gabel auf luftunterstützung umbauen

      gabel auf luftunterstützung umbauen

      bekanntlich sind ja die xj 600 gabeln zu weich.zu kaufen gibt es härtere gabelfedern,alternativ für mein low budget modell hab ich überlegt schrader ventile in die gabel kappen zu kleben. um etwas mehr härte in die gabel zu bekommen.dickeres öl soll auch noch rein.hülsen für mehr vorspannung machen keinen sinn weil schon selienmäßig welche verbaut sind. frage ,macht eine luftunterstützung sinn oder sollte ich einfach das luftpolster durch einen höheren ölstand verringern. ich will nicht heitzen mit dem ding aber da das problem bekannt ist u ich die gabel gerade überholt hab könte das jetzt noch zusätzlich gemacht werden . mfg
      Hey,
      bin jetzt nicht 'der' Guru, aber dazu fällt mir ein:
      Was ist zu weich? Feder oder Dämpfung?
      Was ist damit das Problem? Durchschlagen oder Schaukeln oder Handling?
      Zu weiche Feder -> Gabel sinkt auch ohne Stöße schon zu weit ein - da hilft die richtige Feder(härte) oder notfalls mehr Vorspannung. Evtl. gibts die gebraucht, die sollten wenig Verschleiss haben. Dagegen hilft es nur bedingt, an anderer Stelle was zu ändern.
      Zu weiche Dämpfung -> schwieriger, dazu sag ich nix, weil Anpassen beim Spezi wohl ausfällt.
      Mehr Öl hilft für mehr Progression im Endbereich, hilft gegen Durchschlagen, wenn der Rest nicht angepasst wird/werden kann oder zusätzlich.

      Da es günstig sein soll: Wenn die Feder nur 1 Stufe zu weich wäre und Durchschlagen das Problem, wird es evtl ok sein, einfach mehr Öl rein zu schütten, das ist auf jeden Fall das billigste.
      Ansonsten Federn tauschen, die Kosten nicht die Welt und evtl. bei eBay etc. unter 60€

      Die Fahrwerksspezis werden das vielleicht anders sehen, also warte ;-)
      Gruß, Kai

      Q-Trotter schrieb:

      Hey,
      bin jetzt nicht 'der' Guru, aber dazu fällt mir ein:
      Was ist zu weich? Feder oder Dämpfung?
      Was ist damit das Problem? Durchschlagen oder Schaukeln oder Handling?
      Zu weiche Feder -> Gabel sinkt auch ohne Stöße schon zu weit ein - da hilft die richtige Feder(härte) oder notfalls mehr Vorspannung. Evtl. gibts die gebraucht, die sollten wenig Verschleiss haben. Dagegen hilft es nur bedingt, an anderer Stelle was zu ändern.
      Zu weiche Dämpfung -> schwieriger, dazu sag ich nix, weil Anpassen beim Spezi wohl ausfällt.
      Mehr Öl hilft für mehr Progression im Endbereich, hilft gegen Durchschlagen, wenn der Rest nicht angepasst wird/werden kann oder zusätzlich.

      Da es günstig sein soll: Wenn die Feder nur 1 Stufe zu weich wäre und Durchschlagen das Problem, wird es evtl ok sein, einfach mehr Öl rein zu schütten, das ist auf jeden Fall das billigste.
      Ansonsten Federn tauschen, die Kosten nicht die Welt und evtl. bei eBay etc. unter 60€

      Die Fahrwerksspezis werden das vielleicht anders sehen, also warte ;-)
      hab gelesen solln zu weich sein u auch schon mal durchschlagen.deshalb mach ich zäheres öl rein u erhöhe den ölstand was sie zu ende härter macht. mit der luft weiß ich nicht ob es was bringt.60euro bei lowbudget passt nicht ins konzept mfg ^^
      Du bist die Gabel noch gar nicht im Originalzustand gefahren?

      Dann wäre ich sehr vorsichtig mit irgendwelchen Veränderungen vorab.

      Da würde ich mir auf alle Fälle die Mühe machen, die Gabel erstmal auszuprobieren, damit Du ein Gefühl dafür kriegst, wie sie sich im Original verhält.

