• Warum soll es bei einer 125er nix bringen?


    Allgemein gibt es ja nicht das eine Rennbenzin sondern zig verschd. Sorten. Je nach Motor und restlichem Tuning kann man da das passende wählen und große Veränderungen erzielen.


    Aber wie gesagt, der Effekt hängt von der richtigen Kombination ab.


    Das mit dem Verschleiß ist genauso Quatsch, passender Sprit verlängert die Lebensdauer eher.

  • Im 2T bringt das einfach quasi nix(also im MX/Enduro Bereich).
    Höhere Oktanzahlen braucht man, um Motorklingeln zu verhindern. Einfach nur Rennbenzin in die Karre zu kippen bringt einfach gar nix. Mehr Leistung bekommst du dadurch nicht, auch keine bessere Verbrennung. Der Verschleiss ist natürlich nicht höher damit, eher gleich. Und selbst mit erhöhter Verdichtung wirst du im Normalfall keinen Vorteil gegenüber normal erhältlichen Kraftstoffen haben.
    Das ist schlichtweg rausgeschmissenes Geld.

  • Interessante Seite.
    Mich würden da mal Prüfstandtests mit 2T Motoren(original) mit dem jeweiligen Sprit interessieren. Ich denke, dass der Leistungszuwachs nur sehr gering ist. 5-8€/L ist nicht gerade billig für die paar PS mehr. Da lohnt es sich auf Dauer sicher mehr, wenn man sich für das Geld ein anders Auspuffsystem,Motoroptimierung/-tuning, überarbeitetes Fahrwerk, Fahrtechniktrainings, etc leistet.
    Und verbleite Kraftstoffe...naja ob das sein muss?
    Das macht eher in stark getunten Motoren Sinn, die oft im Volllastebereich bewegt werden.

    • Offizieller Beitrag

    Moin,
    anderer Sprit macht nur sinn wen der Motor auch da drauf ausgelegt ist. Bei einem Normalen Serienmotor der auf 95 Oktan ausgelegt ist bringt noch nicht mal 98 Oktan irgend was an Leistung.
    Wird der Motor entsprechend bearbeitet und angepasst braucht man natürlich irgendwann auch mal Kraftstoff der Klopffester ist.
    Zum Glück ist in den Meisten Serien sowieso normaler Kraftstoff vorgeschrieben, so das der Wahnsinn da teure extreme Motorbearbeitungen zu machen und dann noch teuren Sprit fahren zu müssen nicht aufkommen kann.

    MFG MS
    ps bin bekennender Warmduscher ;)
    pss schlecht schreiben konnte ich schon immer gut :)

  • ne menge unwahrheiten...ich kenne mich so ein bischen mit dem zeug aus.


    erhöhter verschleiss ist gelogen! ein hauptgrund,warum es genommen wird ist die immer gleiche,sauberere qualität,kühlende und schmierende additive,auf die haltbarkeit gehen dragsterbenzine,aber dort geht es nur um PS
    viele tuner sagen zu mir warum sie mein benzin nehmen "die ps bekomme ich auch mit super+,aber was bringt es,wenn der motor 20 minuten hält aber das rennen geht 25 minuten"


    ich habe kunden,welche es beim enduro anwenden,wo es wirklich nur in 2linie um leistung geht,sie fahren es wegen der kühlung und schmierung,die meißten von ihnen mischen es 10% dazu (z.b. C12 108 moz,verbleit oder U4.4 103 moz verbleit)


    keine mehrleistung ist gelogen! ich habe alleine knapp 50 verschiedene sorten rennbenzin im programm,für jeden einsatzzweck den richtigen,ein juniorcupfahrer hat mit einem fim-benzin (89,6 moz) knapp 1KW standfeste mehrleistung bekommen (zündung und vergaserabstimmung angepasst,5 minuten arbeit KTM SX85)


    nur bei gemachten motoren bringt es was ist gelogen! auch ein standartmotor mit angepasster abstimmung hat mehr leistung damit


    rennbenzin hat nur mehr oktan ist gelogen! ich habe rennbenzin mit nur 87moz aber auch welche mit über 120moz,es kommt immer auf den einsatzzweck drauf an.


