Eigenbau - Motorradheckträger für nen kurzen Landcruiser J12 ?

      Eigenbau - Motorradheckträger für nen kurzen Landcruiser J12 ?

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      Hallo Leute,ich beende bald meine Fortbildung zum Techniker, und zur Zeit schwirrt mir der Gedanke im Kopf rum, meine KTM Exc 125 in meine zukünftige Urlaube mit zu nehmen, und das nicht auf einem Anhänger, sondern am Heck.Des weiteren sollte die Hecktüre zugänglich bleiben, sprich Hecktüre schwenkt zur Seite auf. Zur Zeit ist eine Westfalia-Kupplung (starre Version) montiert. Leider die Variante, wo der Kugelkopf in einen U-förmigen Blech hält, und quer zum Auto verschraubt ist. Das Blech selber hält dann am Rahmen, der von der Stoßstange verdeckt ist. Stützlast ist 130kg .Des Weiteren habe ich auf diese Weise für eine Konstruktion auch keine vernüftige Auflagefläche. Das Ganze soll ja relativ kommod demontierbar sein, da ich ab und an auch einen Hänger ziehe. G. Am T4 soll es Träger geben die 250kg ab können, und der hat keinen Leiterrahmen....Zur Berechnung liegen Methoden von Hand vor, ich habe auch die Möglichkeiten von einer geübten Person eine FEM machen zu lassen. Ist ja nur in eigenen Interesse dass alles hält. Ein Bekannter hat auch den großen Schweißerpass, der würde mir da auch helfen. Vielleicht hat jemand von euch mit sowas Erfahrungen oder weitere Ideen.
      Geländefahren soll sicher möglich sein - natürlich nicht im Baja 1000 Style.

      Wer hat denn gesicherte Aussagen ob das Ladung ist oder eingetragen werden muss? Gibt es im Stuttgarter Großraum denn einen Prüfer, der sowas offen gegenüber ist?
      Ich würde die ganze Sache halt auf 60x40x3mm Vierkantrohr aufbauen zum Rahmen hin. Drehschanier ist auch so ein Problem - selber berechnen könnte ich, fertigen wohl kaum. Wo gibt es denn Schwerlastscharniere?

      Und auch wenn sich die Frage doof an hört - wenn ich das Ganze von Hand berechne, von welcher Sicherheit soll ich ausgehen, bezüglich dynamischen Lasten? Kann nur statisch rechnen :P

      Das Bild zeigt ein Modell meiner Hecktraverse und wie ich dann die Einschubrohre für den Träger machen würde. Befestigt mit Ringschrauben mit Gewindestange. Kann man also ohne Werkzeug (Eisenstange) ab bauen. Wenn eingetragen bleiben die Aufnahmen dran, klarer Fall.

      Bin mal gespannt ob ihr Tips und Ideen habt.

      Beste Grüße und Danke Reno
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      Ich hab sowas vor 30 Jahren mit viel Zeit auch mal konstruiert; Fiat Ducato mit Leiterrahmen ; dauerhaft verschraubt.
      Kürzlich bin ich auf eine abnehmbare Einstiegsstufe eines MB Lieferwagens gestossen.
      Heute würd ich mir das bei Ebay suchen; Halter modifizieren; Bikeschiene drauf, Beleuchtungssatz; AHK Steckdose. Fertig.

      Grüße
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      Yamaha YZ 250 F ´04 Steahly Flywheel Torque Monster 10oz.
      Yamaha TT 350 ´87 Ever lasting love
      Ducati Hypermotard 1100 ´08 Leider geil !
      Nissan NV 200 PKW

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      Servus,

      danke für die Info und das Bild.
      War deiner seitlich schwenkbar? So wie es aussieht ja nicht. Dachte mir auch vielleicht einen günstigen fertigen kaufen und dann anpassen.
      Bleibt aber das Problem mit der Hecktüre ... sonst komme ich bei der Karre ja leider an gar nichts mehr ran.
      Grüße
      reno

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      Nö , war alles Starr.
      Ohne Moped konnte ich die Hecktüren öffnen; Plattform war 5 cm niederer.
      Mit Beladung dann halt durch die seitliche Schiebetür.

