Welche 4t Enduro für 50/50 Stadt/Gelände mit wenig Wartung ?

      Moin,
      ​na anspringen geht schon wenn der Vergaser sauber eingestellt ist und man die richtige Technik raus hat. Die hat AGW und Autodeko. Also Vibrationen sind zwar vorhanden aber schon etwas gedämpft und das Antreten geht mit dem Auto Deko schon bedeuten leichter. Im Prinzip kann man die sogar mit der Hand anmachen. Das Ding ist halt ein LKW im vergleich zu den EXCs usw. Dafür auf der Straße halbwegs legal zu bewegen und einigermaßen robust.
      ​Ich möchte so was zwar heute auch nicht mehr fahren müssen, aber ich glaube ich Greife mir mal bei Gelegenheit die von meinem Bruder und fahre mal wider eine Runde damit. Nur um wider zu wissen wie Schwerfällig so was ist.
      MFG MS
      ps bin bekennender Warmduscher ;-)
      pss schlecht schreiben konnte ich schon immer gut :)
      Die sxc 625 ist das Nachfolgemodell der 620 , aber mit E-Start.
      Erst...wenn Du unter Deiner Geliebtgehassten im Dreck kriechend Deinen Rotzschleim von den Lippen leckst...weisst Du ,dass Du lebst.

      Potemkinn heisst jetzt Peripeter.-)

      "Dreiviertel dessen, was Tagesschau und Heute senden, ist Regierungspropaganda. Der Rest Schrott."
      Henryk M. Broder
      Wenn du die Problemlosigkeit deiner CRF weiter haben willst und ihre Geländetauglickeit toppen willst, ist die LC4 SC/SXC Reihe eher ungeeignet.
      Die sind einfach nicht mehr zeitgemäß. Hatte nie selber eine, aber zwei Kumpels und wir haben öfter mal durchgetauscht. Die SXC hat im schweren Geläuf ständig gekocht, auf schnellen Etappen im Sommer über 100km/h ebenfalls. Das Handling ist extrem stur, im Vergleich dazu fühlt sich jede DRZ an wie ne Cross-Maschine. Deine CRF sicher auch. Der Motor rappelt im unteren Drehzahlbereich heftig, obenrum ist dann schnell Schluss, nur in der Mitte hat er Dampf, dafür dann aber richtig. (Hab mich lieber an die Charakteristik meiner 400er gewöhnt: rund und gleichmäßig von unten, dann drehen bis über 10 000 Touren.)
      Der eine hat seine 640 hauptsächlich für Urlaubstouren nach Frankreich und Schotterpässe genutzt und ist damit seit Jahren sehr zufrieden.
      Der andere fährt damit auch Wettbewerbe, die meistens per Achse angefahren werden, aber wäre mit fast jeder anderen Maschine schneller - ist halt ein Spleen von ihm...
      Sind also nicht grundsätzlich schlechte Moppeds, muss jeder selber entscheiden mit was er glücklich wird. Aber bei deinen Anforderungen eher suboptimal.

      Gruß Crawlers

      ManuMX90 schrieb:

      Schade, hab so die Daten verglichen, die SC 620 müsste leichter und höher als meine CRF sein, dachte deswegen wäre sie vllt auch mehr Geländetauglich.

      Das stimmt mit Sicherheit (Die CRF250L ist ja ein recht braves Alltagsmopped), aber Geländetauglichkeit ist für jeden ein wenig anders. Ne kleine Probefahrt wäre da aufhellend. Die LC4 Baureihe fühlt sich meiner Meinung relativ stur an, damit kann man problemlos nach Dakar bügeln aber agil ist das nicht. Es wird ja auch in BA-Wü grad milder und je nach Höhenlage ist bei Dir 30cm weniger Schnee als bei mir - also keiner mehr :P
      Wer nichts weiß muss alles glauben

      crawlers schrieb:

      Die SXC hat im schweren Geläuf ständig gekocht, auf schnellen Etappen im Sommer über 100km/h ebenfalls. Das Handling ist extrem stur, im Vergleich dazu fühlt sich jede DRZ an wie ne Cross-Maschine.