    blei braucht man nicht mehr....jeder motor läuft mechanisch besser mit bleibenzin...es schmiert!
    es wäre sinnvoller vor knapp 20 jahren benzol und schwefel anstatt blei zu verbieten,benzol ist der giftigste stoff im benzin,hochgradig krebserregend,schwefel ist nur dreck.tankebenzine sind schwefel und benzolARM,rennbenzine sind FREI von dem zeug


    guckt euch mal bei den masters,youngster und juniorcup die auspuffanlagen an,wie sauber die innen sind,bei meinem eigenem moped (SX125m/01) rostet sogar das lochrohr im schalldämpfer so sauber verbrennt ein moped mit rennbenzin.

  • Was die Mehrleistung angeht, stimme ich dir weitestgehend zu, besonders, was die standfeste Leistung angeht.


    In ein paar Punkten widerspreche ich aber doch.


    Blei sollte heute wirklich nicht mehr in Benzin verwendet werden. Es gibt meines Wissens nach keine einzige Untersuchung in der eine reibungs- oder verschleißmindernde Wirkung durch das Blei als Schmierstoff nachgewiesen wurde. Das gehört eindeutig in den Bereich der urban legends. Es gibt aber genügend Erfahrungswerte und Untersuchungen, die - zumindest bei hohen Dosierungen - Nachteile des Bleis für die Motoren nachweisen. Dass das heute keine nenneswerte Rolle mehr spielt, liegt einfach daran, dass auch in den Rennbenzinen der Bleianteil meistens unter den Werten liegt, wie er in den 60er Jahren im Tankstellenbenzin üblich war. Außerdem lagert sich das Blei in Rennmotoren auf Grund der durchschnittlich höheren Verbrennungstemperaturen nicht so stark ab, dass es dort zu Schäden kommt. Es wird halt fast vollständig wieder rausgeblasen. Über die schädigende Wirkung von Blei im menschlichen Organismus braucht man heute wohl nicht mehr diskutieren - es gibt wenige Stoffe, bei denen weltweit so eine Einigkeit bezüglich der Schädlichkeit herrscht. Etwas übertrieben könnte man auch sagen, mit verbleitem Benzin zu fahren ist ungefähr so, wie ohne Protektoren zu fahren. Es ist billiger, bei hohen Temperaturen angenehmer und man fällt nicht gleich tot um, wenn man mit Blei, bzw. ohne Protektoren fährt.


    Dass in Rennbenzinen kein Benzol enthalten ist, halte ich für einen schwachen Trost in Anbetracht der übrigen im Rennbenzin enthaltenen krebserregenden Stoffe. Naturgemäß halten sich die Hersteller von Rennbenzinen mit der genauen Zusammensetzung sehr zurück. Aber auf den Einsatz von Aromaten verzichtet garantiert keiner. Besonders die Benzolersatzstoffe, die im Benzin Verwendung finden, hält man sich besser vom Leibe. Im Sicherheitsdatenblatt, das sowieso kein Schwein liest, steht halt irgendwo: Krebserregend: Ja. Auswüchse dieses ignorierenden Verhaltens von Herstellern und Anwendern haben die meisten vermutlich noch in Erinnerung: Die Benzine in der Formel 1 waren zeitweise so giftig, dass das Tanken nur noch mit Atemschutz möglich war. Darauf ist man aber auch erst gekommen, als die ersten schon nach dem Inhalieren von geringen Mengen umfielen.


    So interessant ich die Entwicklung spezieller Kraftstoffe aus technischer Sicht auch finde, im Motorsport hat das Zeug nichts verloren. Die Entwicklung von Alkylatbenzinen halte ich für einen richtigen Schritt. Einerseits kann man den Motorsportgegnern damit etwas den Wind aus den Segeln nehmen und andererseits vermeidet man eine eigene Schädigung. Besonders im Geländesport fährt man relativ oft in Abgasschwaden herum. Warum sollte man da nicht auf die Erfahrungen zurückgreifen, die viele Waldarbeiter beim Arbeiten mit Motorsägen gemacht haben?


    Den Leistungsverlust gegenüber hochoktanigen Spezialkraftstoffen kann man leicht verschmerzen, vor allem, wenn es alle betrifft. Gleiches gilt für das Ansprechverhalten der Motoren, die sich gegenüber speziellen Kraftstoffen sicher auch etwas verschlechtert.