      Grüße
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      Hallo Reno,

      was du beachten musst ist die zulässige Achslast der Hinterachse und den zulässigen Überhang von Hinterachse bis zum Ende des Fahrzeugs (Siehe Zeichnung Länge B), der Maximalwert ist bei manchen Fahrzeugen zumindest beim LKW vom Hersteller vorgegeben.

      Vielleicht hilft dir ja diese Formel weiter.

      http://www.alfred-weih.de/images/zuladungsformel.pdf

      Mir wurde immer gesagt, wenn zum abmontieren ohne Werkzeug, dann gilt der Anbau als Ladung und braucht nicht eingetragen zu werden. Ich würde aber am besten mal mit einem Tüv Ingenieur sprechen, denn wenn Nummernschild und Lichantlage verdeckt ist, brauchst du die Sachen ja auch zusätzlich am Träger.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Greenfrog“ ()

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      Danke für den Hinweis mit der Hinterachslast. Der Sachverhalt ist mir bekannt.
      Zuladung auf der Hinterachse ist laut Schein und aktuellen Achslasten um die 900kg.
      Bei meinem Radstand und 50cm Auskragung nach hinten sind es immer noch 660kg - da sehe ich also wenig bis keine Probleme.

      Nummerntafel und Beleuchtung muss in der Tat neu am Träger angebracht werden, das wird sicher verdeckt werden.

      Mit einem 5 Türer wäre es echt alles deutlich entspannter - hab ich aber leider nicht :(

      Mit geht's einfach mal darum Ideen zu sammeln.
      Hier ist jeder Vorschlag willkommen, und ich bin für jeden Vorschlag dankbar.
      Bei mehr Ideen kommt man denke ich leichter zu einer Lösung.

      Kennt jemand einen Hersteller von Schwerlastscharnieren? Bzw von Lagertrummen. Ich weiß nicht direkt wie das Teil was ich suche im Fachjargon heißt.
      Vereinfacht gesagt sowas wie eine Umlenkrolle, die man stirnseitig verschrauben / verschweißen kann.
      Daran soll dann ein Bügel fest gemacht werden, der parallel zur Stoßstange läuft. Ich hoffe ihr könnt es euch vorstellen.

      Danke und Grüße
      Reno

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      ich hab zwar keinen großen schweissschein und ich kann sowas auch nicht
      berechnen, hab das aber trotzdem für 2 meiner fahrzeuge angefertigt.
      :whistling:

      als einschub in den leiterrahmen. mein tüver meinte "bevor du da
      gepangel bei nem unfall im ausland hast, trag ich dir das lieber ein".
      fand ich nett von ihm.

      zum schwenken im beladenen zustand: das kannst du nach meiner
      von sachkenntnis ungetrübten meinung vergessen. die befestigung
      für das schwenklager bekommst du an dem auto nicht hin, da du die kraft
      ja in 2 richtungen einleiten musst.

      anbei mal ein bild. ist auch ein 3-türer. die hecktüre geht nur auf, wenn das
      mopped abgeladen ist. erfordert etwas umsichtiges beladen, man gewöhnt sich
      aber flott daran.

      You have to have the courrage to sustain the situation that frightens you.

      Jedes Verbot ist eine leise Absage an die Idee, der Mensch sei vernunftbegabt.
      Stefan Geiger

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      Wäre es evtl. ne Überlegung wert, den Träger nicht schwenk- sondern klappbar zu konstruieren? Ggf. mit ner Abstützung nach unten?
      Ich könnte mir vorstellen, dass das evtl. einfacher zu realisieren ist.

      Also in etwa nach dem Prinzip: (Ja, ich weiß, die Türe geht seitlich auf...)
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      • IMG_6088.JPG

        (65,92 kB, 18 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      "Ein Kuhschwanz wackelt auch und fällt nicht ab!"

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      Servus!

      Klappbar stand auch zur Debatte - eigentlich keine schlechte Idee, und ich denke wie du, bestimmt leichter zu realisieren.
      Aber - wenn ich das Ding 90 Grad abklappen lasse, bekomme ich die Fuhre zwar hoch, aber meine Freundin zu 100% nicht mehr.
      Außerdem wäre es mir wegen aussuppendem Sprit und so n bissl arg.

      Es gibt schon Heckträger die sich seitlich schwenken lassen, Sawiko wäre da zu nennen.
      Ich habe aber nicht nur positives gehört, scheints soll das alles n bissl labil sein.

