Der Garmin 62 / 64 / 78 Anwender Thread

      bei der tuareg ist es inzwischen pflicht, bei den anderen bin ich
      mir nicht 100 prozent sicher.

      gps wird zur navigation der teilnehmer sowie zur überprüfung der
      fahrstrecken und speedlimits eingesetzt.
      wir sammeln nach dem zufallsprinzip ausgeloste geräte ein und prüfen dann,
      ob strecke und speedlimit eingehalten wurden.
      falls nicht, gibts ein empfindliches penalty.

      für die navigation werden bestimmte wegpunkte fest vorgegeben.
      diese kannst du dann im vorfeld schon downloaden und aufspielen.
      es werden üblicher weise keine tracks zur verfügung gestellt, die navigation
      geht immer noch per roadbook.

      aber so hast du immer wieder punkte, die du redundant annavigieren kannst,
      falls du dich mal völlig verfranst hast.

      ebenso lassen sich rettungspunkte oder hilfsstrecken aufspielen,
      mit deren hilfe du (natürlich außer wertung) dann mit defektem
      fahrzeug zumindest noch ins camp humpeln kannst.

      wir hatten sogar mal überlegt, ob sich eine "roadbooknavigation" per tablett
      realisieren lässt (hat viele vorteile gegenüber dem oldschool papierfetzen),
      wurde aber nicht realisiert.
      You have to have the courage to sustain the situation that frightens you.

      Jedes Verbot ist eine leise Absage an die Idee, der Mensch sei vernunftbegabt.
      Stefan Geiger

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      Frage an die Fachleute. Unser Guide verwendet ein Etrex 10 und meint "the best you can buy". das kostet gerade mal 90 Euronen. Allerdings ist der Bildschirm winzig, ich kanns ohne Brille nicht lesen.

      Hab mich für das Zeug nie interessiert, aber nachdem unsere Gruppe am Zerfallen ist, denke ich mir ich fahr meine eigenen Strecken, einfach wild drauf los bzw. die Tracks die mir der Guide gibt. Zusätzlich wäre eine back tracking Funktion hilfreich und das Aufzeichnen der gefahrenen Tracks. Er meint alles was mehr als ein Etrex 30 ist braucht kein Mensch. Achtung: das ist nicht meine Meinung, da ich dazu keine habe.

      Wieso kann Herr Guide mit diesem kleinen Winzling quer durch Rumänien fahren, gänzlich ohne Farbbildschirm oder Straßenkarten oder sonstigen Funktionen?
      Theoretisch kann ich praktisch alles :D "Jünger lobet das Licht, wechselt eure Kerzen nicht!"

      Neu

      vielleicht braucht der keine brille?

      ohne witz, ich hab auf meinem 60er (das ist auch nicht größer) ab und an nichts
      sehen können. besonders wenn du detailierte infos benötigst.
      da war dann anhalten angesagt.

      ab einem bestimmten alter werden die augen halt etwas lahmer, da ist ein
      großes display schon sehr hilfreich.
      üblicher weise kennen guides sich aus und nutzen das gps nur als fallback
      option, der hat das ding sicher nur pro forma dabei und braucht das eigendlich nicht.
      You have to have the courage to sustain the situation that frightens you.

      Jedes Verbot ist eine leise Absage an die Idee, der Mensch sei vernunftbegabt.
      Stefan Geiger

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      Kommt drauf an wie man es nutzt.
      Wenn man einem Track folgt und Karte und Details minimiert, sieht man auf den ersten Blick wo man lang muss. Wenn man 'Karte lesen' möchte, muss man eigentlich in jedem Fall anhalten.

      Ich hab bisher für alles eins von den alten eTrex Vista genutzt. Winziges Display... aber es reicht aus, jenachdem was man so vor hat.

      Aber um die Frage zu beantworten: Ein GPS Gerät für 90 Euro kann natürlich überhaupt nichts taugen.

      Neu

      heiopei schrieb:

      vielleicht braucht der keine brille?

      ohne witz, ich hab auf meinem 60er (das ist auch nicht größer) ab und an nichts
      sehen können. besonders wenn du detailierte infos benötigst.
      da war dann anhalten angesagt.

      ab einem bestimmten alter werden die augen halt etwas lahmer, da ist ein
      großes display schon sehr hilfreich.
      üblicher weise kennen guides sich aus und nutzen das gps nur als fallback
      option, der hat das ding sicher nur pro forma dabei und braucht das eigendlich nicht.



      also es ist tatsächlich so, dass er sich auch nicht auskennt. sagte er mir jedenfalls vor wenigen minuten am telefon. er bleibt auch öfter mal stehen und kramt dann die brille hervor und studiert sein etrex, das übrigens nur mit zwei kabelbindern am original ktm lenkerpolster befestigt ist. er hat es angeblich noch nie verloren.