      ​Moin, dann war aber etwas Defekt bei der Kiste, vor allem wenn die beim schnell fahren das Kochen anfängt stimmt was nicht. Klar im Stand und bei Geschwindigkeit nahe Null kocht die wie jeder 4T ohne Lüfter, wobei auch die 2T kochen dann irgendwann halt nur etwas später.
      Also die LC4 ist schon geländegängig, damit wurden Weltmeisterschaften gewonnen, das ding kann auf alle fälle richtig Gelände. Aber es stammt halt aus einer anderen zeit und ist nicht mit heutigen Mopeds zu vergleichen. Sie ist halt etwas schwerer und schwerfälliger wie heutige Mopeds. Wobei das ist die DRZ auch. Aber du willst ja so eine Kompromiss Kiste und must deshalb damit leben.
      MFG MS
      ps bin bekennender Warmduscher ;-)
      pss schlecht schreiben konnte ich schon immer gut :)
      Hallo Manu,

      die SC wiegt so um die 130-135kg, schon leichter, aber weniger handlich. Geländetauglich ist sie natürlich schon, damit wurde früher DM,EM und WM erfolgreich gefahren. Aber es gibt mittlerweile bessere Konzepte. Ich hatte seinerzeit einen Vergleich gelesen zwischen KTM SC und den damals neuen EXCs - das Fazit war: die SC hat keine Chance, mit der EXC geht fast alles leichter und besser. (Witzigerweise hat sich in der WM trotzdem noch eine paar Jahre das alte Husky-Konzept durchsetzen können, lag aber am Spitzen Fahrer Erikson, der einfach mit allem Weltmeister werden konnte...)


      Gruß Crawlers
      @Michael:
      Ob an der SXC was kaput war kann ich schlecht beurteilen... Jedenfalls war es an dem Tag sehr heiß. Wir waren gut unterwegs, sind dann aber in einem Waldstück hängen geblieben. Da haben wir für 500m gut ne Stunde gebraucht... Als dann aber wieder freies Fahren möglich war mussten wir Pause machen weil die SXC nur am Kochen war. Vielleicht hat sie dabei vorher schon Flüssigkeit rausgeblasen und deshalb bei den schnellen Etappen, dann sofort gekocht... Jedenfalls hat meine DRZ kein Problem gemacht, obwohl ich das schweren Stück teilweise mehrfach fahren musste.
      Daher meine Aussage, das Konzept ist nicht mehr zeitgemäß und es gibt mittlerweile besseres. (Dass die DRZ auch nicht mehr auf dem aktuellen Stand ist, ist klar... Wobei es für die "Schweizertaschenmesser"-Einsatzmöglichkeit der DRZ bis heute keinen tauglicheren Nachfolger gibt - leider...)

      Gruß Crawlers
      Die DRZ 400 ist eigentlich wie eine CRF250L mit fast doppelt Leistung, besserer Federung bei gleichem Gewicht.
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      610er schrieb:

      Das stimmt mit Sicherheit (Die CRF250L ist ja ein recht braves Alltagsmopped), aber Geländetauglichkeit ist für jeden ein wenig anders. Ne kleine Probefahrt wäre da aufhellend. Die LC4 Baureihe fühlt sich meiner Meinung relativ stur an, damit kann man problemlos nach Dakar bügeln aber agil ist das nicht. Es wird ja auch in BA-Wü grad milder und je nach Höhenlage ist bei Dir 30cm weniger Schnee als bei mir - also keiner mehr :P


      Jap die CRF250L ist sehr brav, aber eben Top Wartungsarm :)

      Schnee liegt hier, zumindest direkt auf der Straße keiner mehr, trotzdem sehr kalt *brrr* :D


      crawlers schrieb:

      das Fazit war: die SC hat keine Chance, mit der EXC geht fast alles leichter und besser.


      Daran hab ich keine Zweifel das die EXC in allem (außer Wartung) den alten LCs Haushoch überlegen ist, aber an der Wartung liegts bei mir eben leider, dieses WE war hier in BW ne Motorradmesse, da bin ich auf die EXC 350 (soweit ich weiß war es die) gesessen und oh man, das fühlt sich so unglaublich gut an und die sieht so schön aus (gut finde alle schön egal welcher Hersteller), aber da kamen mir fast die Tränen weil ich weiß das ich sowas nicht Fahren kann (Finanziell, Zu "oversized" für meine Bedürfnisse und nicht Alltagstauglich), drum eben LC4, DRZ, Husky 610, BMW G ....

      crawlers schrieb:

      Dass die DRZ auch nicht mehr auf dem aktuellen Stand ist, ist klar... Wobei es für die "Schweizertaschenmesser"-Einsatzmöglichkeit der DRZ bis heute keinen tauglicheren Nachfolger gibt - leider...


