KTM 2018 Zweitakter m. Einspritzung?

      Jacky schrieb:

      Brembo und Nissin nimmt sich für mich als Hobbyfahrer nix..

      Es werden zwar die Beta Jünger gleich wieder auf die Barikaden steigen: Doch, der Belagverschleiß. Ich bin mit der Honda damals weniger und noch nicht soviel unter wiedrigsten Bedienungen gefahren und trotzdem deutlich mehr Beläge verbraucht. Beim ersten Kaolinwerkrennen, Freitag gabs noch ein Gewitter, an einem WE komplett runter. Mit der wahrscheinlich schnelleren KTM (300er 2T vs. 250er 4T) mit weniger Motorbremse auch bei Regen kaum merkbarer Verschleiß.

      Jacky schrieb:

      Ich denke so entscheident verbessern kann man eine Endurobremse nicht mehr.

      Oh doch, fahr mal die Factory Brembosättel oder die Goldfren. Solch eine Druckpunkt bekommst mit der orig. Bremse nicht hin.
      + die ganzen Punkte von Malte

      Jacky schrieb:

      Brembo und Nissin nimmt sich für mich als Hobbyfahrer nix.. Finde ich beide gleich gut! ^^


      Das bist du ein Hobbyfahrer, der seine Bremsen nicht mal annähernd auf Temperatur bringt.
      Ne Serien Nissin sieht absolut kein Land gegen ne Brembo...
      Leute die ihr Bike viel mit der Hinterbremse stabilisieren wissen was ich meine. Die Nissin sind permanent am überhitzen, das geht sogar soweit, dass die Bremssättel "aufmachen" weils dem Alu zu heiß wird. (Beläge stehen dann schief zueinander und nicht mehr parallel... neue Beläge kannst dann schief anschleifen oder ewig einbremsen, damit sie wieder auf voller Fläche aufliegen)
      All the cocaine in the world and your nose is still in my business :whistling:
      Hm, ja ich bin nicht der schnellste, ihr habt ja recht.. :rolleyes: Mit den letzten Bremsklötzen bin ich etwas über 100 Stunden gekommen.. (;
      Dass man die Fuhre mit der Hinterradbremse stabilisieren kann hab ich schon mal gehört, mehr aber auch nicht :D
      Ich weiß nicht warum, aber ich kann mich irgendwie an höherer Geschwindigkeit nicht ganz gewöhnen.
      Andere fahren halb so lang wie ich und sind einiges flotter unterwegs..


      Bin auf jedenfall sehr gut bedient mit den originalen Brembo's auf der exc..

      Was anderes, weils ja um die 2t in dem Thread geht:
      Bin zuletzt wieder mal die 300er 2017 gefahren. Kann es sein dass die neuen 2t eine viel schwergängigere Kupplung als die 4t (meine) haben? :huh:
      War ja zuletzt im Bachbett ja schon fast unangenehm..


      Grüße!

      Jacky schrieb:

      Dass man die Fuhre mit der Hinterradbremse stabilisieren kann hab ich schon mal gehört, mehr aber auch nicht


      Geht mir genauso :D Bin froh, dass ich die HR Bremse beim Anbremsen mittlerweile immer besser kontrollieren kann. Trial hilft mir hier sehr, da es das "denken was ich mache" immer mehr in Richtung Gefühl und einen Anflug von intuitivem Verhalten verwandelt. ;-)

      Hab nur mal kurz hingefasst, aber die Magura Kupplung/Bremshebel sind für mich ergonomischer als die von Brembo. Fahre aktuell aber mit den ARC Hebel, den Kupplungshebel habe ich hier auch schon etwas ergonomisch verformt :D
      :thumbsup:
      Zum Thema Kupplung kann ich sagen das die Magura an der 125er viel leichter geht als die Brembo ab 2016 an der 125er SX. Brembo hat aber viel besseren Schleifpunkt. Seit dem es neue Kupplungsfedern gab (Rückruf) geht die Brembo aber auch so leicht wie die Magura.
      9817568 mal geändert von SM Huskyracer (Heute). 8o
      Anscheinend habe ich Glück, bei mir passt es von der Stange, ohne teure Tuningteile :)

      Ich schließe natürlich kleine Verbesserungsmöglichkeiten nicht aus.
      Das beste was mir dazu in den letzten Jahren untergekommen ist sind die Scheiben von MX-TEC (in der gehärteten Ausführung!). Ich habe seit Jahren eine schwimmende Scheibe vorne im Einsatz die im Verschleiß dramatisch besser ist als die Original Galfer der EXC Sixdays Modelle. Hier lohnt sich Anfrage was man braucht, nicht alles ist im Shop abgebildet.
      Generell ist die schwimmende Scheibe vorne etwas besser in der Dosierbarkeit, aber deswegen fahre ich dennoch auch feste Scheiben ohne Einbußen beim Fahrspaß weil der Unterschied nicht immens ist.