      ich verstehe von navigation überhaupt nichts, gar nichts. wirklich nichts, hat mich nie interessiert. darum muss man mir alles was navigation betrifft eher so erklären wie einem 5 jährigen, weil ich mit fachchinesisch nix anfangen kann.

      unser guide hat es mir so erklärt: er überträgt vorher bestehende tracks (ich denke das ist sowas wie eine route oder ein pfad) vom pc auf das etrex. die fährt er mit uns ab. ein paar tracks hat er sogar von mir, die hat mir christian hier aus dem forum freundlicherweise mal zugeschickt und ich habe sie an ihn weitergegeben. er sagt man kann sich eigentlich nicht wirklich verfahren, es sei denn man bleibt auf der routenabweichung stecken und kann nicht mehr auf den geplanten track zurück. auf dem display habe ich nur graue linien und einen pfeil gesehen, also nix besonderes. er meint aber, dass er jeden abzweig trifft wenn er gelegenheit hat genau zu schauen (also öfter mal stehen bleibt). stört mich eigentlich nicht...

      so wie steve-o es sagt, er folgt dem track, mehr braucht er nicht. er meint auch bei den romaniacs fahren viele mit so einfachen geräten, weil die anderen funktionen und strassennavigation kaum gebraucht werden. er meinte wenn mir das etrex10 zu billig ist kann ich ja ein etrex20 oder 30 kaufen, soll sogar einige wenige funktionen haben die brauchbar sind ;-) im ernst, er meint das kleine drecksteil kann gps und irgendeine russische geschichte (glonas? oder so) und er findet den kleinsten abzweig metergenau. ich muss es glauben, kenne mich nicht aus. in drei jahren wo ich mit ihm etliche touren gefahren bin hat er sich nur einmal verfahren, dafür aber so, dass wir in 3 stunden nur 1,8km geschafft haben. das war hart.
      Theoretisch kann ich praktisch alles :D "Jünger lobet das Licht, wechselt eure Kerzen nicht!"

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      Doc Brown schrieb:

      er meint auch bei den romaniacs fahren viele mit so einfachen geräten, weil die anderen funktionen und strassennavigation kaum gebraucht werden.


      Nicht kaum gebraucht - für die Romaniacs wird garnichts gebraucht, da tut es ein olles etrex aus der ersten Serie.

      Man bekommt dort eine "Karte" (und keinen Track draufgespielt), die nur aus einer Linie besteht. Andere Karten dürfen nicht drauf sein, sonst könnte man ja abkürzen oder so.

      Romaniacs ist da eher ein Sonderfall. Sonst arbeitet man schon mit einer Karte und ggf. Tracks.

      Neu

      Doc Brown schrieb:

      aber nachdem unsere Gruppe am Zerfallen ist, denke ich mir ich fahr meine eigenen Strecken, einfach wild drauf los bzw. die Tracks die mir der Guide gibt.

      Eher schlechte Idee, allein in einem unbekannten Gebiet, oft auch ohne Handyempfang zu fahren.
      Im Ausland ist ein Guide immer praktisch, spätestens wenns doch Troubles mit Einheimischen gibt. In HR kennen wir Einiges schon, was wir auch ohne GPS fahren könnten, trotzdem buchen wir immer einen Guide.

      Doc Brown schrieb:

      Er meint alles was mehr als ein Etrex 30 ist braucht kein Mensch.

      Kein Mensch ist übertrieben, für das, was Du suchst, stimmt es.
      Die einzige Funktion, welche Du brauchst/suchst, ist die Grundfunktion aller Outdoor Navis: Topokarte mit einem Track anzeigen. Im Grunde ist ein Track eine lange Liste von GPS Koordinaten (öffne einen Track mit dem Notepad am PC, dann siehst die Datenstruktur), welche Du nachfährst.
      Wenn es nicht so zeitkritisch ist, ist ein kleines Display kein Problem, zur Not bleibst mal stehen, wenns nicht ganz sicher bist, wo die Linie weitergeht (bei Weggabelungen).

      Doc Brown schrieb:

      Wieso kann Herr Guide mit diesem kleinen Winzling quer durch Rumänien fahren, gänzlich ohne Farbbildschirm oder Straßenkarten oder sonstigen Funktionen?

      1. weil er die Gegend kennt, 2. weil er nur einen fertigen Track (Linie) nachfährt. Ev. ist ein schwarz/weiß Bildschirm sogar Kontraststärker als ein Farbbildschimr.

