Projekt 4-Takt-Maico

      Projekt 4-Takt-Maico


      Diese Viertakt Maico ist das Masterprojekt zweier Maschinenbaustudenten (im 10.Semester) an der Hochschule Trier.

      Über 1000 Arbeitsstunden investierten Alex Fritzen und Dominique Michels bis final der Motor bei der Abschlußpräsentation
      lief – die Arbeit wurde mit 1,0 bewertet.


      Beide sind motorradbegeistert, Motocrossfahrer mit Twinshock Erfahrung, die nun als letzte studentische Arbeit einen Bezug zu ihrem
      Hobby herstellen wollten. Gefordert war ein konstruktiver und fertigungstechnischer Part - schnell war der Jugendtraum vieler Maicofahrer im Gespräch – ein Viertakter.

      Recherchen brachten einige Versuche ans Licht – es sollte ein historisch korrekter Motor entstehen. Alle Maico-, wie auch die Yamaha Komponenten
      stammen aus dem Jahr 1978; als Fahrwerk wurde eine 1981er Maico gewählt – man wollte später ja in der „Twinshock“- Klasse konkurrenzfähig sein.


      Der entstandene Motor passt ohne Modifikationen in alle Maico Fahrwerke der Baujahre 1978-81; einige konstruktive Highlights:


      -Das Motorgewicht ist nur 900gr. höher als beim 387cc Maico
      Orginalmotor


      -Gemischgeschmierter Viertaktmotor; d.h. kein Öltank, nur
      Getriebeöl – wie org. Maico


      -überwiegend Standardbauteile die durch geschickte Spezialteile
      kombiniert wurden

      -dosierte, gesteuerte Gemischverteilung zu allen bewegten Teilen

      -Gesamtfahrzeug wiegt 101kg

      -der Motor hat 416cc, max. Drehzahl (z.Zt.) 9000U/min, Leistung
      wird demnächst gemessen….reicht aber !

      Die ersten Betriebsstunden hat das Motorrad problemlos hinter sich; ab August soll der Renneinsatz folgen…. beide sollten dann
      ihr Ingenieurstudium erfolgreich beendet haben.

      Alle Bauteile stammen aus der Werkstatt von „Team Pami“;
      hier haben die Beiden das Motorrad komplett gebaut.


      Noch ein paar Anmerkungen von mir (Linksgewinde):
      Der Cheffe von Pami (Pahl-Michels), Gottfried Michels (Gogga), Vater eines der coolen Jungs, war mit mir in der Crosszene der 80iger Jahre unterwegs. Er auf HEWA-Maico (Herman Walgenbach) und ich auf WOTO-Maico (Wolfgang Thomas). Wir waren nicht die langsamsten, ich führte damals die Qualifikationsgruppe Nord der B-Lizenz an und gewann auch einige Rennen 8) . Solchermaßen mit Selbstbewußtsein ausgerüstet, traf ich in einem Quali-Lauf 1980 in Ransbach-Baumbach auf Gottfried. Ich auf Maico MC 440, leicht modifiziert und er auf irgendeinem Dingens, dass komische Töne von sich gab. ?(
      Wir hatten uns beide locker für den Endlauf qualifiziert (Starterfelder damals bis 150 Teilnehmer) und was soll ich sagen, er gewann das Rennen. Selbst auf der Geraden bin ich nicht vorbei gekommen. Das veranlasste mich nach dem Rennen, mir das Siegermoped genauer anzusehen. Da steckte doch tatsächlich ein SR/XT 500 Motor in einem 79er Maico-Fahrwerk. Das dies kein normaler Yamaha-Motor war, war mir klar. Mit 34 PS geht normaler Weise nichts gegen eine 440er Maico. Pami hat sich gleich zu Anfang auf die XT Motoren spezialisiert und später in der SOS-Klasse die schnellsten 2-Ventiler geliefert. Meines Wissens war dies der erste Sieg eines 4-Takt-Eigenbaus in der neueren Crossliga Deutschlands.
      Schön, dass die Geschichte 35 Jahre später ihre Fortsetzung findet.
      Da muss ich auch als Huskyaffiner Mensch den Hut ziehen--zwar nicht Fuck the Rest :cursing: :P :D , aber sowas von feinster Sahne diese Masterarbeit--das es sowas mal gibt--Höchste Anerkennung nach Trier--ich hoffe die beiden lesen unsere Lobeshymnen.

      Hab ein neues Desktop-Bild

      Auch als GS wäre das was 8o

      Unser Sohn studiert BWL und des net schlecht---vielleicht brauchen die beiden Jungs nen guten Kaufmann :thumb:
      passt scho :thumbsup: und die Wampe ist ze groß :whistling: =O :D <X

      Linksgewinde schrieb:



      Er auf HEWA-Maico (Herman Walgenbach) und ich auf WOTO-Maico (Wolfgang Thomas).