      Weniger Gewicht ist auch nett, aber was kann da noch eingespart werden ? 25Gramm?

      Und dann wäre da noch die Wartung, die hat jeder selbst in der Hand. Bei festem Schwimmsattel leidet die Dosierung natürlich. Gerade hinten wird die Gängigkeit der Schwimmlagerung häufig übersehen.

      VG Erhard


      P.S.:

      Malte#13 schrieb:

      erhard schrieb:

      Also anders gesagt - wo will der Magura nun entscheidend besser sein? Es hat sicher auch eher was mit dem kaufmännischen zu tun.

      Um mal ein paar Möglichkeiten zu nennen, die an einer Bremse technisch besser als an einer anderen Bremse sein können:
      - Druckpunkt
      - Druckpunkt unter hoher Temperatur
      - Bremsleistung
      - Dosierbarkeit (das soll wohl besonders bei der Hinterradbremse besser sein)
      - Haltbarkeit der Manschetten unter hoher Belastung (einige schnelle Fahrere können die sehr regelmäßig wechseln)
      - Haltbarkeit der gesamten Bremsanlage unter hoher Belastung
      - Gewicht der Bremse (war das nicht sogar ein Argument?)
      - "Nebensächliches" wie der Hebel (klappbar, einstellbar), die Verschraubung der Armatur, ...
      - Vielleicht auch Verringerung der unterschiedlichen verbauten Teile, da die Kupplungsarmatur ja auch von Magura ist

      Teilweise gibt es vermeintliche Kleinigkeiten, die vielen Fahrern wohl egal sind, für manche aber definitiv einen Unterschied darstellen. So sind z.B. die originalen Brembo-Bremshebel nicht nur stabiler, sondern liefern auch einen deutlich besseren Druckpunkt, als ZAP-Bremshebel (noch viel schlimmer sind die Druckpunkte vieler Klapphebel, die noch dazu irre viel Geld kosten).
      Und das, obwohl soein Bremshebel auf den ersten Blick ja alles andere als komplex ist.
      Ich hab keine Ahnung, ob an den oben genannten Punkten irgendetwas die Entscheidung von HVA zu Magura beeinflusst hat. Aber es macht auf mich den starken Eindruck, dass hier keiner eine Ahnung hat (und dennoch einige gerne so tun, als ob) ;-)


      Malte die Zusammenstellung finde ich sehr gut, dürfte ziemlich vollständig sein.
      Allerdings enthält sie auch einiges was ins Thema Belag und Scheibe geht. Die wird sich durch Brembo auf Magura Wechsel nicht ändern.

      Thermische Probleme löst man auch nicht mit der Bremszange, außer man verbessert deren Kühlung und die Isolation zwischen Belag und Kolben (z.B. durch die Glasfaserplatten und Edelstahl dazwischen - was auch mit Quietschen zu tun hat). Falls einem Fahrer die Bremse dauerhaft zu heiß wird ist sie für die Fahrweise unterdimensioniert. Eine vernünftige Auslegung würde zu mehr Gewicht oder exotischen Materialien führen. Vieleicht genügt es eine größere Bremsscheibe zu verbauen und die Beläge vom Kolben per Glasfaserplatte + Edelstahlblech zu isolieren. Oder eben mit dem erhöhten Verschleiß und dem Abbau der Bremsleistung unter extremer Temperatur leben.

      Malte, ich bekomme den Eindruck du siehst das alles aus der Warte von Top Fahrern. Diese benötigen auch sonst anders abgestimmte Komponenten, weil anderes Belastungsprofil.

      Alle oben von dir aufgeführten Punkte sind für mich bei den Bremsanlagen wie man sie seit der EXC 2000 bekommt bestens erfüllt.

      Druckpunkt einmal herausgegriffen:
      Was bringt ein betonharter Druckpunkt? Mir nichts! Denn die Bremswirkung wird auch durch den Weg gesteuert, ich bin damit sensibler als nur über Kraft. Natürlich darf ein Druckpunkt nicht matschig sein, das wäre auch nichts. Das Optimum liegt in der Mitte.