      Sehr schade dass es da nichts "richtiges" mehr gibt, nur noch Kompromisslösungen, versteh ich auch nicht ganz, die DRZ müsste sich doch gut verkauft haben ?
      Sowas dürfte doch allgemein beliebt sein, ein Alltagsmoped mit ordentlicher Geländetauglichkeit.

      Peripeter schrieb:

      Die DRZ 400 ist eigentlich wie eine CRF250L mit fast doppelt Leistung, besserer Federung bei gleichem Gewicht.


      Apropos, hab eine DRZ400 Y gesehen: Baujahr 2000, 49PS, 12000Km, HU 11/2018 - 2700€ VB, hört sich das gut an ?
      Ich weiß, kann man so nicht sagen, aber sind die Grunddaten schon mal im Rahmen ?
      Es gab 4 verschieden DRZs:

      Die Y: Sportvariante, nur Kickstarter, zulassungsfähige Leistung 17PS, offen fast 50 PS, Gewicht ca. 125kg, Fahrwerk nicht mehr ganz aktuell, aber für jeden Hobbyfahrer mehr als ausreichend. Wartung wie ne Sportenduro, aber viel robuster, die Intervalle können wahrscheinlich deutlich gedehnt werden. Großer Nachteil: als Wettbewerbsmotorrad auch entsprechend eingesetz, sprich nach 16 Jahren Gelände sind die meisten Modell echt fertig, daher am Markt der günstigste Preis...

      Die S: zeitgleich angebotene Straßenvariante, mit Zweimann-Zulassung, E-Starter, Fahrwerk bis 2003 minderwertiger (trotzdem noch sehr gut), ab 2003/2004 identisch mit dem Sportmodell. Leistung volle 39PS, Motor mit weniger Verdichtung, geänderter Nockenwelle, sehr leiser Auspuff, Gewicht 144kg, Wartung alle 6000km... im Gelände ist deutlich früher ratsam. Wobei diese Variante oft nur Straße gesehen hat.

      Die E: Sportvariante wie Y, nur mit E-Starter (dann ohne Kick), Gewicht daher bei ca. 134kg, Zulassung meist mit 34PS, leider mit sehr lautem Auspuff, genauso wie eben bei der Y. Nachteile: ähnlich der Y, oft im Gelände ziemlich runter genudelt...

      Die SM: SuperMoto- Variante, mit endurountauglichen 17-Zoll-Rädern, wie bei alle anderen gleicher Motor, höchstes Gewicht, da Upsiddown-Gabel (146kg). Am Markt existieren ein paar Umbauten auf Enduro, mit anderen Felgen, die von Interesse sein könnten.

      Für deine Nutzung wäre vermutlich die S am günstigsten, evtl. eine gepflegte E oder umgebaute SM.
      Die Y muss schon top da stehen um künftig eine teure Überholung zu vermeiden. Außerdem must du dich mit dem niedrigen Leistungseintrag arrangieren.

      Gruß Crawlers
      Also die DRZ 400 hat egal in welcher variante bestimmt nicht fast 50Ps. Außer mittlerweile sind 42- max. 45Ps schon fast 50Ps. Die besten 450 zu der zeit haben die 50PS nicht geknackt. Aber in Mobile und Co gibt es ja auch 125er mit 45Ps und 500 4T mit 70PS.
      ​Ist eigentlich auch egal.
      Übrigens hat sich die DRZ neu nicht gut verkauft in Deutschland. Das ist auch der Grund warum es so was kaum Gibt. Die meisten für die so was genau das richtige wäre weil sie maximal mittleres Gelände fahren bilden sich ein dafür eine EXC oder so zu brauchen und kaufen kein solches Kompromiss Moped. Die Leute die so was Kaufen würden, sind oft nicht bereit das Geld für einen Neukauf auszugeben. Das soll ja günstig sein und alles Können, also wird es nur gebracht gesucht. Also ist die nachfrage bei Gebrauchtfahrzeugen da, aber bei Neufahrzeugen erschreckend gering. Sonst hätte KTM bestimmt schon was auf Basis der 390 aus Indien hier auf den Markt gebracht. Sollte im Baukasten günstig zu Produzieren sein.
      MFG MS
      ps bin bekennender Warmduscher ;-)
      pss schlecht schreiben konnte ich schon immer gut :)
      Hallo Michael.
      Die DRZ als S hat 39PS, mit bisl Tuning leicht über 40 PS. Die E wurde mal in der Enduro offen gemessen und kam tatsächlich nur auf 43 PS. Die Y wurde beim Erscheinen in diversen Zeitschriften mit 49 PS angegeben, aber soweit ich weiß nie gemessen. Ich tippe auch so auf 45 PS... was ja auch so knapp 50 PS, je nach Serienstreuung sind...