      Wolfgang Thomas hatte damals die Maico-Vertretung hier in meiner Gegend. Vor zwei Jahren haben ein Freund und ich eine 79er GS 440/T aus Erstbesitz erworben, die auf dem Tank einen "WOTO-MAICO" Schriftzug hat. Ansonsten konnten wir an dem Motorrad aber nichts Außergewöhnliches feststellen. Gab es da eine Besonderheit oder hat er da nur seine Aufkleber drauf gemacht?
      The smell of 2-stroke makes me horny...
      Wirklich ein Supoergeiles Projekt was die da gamacht haben !
      Was speziell interessant ist ist die Getrenntschmierung von dem Motor, daß es ohne Ölpumpe geht weiss man ja.
      Allerdings passt da die doppelte Direktschmierung der Kipphebelachsen nicht dazu, woher kommt da der Öldruck ?
      Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit !

      AGREATRIDE schrieb:

      Linksgewinde schrieb:



      Er auf HEWA-Maico (Herman Walgenbach) und ich auf WOTO-Maico (Wolfgang Thomas).


      Wolfgang Thomas hatte damals die Maico-Vertretung hier in meiner Gegend. Vor zwei Jahren haben ein Freund und ich eine 79er GS 440/T aus Erstbesitz erworben, die auf dem Tank einen "WOTO-MAICO" Schriftzug hat. Ansonsten konnten wir an dem Motorrad aber nichts Außergewöhnliches feststellen. Gab es da eine Besonderheit oder hat er da nur seine Aufkleber drauf gemacht?


      Hallo,
      Wolfgang Thomas (WOTO) versorgte eine zeitlang als Händler die Crossgemeinde im Mainzer-/Binger Raum mit Maicos. Ein paar Jahre fuhr er auch selbst. Denke mal, die meisten Maicos aus der Zeit waren von ihm aus serienmäßig. Ich hatte in meiner besten Zeit 2 Maicos von ihm gesponsert zur Verfügung (allerdings alle MC), die ich Ende der Saison zurück gab und die in den Verkauf gingen. Die hatten alle, auf meine Initiative hin, geänderte Gabeln, WP-Dämpfer, optimierte Zylinder und andere Auspuffbirnen. Zu meiner Schande muss ich sagen, dass ich schon mal das ein oder andere Teil von der Konkurrenz bezog. Damals kam man eben nicht an Hermann Walgenbach (HEWA) vorbei. War eine schöne Zeit.
      Gruss Thomas
      Markenblind hin oder her, das Dingens ist geil. Letztlich die Umsetzung eines modernen Viertaktes mit den Mitteln von ca. 1980. Fast schon alternative Geschichte. Bekanntermaßen bin ich ja kein Freund von mit modernen Teilen gepimpten Klassikern. Aber der Ansatz aus zeitgenössischen Teilen/Baugruppen 4 Takter zu konstruieren hat echt was. Gibt's dazu noch einen ausführliche Artikel?
      das wäre was--> der Werdegang hier eingestellt mit vielen technischen Bilder und Details und....--->wenn die beiden Jungs das wollten/möchten/dürfen--wäre klasse und glaube da lechz jeder hier 8o --klar würden wieder einige Kommentare kommen X/ --aber das Projekt ist so genial und einmalig :thumbsup: :thumbsup:
      passt scho :thumbsup: und die Wampe ist ze groß :whistling: =O :D <X
      Pami konnte ich noch folgende Informationen entlocken:

      "Beim genauen Hinsehen sieht man eine Verbindung des Ansaugstutzens (zwischen Vergaser und Zylinderkopf),
      mit dem Kurbelgehäuse - dazwischen sitzt ein Steuerblock und von da geht eine Leitung in den Ventildeckel
      mit Abzweig an die Kipphebellagerung.
      All diese Leitungen und Schläuche dienen der gesteuerten Verteilung des Gemischs......folglich:
      Gemischgeschmierter Viertaktmotor - deutlich anders als der von Peres.
      Zur Zeit läuft das Ganze/auch der Motor, noch mit 1:40; wir trauen uns noch nicht.
      Es gibt etliche (verrückte) Details....folglich hat der Motor auch keinen Ölabstreifring ????
      Qualmt aber nicht, auch kalt.
      Ich glaube es muss noch Einiges erklärt werden; nochmals - Öl, Öltank, Ölpumpe u.s.w. hat er nicht aber
      Nikasillaufbahn, nadelgelagertes Pleuel u.s.w."

      Gruss Thomas