  • Nicht ganz so, mittlerweile gibt's auch Acylatbenzin für den Motorsport, - seit ca. 4 Jahren -.


    Aspen bietet zum Beispiel das Aspen racing an, Vorteil man muss nicht umdüsen.


    Aspen gibt es in drei Qualitäten:
    Aspen (Standardbenzin) für Motorsägen ... hat ca. 92 Oktan
    Aspen + hat 95 Oktan, dazu muss man den Vergaser ... etwas fetter einstellen.
    Aspen racing hat 100 Oktan, keine Neueinstellung des Vergasers erforderlich.


    Letzteres habe ich selbst im Betrieb, gibt's beim nächsten Landhandel Deiner Wahl
    ab 25L Gebinde, muss aber vorbestellt werden. Die Kosten sind etwa doppelt so
    hoch wie 95'er mit 5% Ethanol.


    Ich verwende es deswegen weil es nicht altert also als letzte Füllung vor dem
    "Winterschlaf" oder bei Mopeds die ich nur seltener bewege. Das Benzin hält sich
    bei richtiger Lagerung Jahrelang, kein Hexenpipi oder galleratartige Ablagerungen, ...


    Landhandel: Agravis Raiffeisen


    Im Betrieb raucht der Motor weniger, es verbrennt definitiv rückstossfreier und
    riecht auch fast nicht. Ausser für's einmotten, Indoorfahren oder bei unregelmäßiger
    Benuzung mit längeren Pausen lohnt es sich m.E. noch nicht. Leistungsmässig gibt
    es keinen Unterschied. Der Verbrauch ist in etwa identisch.

    1989 KTM 500

    1988 Aprilia TXR 312

    1988 Beta TR34

    1984 Montesa Cota 242

    1981 Bultaco 199b

    1981 Panda TC 200

    1980 SWM TL.NW 320,

    1979 Yamaha TY/Majesty 200

    1962 CZ 250

    1953 Ardie BD 176 (Trial)

  • Den betrag vom 123chris möcht ich unterschreiben, besonders die Bleigeschichte. Selbst WENN was an der angeblichen Schmierwirkung von Blei dran sein sollte, (was ich bezweifle) überwiegen die Ablagerungs- und Gesundheitsprobleme, und deshalb gehört das Zeug IMHO nicht in den Sprit. Meine Meinung.
    Es gibt auch genügend Rennsportklassen, die bleifrei fahren müssen.
    Ich denke auch, dass die Richtung im Geländesport zum Aspenbenzin hin gehen wird, selbst wenns heut noch vergelichseweise teuer ist. Beim Trialsport fällt das nicht ins Gewicht, da fahr ich eine Saison mit 50Liter.. Auch für nur selten bewegte Oldtimer ist es interessant, weil damit Tanks und Vergaser nicht durch sich zersetzendes Tankestellenbenzin verrotten.


    Gruß
    Hans

  • Auch ich habe ein "Umweltbenzin" (RBmax 90moz) im Programm,dieses kostet in etwa das doppelte von S+ und bringt ein verbessertes ansprechverhalten,jedoch kaum Mehrleistung


    Blei ist nicht unschädlich,habe ich auch nie gesagt,es ist aber nicht so schädlich wie Benzol!
    Blei ist auch nicht in allen Rennkraftstoffen,meine bleifreien liegen bei 0,000 g/l,die FIM erlaubt 0,005 g/l
    Nur ist bei knapp 101,5 moz ohne Blei Schluss,gerade im Dragster wird mehr gebraucht.
    In welcher Motorradsportart sind Rennbenzine verboten ? Soweit ich weis nur bei sehr wenigen Markencups.
    Dieses Aspen Racing ist so gut,das viele Fahrer beim SX Stuttgart (nur dort ist es vorgeschrieben) lieber illegal Tankstellenbenzin fahren!


  • Blei ist nicht unschädlich,habe ich auch nie gesagt,es ist aber nicht so schädlich wie Benzol!