      Doc Brown schrieb:

      ich verstehe von navigation überhaupt nichts, gar nichts. wirklich nichts, hat mich nie interessiert.

      Solange Du nur fertige Tracks nachfahren möchtest, hast es in 5min alles Wichtige gelernt: SD Karte mit Track ins Gerät, einschalten, Track auswählen, Karten Ansicht, losfahren.

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      Danke für die ausführliche Antwort. Unser Guide ist kein Rumäne sondern einer von uns der dort aber schon wirklich oft gefahren ist und die Gegend recht gut kennt. Inzwischen bin ich gut befreundet mit ihm und war auch schon 3 mal in dieser Gegend. Handyempfang ist dort stellenweise bescheiden, aber 80% sind abgedeckt.
      Einheimische gibts dort fast keine. In 6 Stunden haben wir getroffen: zwei Rumänen mit Honda und Suzuki (die witziger Weise beide in Wien wohnen), einen Schäfer, der mich adoptieren wollte weil ich ihm zwei Äpfel und einen Müsliriegel schenkte und zwei Waldarbeiter die uns auf einen Vodka einladen wollten. Also nicht dicht besiedelt. Und in längstens zwei, drei Jahren ist es ohnehin vorbei mit Enduro, jedenfalls in Rumänien.

      Ok, also für die Tracks nachzufahren reicht das Etrex10. Gut, dann werde ich sowas wohl besorgen. Würde es Sinn machen mehr für das 20er oder 30er auszugeben, bzw. helfen die Karten die man auf die beiden laden kann beim Abfahren von Tracks bei der Orientierung? Sorry für die vielleicht dümmlichen Fragen, ich kann nur Landkarten lesen, zu meiner Zeit gabs kein GPS, nur Kompass und Papier.
      Theoretisch kann ich praktisch alles :D "Jünger lobet das Licht, wechselt eure Kerzen nicht!"

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      Wenn schon allein, ist eine Papierkarte als Backup sicher kein Fehler, vor allem auch übersichtlicher.
      Bißerl helfen die topografischen Karten schon bei der Orientierung, zumindest in HR, um die größeren Ortschaften anzufinden.

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      Meine bescheide Meinung als Offroad-Navigations-Neuling:
      Einem Track nachfahren kein Problem, geht mit allem.
      Wenn man aber links oder rechts vom Track eine mögliche Route gefunden hat, die geil und machbar aussieht, man aber nicht weiß wo man dann rauskommt, kann man mit Landkarte oder einem geeigneten Gerät mit großem Bildschirm und guter Darstellung (Wie z.b. dem 276cx :D ) voher schnell abchecken ob sich ein abstecher da hin lohnt, oder obs da nur 30m weiter geht und man dann ansteht und wieder umdrehen muss.

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      Das geht nur im freieren Gelände, z.B. in HR weiter südlich.
      In den Wäldern weißt nie, wie der Windbruch und generell der Bewuchs aussieht.
      Bergauf nie ein Problem, runter in einem Graben.....

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      Habs ja bis jetzt erst 2 mal auf der Enduro (in bekanntem Terrain) probiert, und kann deshalb noch nicht all zu viel sagen.
      Bin damit aber wirklich gut zurecht gekommen, und hat mich bis jetzt schon überzeugt. Freu mich schon darauf es in einem fremden Land zu benützen..
      November gehts nochmal schnell nach asien. :thumb:

      Ansonsten steht übermorgen die erste gröbere Auto-Straßennavigation nach cazin damit an.

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      Stefan16 schrieb:

      Doc Brown schrieb:

      Und in längstens zwei, drei Jahren ist es ohnehin vorbei mit Enduro, jedenfalls in Rumänien.


      Warum das? Wird härter durchgegriffen?


      Frau von einem rumän. Freund sitzt in irgendsoeinem bescheuerten EU Umweltgremium. Da wird grad an so einem Waldschutzprogramm für Europa gebastelt. Durchaus glaubwürdig. Die EU erlaubt uns ja auch nicht mehr unsere Fritten braun zu bruzzeln.

      Auslöser ist, dass die Österreicher dort massivsten Waldraub betreiben und mit der rumän. Waldvernichtungsmafia zusammenarbeiten. Dazu kommt, dass rund um Sibiu und Aarad sich schon Widerstand formiert weil alle Idioten dieser Welt ausgerechnet dort hinfahren um Enduro zu fahren, dabei gibts dort Gegenden wo man nicht einmal weiß was ein Motorrad ist und dementsprechend freundlich mit Besuchern umgeht.
      Theoretisch kann ich praktisch alles :D "Jünger lobet das Licht, wechselt eure Kerzen nicht!"