      Und twinshocker, ich gebe dir Recht - n Hardcore Scharnier braucht es dazu. Ich frage mich woher die fetten Dinger an Brandschutztüren in der Industrie kommen. Die müssen ja au was aushalten.
      Alternative wäre Prinzip Lenkkopflager. Schön ablagern mit Kegelrollenlagern. Quasi Gabelrohr als Welle, und Lenkkopf dann als Rohr außen. Daran den Träger bruzzeln.

      So tief legen dass ohne Beladung aufgeht ist bestimmt machbar. Soll aber mit Beladung aufgehen.
      Das macht das Projekt ja so interessant...

      Ich bastel noch kurz fix n 3D Modell, dass man es besser versteht was ich meine...

      Bundbuchsen sind auch nicht schlecht. Da habe ich aber das Problem dass die ganze Konstruktion ja nicht nach oben abhauen soll.
      Mehr noch dürfte die Flächenpressung vom Rohr auf der Buchse ziemlich immens sein...

      Grüße und Danke, und weiter so!

      Reno

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      Jetzt,

      echt nur ganz schludrig zusammen gefercht im Inventor...
      Am schwenkbaren Teil könnte man zum Beispiel einen kommerziellen Träger verschrauben.
      Natürlich muss auf der gegenüberliegenden Seite vom Drehlager eine Abstützung auf den Grundträger.
      Sodass der schwenkbare Teil in geschlossenem Zustand aufläuft und minimal hoch gedrückt wird. So teilen sich die Kräfte auf.
      Verriegeln könnte man z.B. mit den Dingern mit denen man bei Autoanhängern die Plattformen runter zieht.

      Ich denke mit den Bildern wirds klar.

      Ich habe es ebenso überschlägig berechnet, bezüglich maximal auftretender Biegespannung, wenn das Ding aufgeschwenkt ist und nicht im Wiederlager hält.

      Geht man von einem einseitigen Balken mit einer Länge von 500mm aus, und 200 Kg, und verwendet 60x40x3mm 235JR Stahl,
      kommt eine Sicherheit von ca 3,5 raus. Im Fahrbetrieb teilen sich die Kräfte ja auf. Nur die Schweißnaht muss im Schwenkfall halten, wobei ich da weniger Sorgen habe.
      Auch habe ich wegen dem Scharnier keine sooo großen Bedenken, wenn man es über eine Welle realisiert, kommt man denke ich mit 40mm wohl gut hin - das rechne ich heute nicht mehr...

      Weitere Ideen erwünscht!
      Grüße
      Reno
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      • Schwenkbar1.jpg

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      • Schwenkbar2.jpg

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      Reno86 schrieb:


      Bundbuchsen sind auch nicht schlecht. Da habe ich aber das Problem dass die ganze Konstruktion ja nicht nach oben abhauen soll.
      Mehr noch dürfte die Flächenpressung vom Rohr auf der Buchse ziemlich immens sein...
      Reno

      bei deiner konstruktion ist es aber auch übel mit der lagerbelastung da oberer und unterer lagerpunkt recht nah beieinanderliegen.
      von daher mein vorschlag das aussenrohr fahrzeugseitig zu befestigen weil man dann die lagerung länger nach unten gestalten kann.
      um das ganze zu sichern gegen herausspringen gibt es zig möglichkeiten, aber da waren wir noch nicht und ich hatte angenommen dass du dir da schon selber was zu überlegst oder dass dir da übliche lösungen für bekannt sind als (fast) techniker. 8|

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      Moin,
      ​Schnaps dir ein paar Bretter oder so und bau das mal als Modell ans Auto. Damit du überhaupt mal siehst wo der schwenkpunkt hin muss. So wie gezeichnet bekommst du das mit mit Moped Schiene drauf nicht geschwenkt. Der Drehpunkt muss verdammt weit nach außen und dann hast du einer recht langen Hebel. da wird sich dein Rohr schon deutlich durchbiegen unter last und du bekommst es nicht wieder zu. Da must du wohl eine Verstärkung drunter bauen . Oder du machst einen Fachwerkrahmen mit diagonalen. Aber selbst wenn du das gelöst bekommst. Wenn das Auto beim Öffnen nicht gerade steht, dann bekommst du je nach Lage das Ding nur schwer auf weil du das Moped anheben musst, oder es kommt die mit Schwung entgegen und du musst es Berg hoch wieder zurück drücken. Ich würde es so wie schon gezeigt bauen und dann damit leben das man mit Moped drauf halt nicht so gut an die Sachen hinten dran kommt.
      MFG MS
      ps bin bekennender Warmduscher ;-)
      pss schlecht schreiben konnte ich schon immer gut :)

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      Ich habe ja von Mechanik, Statik, Hebeln und Scharnieren absolut gar keine Ahnung. Aber würde sich hier nicht eine "Scherenmechanik" wie bei diversen TV Wandhalterungen anbieten?