      Dass die DRZ damals nicht so erfolgreich war (außer vielleicht in den ersten beiden Jahren) lag an dem bereits beim Erscheinen veralteten Komponenten. Die zeitgleiche EXC hatte den Vorteil des E-Starters und UpSideDown-Gabel. Wahrscheinlich haben die Suzuki-Mannen eher auf die Yamaha WR geschielt und die richtungsweisende EXC übersehen. Die E kam dann zu spät, war zu schwer und hatte ebenfalls nur eine konventionelle Gabel.
      Hätte man damals bei Suzuki sofort reagiert und eine leichte Sport-Variante mit E-Start und modernem Fahrwerk aus den Cross-Modellen rausgebracht, dazu eine Straßenvariante mit den gleichen Komponenten, wäre der Erfolg sicher besser gewesen. KTM und Yamaha haben ihre Modelle damals jedes Jahr überarbeitet und ständing angepasst, wohin gegen Suzuki einfach stagniert ist.
      Trotzdem hatte die Suzuki damals bereits den Ruf eines standfesteren und zuverlässigeren Motors als die Mitbewerber und wurde ja auch in der DM erfolgreich eingesetzt.

      Gruß Crawlers
      Die DR-Z war zu keiner Zeit gegen EXC oder WR positioniert. Genau das macht sie ja heute so besonders.
      Eine Alltagsenduro in bester Tradition einer XT, XL und tataa: einer Suzuki DR (;

      Der Motor ist schwerer und dadurch langlebiger. Die Sport-Variante wurde (wie übrigens schon die DR 350) überwiegend in USA verkauft, wo solche Moppeds einfach einen deutlich größeren Markt haben.
      Und genau das ist der (schon oft genannte) Punkt - gäbe es für so was hier einen Markt, dann gäbs so was auch zu kaufen.
      Auf dem Gebrauchtmarkt sind diese Art Motorräder gesucht, neu allerdings nicht. Was durchaus nachvollziehbar ist. Wer es sich leisten kann, kauft zwei, zwölf oder zwanzig Motorräder, halt für jeden Zweck was ideales.

      Auch wenn ich die DRZ gut finde und es für Neueinsteiger unglaubwürdig bis dekadent klingt: Ein Brot und Butter-Mopped für 500€ macht auf der Straße mehr Spaß als jeder halbwegs für den Endurosport hergerichtete Kompromiss.

      P.S. seit wann klauben wir hier im ORF ernsthaft PS-Zahlen?
      Wer nichts weiß muss alles glauben
      Danke für die Antworten Jungs :)

      Schade, gut ich wäre damals wahrscheinlich einer der wenigen gewesen die die DRZ neu gekauft hätten, sowas wäre genau mein Ding, kann alles, Gelände zwar nicht Wettbewerbsfähig aber was solls, einfach überall hinfahren ohne Probleme.

      Wäre ich damals nur nicht so "klein" gewesen :D

      @crawlers: E-Starter brauch ich nicht unbedingt, aber das die Y deutlich mehr beansprucht wurde (wer die kauft will ja ins Gelände) glaub ich auch, die Wartung ist bei der auch höher als bei E und S ? OK das erklärt auch die "minimal" mehr Leistung

      Mankra schrieb:

      Ist eine DRZ soviel leichter, Geländetauglicher, als eine 690R?
      Das kommt vermutlich ganz aufs "Gelände" an. Die 690 hat nun mal laut diversen Prüfständen ca. 70PS auch wenn das Leergewicht durchaus vergleichbar ist. Zur Bauzeit der Sport-DRZ Anfag der 2000er sah man die reichlich oft bei Wettbewerben, besonders die "E". Die 690 wird da eher nicht verwendet, was sicher auch daran liegt, dass es heute viel mehr Alternativen gibt.
      Wer nichts weiß muss alles glauben
      Schon klar, heute sind die WettbewerbsEnduro spezialisierter (eben keine Wohlmilchsau) und leichter, aber zur damaligen Zeit dürften auch LC4 oft eingesetzt worden sein.

      Mehrleistung, OK, ansonsten dachte ich, daß das 690er FW eher über der DRZ sein müßte und vom Gewicht net soweit weg.
      15-20kg sind natürlich nicht wenig.