    Kommt drauf an, wo. Wenn ich beim Absaugen einen Schluck erwische, ists klar, aber in der Umwelt zersetzt sich Benzol recht schnell, Blei hingegen reichert sich dort an, gelangt in die Nahrungskette, und dann ist es langfristig schädlicher als verflüchtigtes Benzol..


    Zitat

    Nur ist bei knapp 101,5 moz ohne Blei Schluss,gerade im Dragster wird mehr gebraucht.


    Ich sag ja auch nix für Sonderanwendungen wie Flugmotoren (da ist es wegen der altertümlichen Motorentechnik meist immernoch vorgeschrieben) oder Dragracing. Bei unseren besseren Alltagskisten ist es aber IMHO überflüssig. Wer braucht da schon unbedingt 100MOZ?


    Zitat

    In welcher Motorradsportart sind Rennbenzine verboten ?


    Keine Ahnung, ich meinte verbleites Benzin.


    Zitat

    Dieses Aspen Racing ist so gut,das viele Fahrer beim SX Stuttgart (nur dort ist es vorgeschrieben) lieber illegal Tankstellenbenzin fahren!


    Für Rennen weiß ichs auch nicht, aber siehe oben: Enduroveranstaltungen, und Trial sowieso, da geht normales Aspen sicher gut genug.


    Gruß
    Hans

  • Kommt drauf an, wo. Wenn ich beim Absaugen einen Schluck erwische, ists klar, aber in der Umwelt zersetzt sich Benzol recht schnell, Blei hingegen reichert sich dort an, gelangt in die Nahrungskette, und dann ist es langfristig schädlicher als verflüchtigtes Benzol..


    korrekt.
    schwermetalle (dazu gehört auch blei!) in der nahrungskette sind ein wirklich ernsthaftes
    problem, welches uns noch viele viele jahre begleiten wird.
    von daher ist es wirklich wünschenswert auf diesen kraftstoffzusatz grundsätzlich
    zu verzichten.

    You have to have the courage to sustain the situation that frightens you.


    Jedes Verbot ist eine leise Absage an die Idee, der Mensch sei vernunftbegabt.
    Stefan Geiger

  • So, ich kram den hier mal wieder raus, weil ich seit Sonntag infiziert bin.


    Ich war in venlo zum Cross Country Training, ca. 6 km Strecke mit vielen singletrails und ein paar gaaanz schnellen Stücken drin. Heiß also viel im 2 und 3 Gang auf der leerlaufdüse rum geeiert und dann wieder Vollgas auf den langen sandgraden.
    Erst mal was zum Moped:
    KTM SX150 Bj. 2011
    Vergaser PWK38
    HD 190
    LLD 48
    Starterdüse 85
    Nadel NOZI auf Pos. 2
    Schieber 6,5
    Luftschraube 1 Umdr. raus


    Mit dieser Bedüsung lief die KTM schon echt gut, kein verschlucken, kein ruckeln und immer eine saubere Gasannahme. Ich war ehrlich gesagt sehr positiv überrascht, wie gut die kleine lief und habe zwischenzeitlich sogar daran gedacht meine aufwendig gebaute GasGas mit 144ccm zu verkaufen :)


    Dann kam die Sunde der Wahrheit, ich habe das VP Racing eingefüllt.
    Zur Mixtur im 10 Liter Kanister gemischt aus:
    250ml Putoline MX9
    1,5l VP Racing X16
    Rest Aral Ultimate


    Mit dem VP mix war sie nicht wieder zu erkennen. Sie klingt kerniger und insgesamt viel zorniger. Die Gasannahme ist spürbar direkter und ein deutlich spürbares Leistungsplus in allen Bereichen, aber vor allem im mittleren. Es war kein verschlucken oder ähnliches zu merken. Zwischenzeitlich dachte ich schon das es zu viel des Guten (Leistung) ist, denn ich fahre ja nicht ohne Grund den kleinen Hubraum!
    Und das alles ohne mit den Düsen rumzuspielen, aber ich denke da geht noch was.
    Alles in allem also ein erfolgreicher Tag mit jeder Menge Spaß und grinsen im Gesicht.


    Der nächste Versuch wird in der GasGas erfolgen, die ohnehin schon ohne Ende modifiziert und getuned ist! Bin schon gespannt was da noch so geht.

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