      Beispiel: https://www.amazon.de/dp/B008XIJKWU/

      So muss der Scharnier nicht so weit seitlich hängen und die (seitliche) Hebelwirkung wird nicht so groß. Dafür wird dann der längs-Hebel größer - aber so kann man sich gleich noch ein Upgrade auf einen größeren, schwereren Motor als Gegengewicht rechtfertigen ;-)

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      Heckträger bauen

      Die Lösung ist so einfach das man meist nicht drauf kommt.
      Ich hab schon mehrere Träger Fahrzeugspezifisch gebaut, welche bis zu 250 Kilo
      Traglast Eingetragen haben

      Zwei tragarme hinten unter bzw am Chassis befestigt.
      Ein U Profil mit Riffelblech Kanten wo genau die Räder reinpassen und recht und links noch Luft hinter den Rädern ist.
      Dieses U Profil legt man Quer über die Tragpunkte und sieht zu das es nach Möglichkeit auch noch auf dem Kupplungskopf aufliegt.
      Wenn nicht sollte man eine lasche als Auflager dort anfertigen .

      Drei Punkte tragen nun die Last
      Rechts an dem Tragarm wird nach rechts versetzt ein Rohr angeschweißt welches 20-30 cm nach oben steht.
      Die HeckTür sollte aber noch aufgehen .
      Rechts am U-Profil wird nun ein Rohr befestigt, welches über das andere Rohr vom Träger gesteckt wird.
      So hat man einen Drehpunkt
      Links wird eine Befestigung durch eine Lasche am UProfil , an dem Tragarm links verschraubt, befestigt.
      So das man mit dem beladenem Rad leicht lösen kann .
      Ebenfalls sollte die Linke Halterung am U Profil eine Rohraufnahme haben.
      Hier steckst du ein Stützrad vom Anhänger rein und kannst nachdem links gelöst wurde und das UProfil samt Moped nur noch aufliegt man dieses leicht damit anheben kann.
      Minimal braucht das nur sein, damit man das Gestell auch drehen kann.

      So hast du auch bei Beladung die Möglichkeit den Träger nach rechts
      zu schwenken und an die Tür zuKommen.
      Klapplösungen wie bei Fahrrädern sind dafür nicht ausgelegt.
      Für den Anhängerbetrieb braucht es nur das U Profil anzuheben und wegzunehmen

      Wer den Träger so nachbaut, kann auch diesen Drehpunkt rechts mit Lagern gestalten.
      Meist reicht aber gelegentliches fetten vollkommen aus und bleibtbso kostengünstig anzufertigen .
      Eine fertige Lichtleiste aus dem Zubehör mit LED kann dann an die Laufräder
      mit kleinen Gurten befestigt werden .
      Vergesst nicht das Kennzeichen als Wiederholung am U Profil .es muss aber nicht gestempelt sein.

      Man kann auch die Tragarme streckbar machen und hat so dann komplett alles abnehmbar.
      Sind im Grunde nur zwei Profile die ineinander gesteckt werden und durch Bolzen gesichert sind .

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „huskycrosser“ ()

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      Du könntest auch zwei nebeneinander liegende Rohre nehmen und einen anständigen Lagersitz oben und unten in das Rohr einschweißen. Beim Rohr daneben dann zwei Laschen oben und unten. Auf der anderen Seite ebenfalls zwei Laschen mit Bolzen und Splint. Dann kommst du auch nicht soweit in die Höhe und bekommst die Türen hinten noch auf wenn das Motorrad mal nicht drauf steht. Die Laschen müssen natürlich stabil genug sein, 10 mm sollte aber reichen. Die Verwindung tritt ja nur beim öffnen, nicht beim fahren auf.
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      • träger.jpg

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      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Greenfrog“ ()