht, ich würde allerdings nicht nochmal KFZ lernen. Stünde ich nochmal vor der Entscheidung würde ich eher eine Ausbildung zum techn. Zeichner/Produktdesign oder Werkzeugmacher wählen.
    Grade wenn man überlegt im Anschluss zu studieren oder einen Meister/Techniker zu machen sehe ich da schon Vorteile.


    Und: bei KTM haben auch Mitarbeiter außerhalb der "Versuchsabteilungen" und des Rennteams die Möglichkeit "ihre" Fahrzeuge mit zu testen. Ich denke das wird auch bei anderen Firmen in der Branche so sein.

  • Wie wäre es denn damit, zur Not doch in einem kleineren Betrieb anzufangen und später oder auch erst nach Abschluß zu wechseln. Gesetz dem Fall, du bekommst nicht sofort einen Platz in deinem Wunschwerk, ist es vielleicht auch kontraproduktiv, auf eine kommende Gelegenheit einfach nur zu warten.

  • ...in der Regel hilft es einfach, sich für Jenen Job zu bewerben, dessen Aufgabengebiet / Anforderungen man zu 100% - und zwar ohne Abstriche - mit einem klaren "Yes I can!" beantworten kann.


    Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die HR Abteilung von KTM für einen Bewerber entscheidet, der zum Beispiel von Sensorik nicht viel Ahnung hat oder wenig davon in seinem CV stehen hat ist eher Gering wenn es um die Stelle eines Mechanikers mit Messtechnikinhalten geht.


    Generell gibt es bei KTM ein mehrstufiges Bewerbungsverfahren, in dem sozusagen "Ausgesiebt" wird. Eine Einladung zum ersten "Kennenlernen" bedeutet also folglich noch lange keine Zusage für den jeweiligen Job.


    Das wichtigste ist, dass du deine Emotionen und deine völlige Überzeugung fürs Biken, egal ob On- oder Offroad aufs Papier bringst. Und zwar möglichst geschmeidig - in Kombination mit den geeigneten beruflichen Skills schauts dann oft gar nicht mehr so schlecht aus ;)

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