      Hebelübersetzung gesamt (=Verhältnis zwischen Handkraft und Kraft auf die Beläge. Also Handhebel/Kolbenhebel*Bremskolbenfläche/Armaturkolbenfläche):
      Hier ist zuviel genauso nichts weil man unsensibel wird, wenn bei kleinster Kraft eine Vollbremsung ausgelöst wird. Genauso sind zu hohe Kräfte nichts. also auch hier gibt es wie beim Druckpunkt eine goldene Mitte.

      Beides zusammen (Druckpunkt und Hebelübersetzung) und innere Reibung macht dann die Dosierbarkeit der Hydraulik aus. Die liegt anders, wenn man mit einem Finger bremst oder mit der ganzen Hand, auch darauf muss man bei der Auslegung achten.
      "Sieh dich vor! Der Gewalt fehlt es an Kraft, wenn der Verstand die Oberhand gewinnt!" aus Vier Fäuste für ein Halleluja :huh: http://www.ergraute-enduro-greise.de/

      Dieser Beitrag wurde bereits 11 mal editiert, zuletzt von „erhard“ ()

      Harter Druckpunkt hat den Vorteil, daß der Weg geringer ist, man muß den Hebel nicht soweit wegstellen, daß man sich bei einer Vollbremsung unter sehr guten Bedienungen nicht die Finger klemmt, bzw. man bremst bei wenig Grip nicht weit weg und bei gutem Grip sehr nah am Griff.
      Mehr Reserven fürs Alter, wenn Sattel und Leitung weicher wird.
      Reserve für einen Hebel mit mehr Übersetzung, wenn man weniger Fingerkraft wünscht.
      Nur ein paar Ideen.

      Wärmeableitung geschieht auch über den Sattel.

      Mankra schrieb:

      Harter Druckpunkt hat den Vorteil, daß der Weg geringer ist, man muß den Hebel nicht soweit wegstellen, daß man sich bei einer Vollbremsung unter sehr guten Bedienungen nicht die Finger klemmt, bzw. man bremst bei wenig Grip nicht weit weg und bei gutem Grip sehr nah am Griff.
      Mehr Reserven fürs Alter, wenn Sattel und Leitung weicher wird.
      Reserve für einen Hebel mit mehr Übersetzung, wenn man weniger Fingerkraft wünscht.
      Nur ein paar Ideen.

      Wärmeableitung geschieht auch über den Sattel.


      Hallo Mankra, alles richtig und doch geht es von der Ursprungsfrage weg:
      Nämlich warum die Magura Anlage noch großartig besser sein soll. Die Brembo war immer Weltklasse gemäß KTM Marketing und nun das!

      VG Erhard

      P.S.:
      Zu den einzelnen Punkten für die Nerds:
      Wie weit der Hebel weg muss ist auch eine Frage des Leerweges (am Hebel und am Sattel notwendig und auch immer schon optimiert).
      Mag sein, dass ein harter Druckpunkt bei sehr viel Grip erforderlich würde um sich nicht die Fingerchen zu klemmen. Dafür wirds dann bei rutschigen Bedingungen wieder schlechter zu dosieren. Eine vernünftige Bremsanlage sollte überall vernünftig arbeiten.
      Bei viel Bremsbedarf sind auch größere Scheiben und/oder bissigere Beläge eine Möglichkeit der Anpassung.

      Ja, Wärmeableitung geschieht auch über den Sattel. Hab ja nichts Gegenteiliges behauptet. Allerdings darf es nicht so viel sein, dass die Bremsflüssigkeit und Dichtelemente abrauchen.
      Aber wie hoch ist hier noch das Optimierungspotential? Gleichzeitig soll Material gespart werden.

      Wie gesagt - Das ist ja alles gut und schön, aber es liegt hier bereits ein über Jahrzehnte gefundener Kompromis vor. Woher kommt der Glaube Magura würde hier nochmal das Rad neu erfinden?
      "Sieh dich vor! Der Gewalt fehlt es an Kraft, wenn der Verstand die Oberhand gewinnt!" aus Vier Fäuste für ein Halleluja :huh: http://www.ergraute-enduro-greise.de/

      Jacky schrieb:


      Was anderes, weils ja um die 2t in dem Thread geht:
      Bin zuletzt wieder mal die 300er 2017 gefahren. Kann es sein dass die neuen 2t eine viel schwergängigere Kupplung als die 4t (meine) haben? :huh:
      War ja zuletzt im Bachbett ja schon fast unangenehm..