      Aussagen anderer sind schön und gut, aber nicht jeder hat dasselbe Empfinden, wie ihm eine Federung taugt oder eben nicht.
      friedrich r.
      natürlich bin ich da vorsichtig u mach nix mit der brechstange.das ein negativfederweg oder auch sag vorhanden sein muß ist mir schon klar ist ja auch nicht das erste moppet u die erste gabel die ich überhole. der luftdruck soll sich natürlich auch in geringen grenzen halten allein schon wegen der dichtungen.

      Latan schrieb:

      hülsen für mehr vorspannung machen keinen sinn weil schon selienmäßig welche verbaut sind.

      natürlich macht mehr vorspannung sinn, durch die weichen federn hängt die kiste vorne zu tief und der nutzbare federweg verringert sich. das lässt sich mit mehr öl nicht korrigieren.
      durchhang mit fahrer messen und mit dem federweg vergleichen. durchhang sollte ca 1/3 des federwegs betragen. die feder halt mit etwas unterlegen was man so rumliegen hat, rohrstücke, dicke muttern, u-scheiben....
      ist natürlich nicht profimässig und auch nicht so gut wie härtere federn, aber preisgünstig und besser als die untaugliche luftunterstützung.
      das mehr vorspannung sinn macht ist klar aber irgendwann bekommst du die verschlußschraube kaum noch aufgedreht.vielleicht dreh ich noch 2 15mm vorspannhülsen.gerade bei aluveschlußschrauben machst du dir das feingewinde schnell schrott weil mit viel kraft runterdrücken u gleichzeitig gerade u parallel halten ist nicht immer ganz ohne.
      es geht mir nur darum ob eine fuftunterstützung sinn macht,beim mtb macht es ja sinn über verringerung oder erhöhung des luftpolsters,bei rockshox token genannt u anpassung des luftdruckes sich die härte auf das jeweilige fahrergewicht oder einsatzgebiet anzupassen. ich will keine 100 % optimierte gabel ,nur eine etwas bessere perfomance .mfg
      Wenn du schon mal eine normale Gabel nicht entlüftet hast und sich da richtig Druck aufbaute, ist das Resultat eine bockige und nicht ansprechende Gabel. Grund ist das Luft keine lineare Kompressionsrate aufweist. Es verhält sich extrem progressiv. Bei dem kleinen Luftpolster welches in einer normalen Gabel vorherscht, wirst du keine zufriedenstellende Lösung finden.

      Bei Luftgabeln und Co. ist das Luftvolumen bedeutend größer, somit flacht die Progressionskurve etwas ab. Gibt sogar Gabeln mit zwei unterschiedlich aufgepumpten Luftkammern um die Progression abzuflachen.

      Den Simmerringen dürfte das aber nichts ausmachen. Umso mehr Druck, umso besser dichten sie ab, da die Dichtlippen ran gepresst werden.
      Gegen Durchschlagen hilft aber auch das Vorspannen der Feder nur bedingt (nur minimal). Die Federrate bleibt ja gleich, heißt sie wird ab dem Einfedern mit der gleichen einwirkenden Kraft den gleichen Weg komprimiert. Ob sie nun vorgespannt ist oder nicht spielt keine Rolle. Es verschiebt sich nur der Punkt ab wann die Feder arbeitet. In diesem Fall muss eine größere Kraft wirken. Kann dadurch bockiger werden. Eine härtere Federrate ist die beste Lösung + die hydraulische Dämpfung erhöhen....
      Die "luftunterstützten" Gabeln der 80er haben sich ja eher als Placebo rausgestellt, daher glaub ich kaum, dass das irgendwas bringt.
      Deshalb wurde damals ja auch eher dickeres und/oder mehr Gabelöl empfohlen. Das scheint mir auch logisch.

      Die einfachen Gabeln japanischer Brot- und Buttermoppeds sind i.d.R. auch eher unterdämpft als zu weich.
      Ein klein wenig mehr vorspannen geht meist auch noch.
      Wer nichts weiß muss alles glauben

      Latan schrieb:

      es geht mir nur darum ob eine fuftunterstützung sinn macht,beim mtb macht es ja sinn über verringerung oder erhöhung des luftpolsters,bei rockshox token genannt u anpassung des luftdruckes sich die härte auf das jeweilige fahrergewicht oder einsatzgebiet anzupassen. ich will keine 100 % optimierte gabel ,nur eine etwas bessere perfomance .mfg

      die luftunterstützung macht keinen sinn und ist aufwändiger beim einbau und nachher musst du regelmässig den druck penibel kontrollieren und mit einer geeigneten pumpe einstellen. mit einer reinen luftfedergabel (mtb/rockshocks) kannst du das auch nicht vergleichen.
      mess aus was du an vorspannhülsen brauchst.

      250 schrieb:

      Latan schrieb:

      es geht mir nur darum ob eine fuftunterstützung sinn macht,beim mtb macht es ja sinn über verringerung oder erhöhung des luftpolsters,bei rockshox token genannt u anpassung des luftdruckes sich die härte auf das jeweilige fahrergewicht oder einsatzgebiet anzupassen. ich will keine 100 % optimierte gabel ,nur eine etwas bessere perfomance .mfg

      die luftunterstützung macht keinen sinn und ist aufwändiger beim einbau und nachher musst du regelmässig den druck penibel kontrollieren und mit einer geeigneten pumpe einstellen. mit einer reinen luftfedergabel (mtb/rockshocks) kannst du das auch nicht vergleichen.
      mess aus was du an vorspannhülsen brauchst.
      hält eine motorradgabel den druck nicht so richtig ? oh shit... ich glaube mit ner pumpe komm ich garnicht oben drann weil ich den lenker umgedreht hab.muß mir das noch mal heut abend betrachren,warscheinlich kein platz eine pumpe an ein ventil zu klemmen.hab ich jetzt garnicht drüber nachgedacht. mfg

      Latan schrieb:

      es geht mir nur darum ob eine fuftunterstützung sinn macht,beim mtb macht es ja sinn über verringerung oder erhöhung des luftpolsters,bei rockshox token genannt u anpassung des luftdruckes sich die härte auf das jeweilige fahrergewicht oder einsatzgebiet anzupassen. ich will keine 100 % optimierte gabel ,nur eine etwas bessere perfomance .mfg


      Da verwechselst du was.
      Die MTBs haben meist eh Luftfederung - daher regelt man die "Federhärte" da über Luftdruck. Aber die Token machen nicht die Feder härter, sondern veringern das Volumen in der Kammer (bei gleichem Druck), damit steigt die Progression am Ende.

      Wie auch Friedrich sagt, wenn du nicht mal weißt, was bei der Gabel nicht passt, ist Anpassung eig. sinnfrei.
      Gruß, Kai

      Q-Trotter schrieb:

      Latan schrieb:

      es geht mir nur darum ob eine fuftunterstützung sinn macht,beim mtb macht es ja sinn über verringerung oder erhöhung des luftpolsters,bei rockshox token genannt u anpassung des luftdruckes sich die härte auf das jeweilige fahrergewicht oder einsatzgebiet anzupassen. ich will keine 100 % optimierte gabel ,nur eine etwas bessere perfomance .mfg


      Da verwechselst du was.
      Die MTBs haben meist eh Luftfederung - daher regelt man die "Federhärte" da über Luftdruck. Aber die Token machen nicht die Feder härter, sondern veringern das Volumen in der Kammer (bei gleichem Druck), damit steigt die Progression am Ende.

      Wie auch Friedrich sagt, wenn du nicht mal weißt, was bei der Gabel nicht passt, ist Anpassung eig. sinnfrei.
      jo,das hab ich doch schon geschrieben...

      wuddy-ktm schrieb:

      Wenn du schon mal eine normale Gabel nicht entlüftet hast und sich da richtig Druck aufbaute, ist das Resultat eine bockige und nicht ansprechende Gabel. Grund ist das Luft keine lineare Kompressionsrate aufweist. Es verhält sich extrem progressiv. Bei dem kleinen Luftpolster welches in einer normalen Gabel vorherscht, wirst du keine zufriedenstellende Lösung finden.

      Bei Luftgabeln und Co. ist das Luftvolumen bedeutend größer, somit flacht die Progressionskurve etwas ab. Gibt sogar Gabeln mit zwei unterschiedlich aufgepumpten Luftkammern um die Progression abzuflachen.