      Nein, die Kupplungen sind alle sehr leichtgängig. Lag vielleicht an einem lange nicht gepflegten Hebel oder merkwürdiger Einstellung.


      SM Huskyracer schrieb:

      Zum Thema Kupplung kann ich sagen das die Magura an der 125er viel leichter geht als die Brembo ab 2016 an der 125er SX. Brembo hat aber viel besseren Schleifpunkt. Seit dem es neue Kupplungsfedern gab (Rückruf) geht die Brembo aber auch so leicht wie die Magura.


      Die Hufos haben doch aber, wenn ich das richtig im Kopf habe, noch konventionelle Spiralfedern?! Die Hubräume über 200 ccm haben die Tellerfedern, da ists nochmal anders.


      erhard schrieb:

      [...]

      Malte, ich bekomme den Eindruck du siehst das alles aus der Warte von Top Fahrern. Diese benötigen auch sonst anders abgestimmte Komponenten, weil anderes Belastungsprofil.

      Alle oben von dir aufgeführten Punkte sind für mich bei den Bremsanlagen wie man sie seit der EXC 2000 bekommt bestens erfüllt.



      Bin ja selber nur zügiger B-Lizenzler im klassischen Enduro. Meiner Meinung nach ist mein Einsatzbereich damit genau das, wofür eine Sportenduro entwickelt wird. Für mein Niveau reicht glücklicherweise das, was HVA original baut und daher weiß ich, dass es auch für andere Hobbyfahrer mehr als ausreichend ist. Aber die beschriebenen Punkte und auch deine Anmerkungen zeigen ja, dass es auch immer noch besser geht (und das heißt natürlich nicht nur "agressiver", das sehe ich ja genauso wie du). Warten wir ab, was die neue Bremse kann.
      Klar, ein Bike von 2000 "fährt" auch und man konnte auch damit zügig fahren. Aber wir sind doch alle froh, dass Hersteller regelmäßig entwickeln und wir MY 2017 fahren können?! ;-)

      Du bist doch Fahrwerk-Freak, vergleich es mal damit: Auch 2000 gab es schon Gabeln, die genau wie heute "einfache" OC-Gabeln waren, die auch schon Kompromisse gesucht haben und bestimmt laut Marketing aller Hersteller super waren. Und dennoch fährst du so ein Teil nicht, glaube ich? ;-)

      Aber wir müssen hier ja nicht ewig den Bremsen-Kram breittreten. Das wird schon alles funktionieren und sobald ich kann, werde ich auch die neuen probefahren - die ersten Berichte klingen ja alle super! =)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Malte#13“ ()

      erhard schrieb:

      Woher kommt der Glaube Magura würde hier nochmal das Rad neu erfinden?

      Wer hat dies behauptet?
      Die ganze Diskussion hast Du mit der Aussage gestartet, daß eine Bremse aus wenigen Bauteilen besteht, OK, aus dem Kontext: Paar bewegende Teile, fertig.
      Dem entgegnete ich, daß es doch einiges an KnowHow dahinter steht.

      Niemand !!! hat hier geschrieben, Magua erfindet das Rad(Bremse) neu.
      Verbesserungpotential gibt es immer, ist oft weniger die technische Machbarkeit, sondern eine Budgetfrage (siehe Brembo Powerparts Sattel vs. Serie).

      Wie nun zum dritten mal geschrieben: Der Hauptgrund wird sein, die Zulieferkette redutanter aufzustellen, eventuell hat Magura auch die Hose weiter runtergelassen (ob dies bei den paar tausend Stk wirklich der Fall ist, schwer zu sagen).

      Mankra schrieb:

      eventuell hat Magura auch die Hose weiter runtergelassen (ob dies bei den paar tausend Stk wirklich der Fall ist, schwer zu sagen).

      Glaub ich kaum - Magura ist bei Fahrrad ziemlich aus dem OEM-Geschäft ausgestiegen (ich behaupte wg. Lieferschwierigkeiten) sie sagen wg. der Preisdrückerei.

      Redundanz ist sicher Argument Nr. 1
      Ein wenig sicher auch das Bedürfnis des Marketings die Huskys wenigsten ein bisschen abzugrenzen
      Und selbstverständlich die Gastfreundschaft auf der schwäb. Alb, da freut sich der geneigte Mattighofener!
      Wer nichts weiß muss alles glauben