      Den Simmerringen dürfte das aber nichts ausmachen. Umso mehr Druck, umso besser dichten sie ab, da die Dichtlippen ran gepresst werden.
      Gegen Durchschlagen hilft aber auch das Vorspannen der Feder nur bedingt (nur minimal). Die Federrate bleibt ja gleich, heißt sie wird ab dem Einfedern mit der gleichen einwirkenden Kraft den gleichen Weg komprimiert. Ob sie nun vorgespannt ist oder nicht spielt keine Rolle. Es verschiebt sich nur der Punkt ab wann die Feder arbeitet. In diesem Fall muss eine größere Kraft wirken. Kann dadurch bockiger werden. Eine härtere Federrate ist die beste Lösung + die hydraulische Dämpfung erhöhen....
      oh, hab deine u 610ers antwort vorhin übersehen

      wuddy-ktm schrieb:


      Gegen Durchschlagen hilft aber auch das Vorspannen der Feder nur bedingt (nur minimal). Die Federrate bleibt ja gleich, heißt sie wird ab dem Einfedern mit der gleichen einwirkenden Kraft den gleichen Weg komprimiert. Ob sie nun vorgespannt ist oder nicht spielt keine Rolle. Es verschiebt sich nur der Punkt ab wann die Feder arbeitet. In diesem Fall muss eine größere Kraft wirken. Kann dadurch bockiger werden. Eine härtere Federrate ist die beste Lösung + die hydraulische Dämpfung erhöhen....

      leider mal wieder nur zum gerinsten teil richtig. :thumbdown:
      durch sinnvolles vorspannen ändern wir den arbeitsbereich der feder innerhalb des vorgegebenen weges, das fzg wird angehoben um den möglichen federweg ausnützen zu können. die gabel geht ja auf block weil nicht mehr genug weg zur verfügung steht. die feder arbeitet auch ab der selben kraft nach dem vorspannen, da wird nichts bockiger.
      wenn du die Feder um einige Gewindegänge kürzt (abflexen und mit Flamme das Federende wieder gerade richten) wird die Feder härter

      Sie sollte aber bei voller Belastung nicht kürzer werden als der Federweg der Gabel - kann man messen/ berechnen ( Abstand der Windungen x Anzahl = der nutzbare Weg der Feder)

      - die fehlende Länge kannst du mit Buchsen ausgleichen -> dazu mehr / dickeres Öl damit sollte die Gabel spürbar härter werden und kostet nicht viel -> NACHTEIL: die Aktion kann nicht mehr rückgängig gemacht werden ;(
      Gruß Günther

      250 schrieb:

      wuddy-ktm schrieb:


      Gegen Durchschlagen hilft aber auch das Vorspannen der Feder nur bedingt (nur minimal). Die Federrate bleibt ja gleich, heißt sie wird ab dem Einfedern mit der gleichen einwirkenden Kraft den gleichen Weg komprimiert. Ob sie nun vorgespannt ist oder nicht spielt keine Rolle. Es verschiebt sich nur der Punkt ab wann die Feder arbeitet. In diesem Fall muss eine größere Kraft wirken. Kann dadurch bockiger werden. Eine härtere Federrate ist die beste Lösung + die hydraulische Dämpfung erhöhen....

      leider mal wieder nur zum gerinsten teil richtig. :thumbdown:
      durch sinnvolles vorspannen ändern wir den arbeitsbereich der feder innerhalb des vorgegebenen weges, das fzg wird angehoben um den möglichen federweg ausnützen zu können. die gabel geht ja auf block weil nicht mehr genug weg zur verfügung steht. die feder arbeitet auch ab der selben kraft nach dem vorspannen, da wird nichts bockiger.


      :?: ?( :?: was .... :thumbsup:

      Wenn eine Gabel- oder auch Dämpferfeder vorgespannt wird, vergrößert sich die Losbrechkraft.
      Beispiel: Feder 4,4 N/mm
      Bei einer Vorspannung von 0 mm wird ein Gewicht von 0,44 kg für den ersten Millimeter Federweg benötigt.
      Bei einer Vorspannung von 10 mm wird ein Gewicht von 4,84 kg (10mm x 0,44kg + 0,44kg) benötigt für den ersten Millimeter Federweg.
      Da das Vorderrad nicht nur den Boden berührt, sondern auch mal komplett ausfedert und dann auf ein Hindernis trifft, ist die benötigte Kraft zum Einleiten des Federvorgangs größer. Damit wird sie bockiger....
      Bei 300 mm Federweg kann die Feder maximal 132 kg Kraft entgegen wirken. Bei 10mm Vorspannung sind es 136,48 kg.
      Eine 4,8 N/mm Feder kann ohne Vorspannung 144kg und mit 10 mm Vorspannung 148,8 kg.
      Außerdem ist ein beliebiges Vorspannen nicht möglich, weil die Windungen irgendwann beim Einfedern aufeinander Liegen.